Willkommen zum zweiten Teil unserer (Wein)berg-Besichtigungstour durchs Elsass. Nachdem wir im ersten Teil den Blumenberg, den Florimont, bestiegen haben, geht es nun hurtigen Schenkels auf den Zotzenberg. Bevor es losgeht und die Wanderschuhe geschnürt werden aber noch einmal im Schnelldurchlauf: Das Elsass ist, gleich nach dem Roussillon, Frankreichs regenärmstes Anbaugebiet. Das liegt maßgeblich an den Vogesen, in deren Gipfeln die Tiefdruckgebiete aus dem Nordwesten hängenbleiben. Also schön eincremen, damit es keinen Sonnenbrand gibt. Was wir aber nicht brauchen: Besondere Utensilien für UV-Schutz bei Höhensonne, denn der Zotzenberg liegt im Tale eines Berghanges oberhalb vom Örtchen Mittelbergheim. Wir befinden uns also…
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Sylt statt Sancerre, Mecklenburg statt Medoc und Lüneburger Heide statt Langhe? Was zunächst wie ein aberwitziger Affront klingt (zumindest für Weinfreunde), ist eine zumindest halbwegs ernstgemeinte Fragestellung. Denn klassischer Weinanbau orientiert sich aufgrund des Klimawandels und immer mehr abenteuerorientierten Winzerinnen und Winzern stetig weiter gen Norden. Nun sind Weingüter in Schleswig-Holstein, Niedersachsen oder Mecklenburg-Vorpommern schon längst keine Nachricht mehr, die Scharen hinterm Ofen hervorlockt. Trotzdem bleibt es ein mehr als interessantes Thema, zumal witterungsbedingt (denn Sylt ist noch lange nicht Sancerre!) hauptsächlich PiWi-Sorten eingesetzt werden. Also widerstandsfähige Kreuzungen, die in Zukunft weltweit immer mehr Weinberge bevölkern werden. Ein weiterer Vorteil:…
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Schriftsteller Honoré de Balzac soll, wie Ludwig XIV., ein großer Fan von Rosé-Wein aus Tavel (südliche Rhône) gewesen sein. Als Franzose (geboren an der Loire, gewirkt und gestorben in Paris) dürfte er auch Zugang zu verschiedenen anderen Stilen gehabt haben, darunter auch eine recht frische „Erfindung“: der Champagner. „Großartige Liebesaffären starten mit Champagner und enden mit Kräutertee.“ Honoré de Balzac Seinen Namen trägt nun ausgerechnet aber eine bullige, rote Traube, die ursprünglich aus Spanien kommt: Monastrell. Okay, das hat man schon mal gehört. So richtig geläufig dürfte vielen aber der französische Name Mourvèdre sein (die letzten beiden Silben bitte schön…
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Während einige in der Republik noch sehnsüchtig auf den ersten grünen Kanzler warten, können wir verkünden: Es gibt ihn doch schon längst! Denn beim Kanzler handelt es sich um eine Weißweinsorte (und demnach eben von grüner Traubenfarbe), die – um im politischen Bild zu bleiben – jedoch immer weniger Anhänger unter den Weinbauern hat. Lediglich in Rheinhessen und der Pfalz kann sie ein paar schmale Hektar Anbaufläche vorweisen (Tendenz sinkend). Strippenzieher hinter dieser Kreuzung – und sozusagen Kanzlermacher – war auch in diesem Fall Georg Scheu. Er kreierte die Rebsorte aus Müller-Thurgau und Silvaner. Die Vertrauensfrage stellen: Wie schmeckt das?…
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Wenn es tatsächlich ein französisches Weinbaugebiet gibt, das etwas aus der Zeit gefallen zu sein scheint, dann trifft dies wohl am ehesten auf das Elsass zu. Fast schon chimärenhaft französische sowie deutsche Ess- und Trinkkultur abbildend, bietet das regenärmste (!) Anbaugebiet des Landes volle und ausladende Weine, die gerade leider so gar nicht den Mainstream-Geschmack treffen. Für viele heißt es beim Thema Elsass entsprechend: entweder raus oder Rhein. Grund genug, uns einmal diesen Sonnenfleck vor den Vogesen (von unserer Seite des Rheins aus gesehen, versteht sich) genauer anzuschauen. Das Elsass zählt 51 Grand Crus. Wir machen uns keine Illusionen, diese…
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Was wie ein Song der Flippers klingt, ist der klangvolle Name einer Rebe, die blumige Weißweine ins Glas bringt. Zahlenmäßig geht die Perle leider langsam vor die Säue.
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Servus! Diesen Österreicher kennt ihr alle. Besonders geprägt hat er die Weinlandschaft in Franken.
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Darf ich vorstellen: André ist ein charmanter Geselle jungen Alters und stammt ursprünglich aus Mähren.
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Wo Lämmerschwanz draufsteht, kann es auch mal angenehm nach Linde duften.
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Unter welchem Namen man das Möhrchen eher kennt.