Knapp 17 Grad Celsius unter einer bleiernen Wolkendecke – der Spätsommer legt in Norddeutschland nochmal den Turbo ein. Mit anderen Worten: die passende Gelegenheit, den Blick auf einen besonderen Rosé-Landstrich zu richten. In Sachen Rosé hat Südfrankreich vor allem die große AOP Côtes de Provence zu bieten. Die kleine AOP Bandol wirkt dagegen wie eine Attraktion aus dem Miniatur Wunderland. In nackten Zahlen sind das knapp 20.000 Hektar (Côtes de Provence) gegenüber läppischen 1.600 Hektar (Bandol). Warum es sich dennoch lohnt, Rosé aus Bandol genauer zu betrachten, möchte ich im Folgenden ausführen. Mourvèdre – die Seele des Bandol Also, was…
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Schriftsteller Honoré de Balzac soll, wie Ludwig XIV., ein großer Fan von Rosé-Wein aus Tavel (südliche Rhône) gewesen sein. Als Franzose (geboren an der Loire, gewirkt und gestorben in Paris) dürfte er auch Zugang zu verschiedenen anderen Stilen gehabt haben, darunter auch eine recht frische „Erfindung“: der Champagner. „Großartige Liebesaffären starten mit Champagner und enden mit Kräutertee.“ Honoré de Balzac Seinen Namen trägt nun ausgerechnet aber eine bullige, rote Traube, die ursprünglich aus Spanien kommt: Monastrell. Okay, das hat man schon mal gehört. So richtig geläufig dürfte vielen aber der französische Name Mourvèdre sein (die letzten beiden Silben bitte schön…