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	<title>Rubrik Archive - Traubengucker</title>
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	<title>Rubrik Archive - Traubengucker</title>
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		<title>Cabernet Gernischt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Oct 2025 14:22:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sy Sy - Sympathische Synonyme]]></category>
		<category><![CDATA[Cabernet Gernischt]]></category>
		<category><![CDATA[Carménère]]></category>
		<category><![CDATA[Chile]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Osten geht für die Weinindustrie derzeit die Sonne unter. Anfang des Jahres schrieb das österreichische Weinmagazin Falstaff, dass sich der Weinkonsum in China in den letzten fünf Jahren glatt halbiert habe. Dies überrascht einerseits, weil die boomende (und oft kopierende) chinesische Weinindustrie in den vergangenen 20 Jahren mit Bleifuß von der Überholspur grüßte. Andererseits ist die weltweit darbende Luxusindustrie vor allem in ihrem einstigen Prestige-Land stark am Schwächeln. Und Wein ist im Reich der Mitte vielerorts ein Luxusgut. Eine Rebsorte, die einem beim Thema China fast zwangsläufig über den Weg läuft, ist Cabernet Gernischt. Was hat es damit auf sich? Neben den traditionellen und bekannten Bordelaiser Rotweinsorten Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc gibt es mittlerweile eine ganze Fülle an pilzwiderstandsfähigen Neuzüchtungen (PiWis) wie Cabernet Cortis, Cabernet Dorsa oder Cabernet Carbon. Die Cabernet Gernischt zählt hier jedoch nicht zu, vielmehr galt sie jahrelang als ureigene chinesische Sorte. Diese Geschichte hatte sich aber spätestens mit der Möglichkeit von DNA-Analysen auserzählt, die offenlegten, dass es sich bei der Rebsorte um Carménère handelt. Carménère stammt ursprünglich ebenfalls aus dem Bordeaux, ist nach der Reblauskatastrophe in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts jedoch nahezu komplett aus Frankreich verschwunden. In Chile hat Carmenère aber eine neue Heimat gefunden und ist dort sogar zur Leitsorte avanciert. Aus Jiddisch oder Deutsch wurde Kauderwelsch Das Interessante ist und bleibt das merkwürdige Synonym Cabernet Gernischt. Wie es etymologisch dazu kam, erzählen zwei Legenden: Die erste führt in die chinesische Hafenstadt Shanghai, in der es seit jeher jüdische Händler gab, die unter anderem auch Wein vertrieben. Einer dieser Händler ahnte wohl schon, dass es sich bei jenem Wein eben nicht um eine Cabernet-Sorte handelte, und schrieb auf Jiddisch &#8222;gornischt&#8220; (also gar nicht!) hinter das Wort Cabernet. Und nach dem Stille-Post-Prinzip wurde daraus irgendwann &#8222;gernischt&#8220;. Das andere Narrativ der Namensherkunft beruft sich auf die Annahme, dass man die Rebsorte für eine Kreuzung aus Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc hielt – genauer: ein österreichischer Weinmacher der Kellerei Yantai Changyu, der diese vermeintliche Kreuzung als Cabernet &#8222;gemischt&#8220; beschrieb. Und aus &#8222;gemischt&#8220; wurde auch hier &#8222;gernischt&#8220;. Welche der beiden Geschichten am Ende der Wahrheit entspricht, ist dabei eigentlich egal – beide sind einfach zu gut, um widerlegt zu werden. Und wer weiß, vielleicht fällt einem nach dem zweiten Glas auch eine ganz eigene ein. Sicher ist dagegen: Zu einem kräftigen Fondue Chinoise greifen Sie mit einem Cabernet Gernischt gornischt daneben. Und auch die traditionelle Pekingente ist in Sachen Weinbegleitung recht flexibel.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://traubengucker.de/rubrik/sy-sy-sympathische-synonyme/cabernet-gernischt/">Cabernet Gernischt</a> erschien zuerst auf <a href="https://traubengucker.de">Traubengucker</a>.</p>
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<p>Im Osten geht für die Weinindustrie derzeit die Sonne unter. Anfang des Jahres schrieb das österreichische Weinmagazin <a href="https://www.falstaff.com/de/news/chinas-weinkrise-erkenntnisse-aus-erster-hand-von-lenz-maria-moser" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Falstaff</a>, dass sich der Weinkonsum in China in den letzten fünf Jahren glatt halbiert habe. Dies überrascht einerseits, weil die boomende (und oft kopierende) chinesische Weinindustrie in den vergangenen 20 Jahren mit Bleifuß von der Überholspur grüßte. Andererseits ist die weltweit darbende Luxusindustrie vor allem in ihrem einstigen Prestige-Land stark am Schwächeln. Und Wein ist im Reich der Mitte vielerorts ein Luxusgut.</p>



<p>Eine Rebsorte, die einem beim Thema China fast zwangsläufig über den Weg läuft, ist Cabernet Gernischt. Was hat es damit auf sich? Neben den traditionellen und bekannten Bordelaiser Rotweinsorten Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc gibt es mittlerweile eine ganze Fülle an pilzwiderstandsfähigen Neuzüchtungen (<a href="https://traubengucker.de/regionen/skal-weinbau-in-daenemark/">PiWis</a>) wie Cabernet Cortis, Cabernet Dorsa oder Cabernet Carbon. Die Cabernet Gernischt zählt hier jedoch nicht zu, vielmehr galt sie jahrelang als ureigene chinesische Sorte. Diese Geschichte hatte sich aber spätestens mit der Möglichkeit von DNA-Analysen auserzählt, die offenlegten, dass es sich bei der Rebsorte um Carménère handelt. Carménère stammt ursprünglich ebenfalls aus dem Bordeaux, ist nach der Reblauskatastrophe in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts jedoch nahezu komplett aus Frankreich verschwunden. In Chile hat Carmenère aber eine neue Heimat gefunden und ist dort sogar zur Leitsorte avanciert.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Aus Jiddisch oder Deutsch wurde Kauderwelsch</h2>



<p>Das Interessante ist und bleibt das merkwürdige Synonym Cabernet Gernischt. Wie es etymologisch dazu kam, erzählen zwei Legenden: Die erste führt in die chinesische Hafenstadt Shanghai, in der es seit jeher jüdische Händler gab, die unter anderem auch Wein vertrieben. Einer dieser Händler ahnte wohl schon, dass es sich bei jenem Wein eben nicht um eine Cabernet-Sorte handelte, und schrieb auf Jiddisch &#8222;gornischt&#8220; (also gar nicht!) hinter das Wort Cabernet. Und nach dem Stille-Post-Prinzip wurde daraus irgendwann &#8222;gernischt&#8220;.</p>



<p>Das andere Narrativ der Namensherkunft beruft sich auf die Annahme, dass man die Rebsorte für eine Kreuzung aus Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc hielt – genauer: ein österreichischer Weinmacher der Kellerei Yantai Changyu, der diese vermeintliche Kreuzung als Cabernet &#8222;gemischt&#8220; beschrieb. Und aus &#8222;gemischt&#8220; wurde auch hier &#8222;gernischt&#8220;.<br><br>Welche der beiden Geschichten am Ende der Wahrheit entspricht, ist dabei eigentlich egal – beide sind einfach zu gut, um widerlegt zu werden. Und wer weiß, vielleicht fällt einem nach dem zweiten Glas auch eine ganz eigene ein. Sicher ist dagegen: Zu einem kräftigen Fondue Chinoise greifen Sie mit einem Cabernet Gernischt <em>gornischt</em> daneben. Und auch die traditionelle Pekingente ist in Sachen Weinbegleitung recht flexibel.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://traubengucker.de/rubrik/sy-sy-sympathische-synonyme/cabernet-gernischt/">Cabernet Gernischt</a> erschien zuerst auf <a href="https://traubengucker.de">Traubengucker</a>.</p>
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		<title>Agiorgitiko – mehr als eine Herkulesaufgabe</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 Aug 2025 13:05:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rubrik]]></category>
		<category><![CDATA[Wat, wer bist Du denn?! Seltene Rebsorten]]></category>
		<category><![CDATA[Agiorgitiko]]></category>
		<category><![CDATA[Griechenland]]></category>
		<category><![CDATA[Nemea]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Athen gilt als Wiege der Demokratie, Vorderasien als Wiege des Weins. Dass die Helenen in der Antike in Sachen Wein aber ein gehöriges Wort mitzureden hatten, ist unbestritten. Ihr Gestaltungseifer hallt gewissermaßen bis heute nach: So drückt die EU bei griechischem Retsina-Wein ein dickes Auge zu – hier und nur hier ist es ausdrücklich erlaubt, dem Wein einen fremden Zusatzstoff, in diesem Fall Kiefernharz, hinzuzufügen. Das Ganze ist natürlich historisch gewachsen: Die alten Griechen hatten ihre Amphoren, in denen der Wein produziert und gelagert wurde, mit Harz abgedichtet. Bis heute ist dieser leicht ätherische Geschmack als Stilmittel erhalten geblieben. Harz, aber fair. Beim Zeus! Warum erzähle ich das? Heute geht es um eine der ältesten Rebsorten überhaupt, die man erst nach dem dritten Glas flüssig aussprechen kann: Agiorgitiko (A-ji-or-ji-ti-ko!). Die hierzulande noch recht unbekannte Sorte wird in Griechenland auf gut 3.000 Hektar angebaut, also in etwa so viel wie Chardonnay heutzutage in Deutschland – das ist durchaus eine Hausnummer. Eine blutige Angelegenheit Ursprünglich – und hier kommt der entscheidende Hinweis, dass es sich um eine Rotweinsorte handelt – wurde die Sorte auch „Blut des Herkules“ genannt. Der Legende nach kämpfte Herkules gegen den Löwen von Nemea.&#160; Natürlich ging der Halbgott aus diesem Battle als Sieger hervor. Ob Unachtsamkeit oder Arroganz: In jedem Fall gelang dem Löwen auch ein Treffer. Er verletzte den griechischen Helden mit seiner Pranke und dessen Blut benetzte ein paar nahe stehende Trauben. Sie färbten sich tiefrot. Am Ende zog Herkules dem Löwen gar das Fell ab und zog damit von dannen. Wäre es hingegen sein Vater Zeus gewesen, der gegen den Löwen kämpfte, hätte dieser – quasi als erste Amtshandlung – zunächst eine Löwin aus ihm gemacht und mit ihr zahlreiche Kinder gezeugt.&#160;Und mit den Kindern dann dasselbe, aber ich schweife ab … Eine Sandale beziehungsweise ein Schuh wird draus, wenn man bedenkt, dass der Ort des Geschehens, nämlich Nemea, heute eine der prestigeträchtigsten Weinregionen Griechenlands ist. Und dreimal darf geraten werden, für welche eine Sorte sie bekannt ist. Und wie schmeckt Agiorgitiko jetzt? In jedem Fall stürzen wir uns heldenhaft in den Praxistest. Im Gegensatz zum deutschen Schlager mangelt es vielen noch so gut sortierten Weinhändlern an griechischem Wein. Für einen ersten Eindruck muss also eine Flasche reichen, in diesem Fall ist es der Nemea von Zacharias aus dem Jahr 2022. Zunächst fällt auf, dass Herkules&#8216; Blut doch etwas dünner erscheint als angenommen – litt der Halbgott am Ende etwa unter Anämie? In der Nase: dunkle Früchte, etwas Rauch, Veilchen und ein deutlich vernehmbarer Holzeinsatz. Für einen Alkoholgehalt von 14,5 Prozent erscheint dieser Nemea aber erstaunlich beweglich, definitiv eher ein mittelschweres Körpergewicht. Und für sein Alter von drei Jahren arbeitet sich mein Gaumen noch vehement an Säure und Tanninen ab, was allerdings eher untypisch für die Rebsorte ist. Wer seinen Rotwein-Horizont also erweitern möchte, der sollte hier unbedingt mal zugreifen. Eine blutige Alternative bieten die Ungarn mit ihrem Eger Stierblut. Und wer gar kein Blut sehen mag, bleibt einfach am linken oder rechten Bordeaux-Ufer. Yamas!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://traubengucker.de/rubrik/wat-wer-bist-du-denn-seltene-rebsorten/agiorgitiko-mehr-als-eine-herkulesaufgabe/">Agiorgitiko – mehr als eine Herkulesaufgabe</a> erschien zuerst auf <a href="https://traubengucker.de">Traubengucker</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Athen gilt als Wiege der Demokratie, Vorderasien als Wiege des Weins. Dass die Helenen in der Antike in Sachen Wein aber ein gehöriges Wort mitzureden hatten, ist unbestritten. Ihr Gestaltungseifer hallt gewissermaßen bis heute nach: So drückt die EU bei griechischem Retsina-Wein ein dickes Auge zu – hier und nur hier ist es ausdrücklich erlaubt, dem Wein einen fremden Zusatzstoff, in diesem Fall Kiefernharz, hinzuzufügen. Das Ganze ist natürlich historisch gewachsen: Die alten Griechen hatten ihre Amphoren, in denen der Wein produziert und gelagert wurde, mit Harz abgedichtet. Bis heute ist dieser leicht ätherische Geschmack als Stilmittel erhalten geblieben. Harz, aber fair.</p>



<p>Beim Zeus! Warum erzähle ich das? Heute geht es um eine der ältesten Rebsorten überhaupt, die man erst nach dem dritten Glas flüssig aussprechen kann: Agiorgitiko <a href="https://www.youtube.com/watch?v=iYAqnozxx5Y" target="_blank" rel="noreferrer noopener">(A-ji-or-ji-ti-ko!)</a>.</p>



<p>Die hierzulande noch recht unbekannte Sorte wird in Griechenland auf gut 3.000 Hektar angebaut, also in etwa so viel wie <a href="https://traubengucker.de/regionen/belgischer-wein-muss-das-sein/">Chardonnay</a> heutzutage in Deutschland – das ist durchaus eine Hausnummer.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1558-1024x1024.jpeg" alt="Eine Banderole auf den Korken, aber unter der Kapsel." class="wp-image-1249" srcset="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1558-1024x1024.jpeg 1024w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1558-300x300.jpeg 300w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1558-150x150.jpeg 150w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1558-768x768.jpeg 768w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1558-1536x1536.jpeg 1536w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1558-2048x2048.jpeg 2048w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1558-1140x1140.jpeg 1140w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1558-75x75.jpeg 75w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1558-1320x1320.jpeg 1320w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">In der Tat Ouzus: Die zwischen Kapsel und Korken angebrachte Banderole mit dem Hekunftsnachweis.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Eine blutige Angelegenheit</h2>



<p>Ursprünglich – und hier kommt der entscheidende Hinweis, dass es sich um eine Rotweinsorte handelt – wurde die Sorte auch „Blut des Herkules“ genannt. Der Legende nach kämpfte Herkules gegen den Löwen von Nemea.&nbsp; Natürlich ging der Halbgott aus diesem Battle als Sieger hervor. Ob Unachtsamkeit oder Arroganz: In jedem Fall gelang dem Löwen auch ein Treffer. Er verletzte den griechischen Helden mit seiner Pranke und dessen Blut benetzte ein paar nahe stehende Trauben. Sie färbten sich tiefrot.</p>



<p>Am Ende zog Herkules dem Löwen gar das Fell ab und zog damit von dannen. Wäre es hingegen sein Vater Zeus gewesen, der gegen den Löwen kämpfte, hätte dieser – quasi als erste Amtshandlung – zunächst eine Löwin aus ihm gemacht und mit ihr zahlreiche Kinder gezeugt.&nbsp;Und mit den Kindern dann dasselbe, aber ich schweife ab …</p>



<p>Eine Sandale beziehungsweise ein Schuh wird draus, wenn man bedenkt, dass der Ort des Geschehens, nämlich Nemea, heute eine der prestigeträchtigsten Weinregionen Griechenlands ist. Und dreimal darf geraten werden, für welche eine Sorte sie bekannt ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Und wie schmeckt Agiorgitiko jetzt?</h2>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1567-1024x1024.jpeg" alt="Eine Flasche Nemea vom Weingut Zacharias auf einem Tisch neben einem gefüllten Glas." class="wp-image-1248" srcset="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1567-1024x1024.jpeg 1024w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1567-300x300.jpeg 300w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1567-150x150.jpeg 150w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1567-768x768.jpeg 768w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1567-1536x1536.jpeg 1536w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1567-2048x2048.jpeg 2048w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1567-1140x1140.jpeg 1140w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1567-75x75.jpeg 75w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1567-1320x1320.jpeg 1320w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Nemea (frei übersetzt: nimm mehr!) vom Weingut Zacharias</figcaption></figure>



<p>In jedem Fall stürzen wir uns heldenhaft in den Praxistest. Im Gegensatz zum deutschen Schlager mangelt es vielen noch so gut sortierten Weinhändlern an griechischem Wein. Für einen ersten Eindruck muss also eine Flasche reichen, in diesem Fall ist es der Nemea von <a href="https://zacharias.gr" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Zacharias</a> aus dem Jahr 2022. </p>



<p>Zunächst fällt auf, dass Herkules&#8216; Blut doch etwas dünner erscheint als angenommen – litt der Halbgott am Ende etwa unter Anämie?</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1568-1024x1024.jpeg" alt="Ein Glas Agiorgitiko aus der Vogelperspektive." class="wp-image-1247" srcset="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1568-1024x1024.jpeg 1024w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1568-300x300.jpeg 300w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1568-150x150.jpeg 150w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1568-768x768.jpeg 768w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1568-1536x1536.jpeg 1536w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1568-2048x2048.jpeg 2048w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1568-1140x1140.jpeg 1140w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1568-75x75.jpeg 75w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1568-1320x1320.jpeg 1320w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Agiorgitiko aus der Vogelperspektive, Gattung Schluckspecht.</figcaption></figure>



<p>In der Nase: dunkle Früchte, etwas Rauch, Veilchen und ein deutlich vernehmbarer Holzeinsatz. Für einen Alkoholgehalt von 14,5 Prozent erscheint dieser Nemea aber erstaunlich beweglich, definitiv eher ein mittelschweres Körpergewicht. Und für sein Alter von drei Jahren arbeitet sich mein Gaumen noch vehement an Säure und Tanninen ab, was allerdings eher untypisch für die Rebsorte ist.</p>



<p>Wer seinen Rotwein-Horizont also erweitern möchte, der sollte hier unbedingt mal zugreifen. Eine blutige Alternative bieten die Ungarn mit ihrem <a href="https://traubengucker.de/regionen/stierblut-saufen-bis-die-bullen-kommen/">Eger Stierblut</a>. Und wer gar kein Blut sehen mag, bleibt einfach am linken oder rechten Bordeaux-Ufer.</p>



<p>Yamas!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://traubengucker.de/rubrik/wat-wer-bist-du-denn-seltene-rebsorten/agiorgitiko-mehr-als-eine-herkulesaufgabe/">Agiorgitiko – mehr als eine Herkulesaufgabe</a> erschien zuerst auf <a href="https://traubengucker.de">Traubengucker</a>.</p>
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		<title>Elsässer Spitzen (2): Zotzenberg</title>
		<link>https://traubengucker.de/rubrik/elsaesser-spitzen-rubrik/elsaesser-spitzen-2-zotzenberg/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Feb 2025 15:48:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Elsässer Spitzen]]></category>
		<category><![CDATA[Rubrik]]></category>
		<category><![CDATA[Elsass]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Gewürztraminer]]></category>
		<category><![CDATA[Grand Cru]]></category>
		<category><![CDATA[Silvaner]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Willkommen zum zweiten Teil unserer (Wein)berg-Besichtigungstour durchs Elsass. Nachdem wir im ersten Teil den Blumenberg, den Florimont, bestiegen haben, geht es nun hurtigen Schenkels auf den Zotzenberg. Bevor es losgeht und die Wanderschuhe geschnürt werden aber noch einmal im Schnelldurchlauf: Das Elsass ist, gleich nach dem Roussillon, Frankreichs regenärmstes Anbaugebiet. Das liegt maßgeblich an den Vogesen, in deren Gipfeln die Tiefdruckgebiete aus dem Nordwesten hängenbleiben. Also schön eincremen, damit es keinen Sonnenbrand gibt. Was wir aber nicht brauchen: Besondere Utensilien für UV-Schutz bei Höhensonne, denn der Zotzenberg liegt im Tale eines Berghanges oberhalb vom Örtchen Mittelbergheim. Wir befinden uns also grob zwischen dem pittoresken Straßburg und dem noch pittoreskeren Colmar (Foto oben), direkt an der Elsässer Weinstraße. Und verstecken muss sich Mittelberheim schon mal gar nicht, schließlich wurde es von der Vereinigung&#160;&#8222;Les plus beaux villages de France&#8220;&#160;zu einem der schönsten Dörfer des Landes&#160;gewählt (das heißt in Frankreich schon was). Silvaner auf dem Zotzenberg gefragt In einem früheren Artikel haben wir uns der Rebsorte Silvaner beziehungsweise ihren Synonymen gewidmet. Außerhalb Deutschlands wird diese ursprünglich aus Österreich stammende Sorte allerdings kaum noch angebaut (nicht mal in Transilvanien!). Die große Ausnahme ist hier aber Frankreich, genauer: das Elsass. Und jetzt wird die Traube rund: Der Zotzenberg ist der einzige der 51 Grand Crus, in dem Silvaner als Rebsorte zugelassen ist. Allerdings müssen sich die Augen an die hiesige Schreibweise gewöhnen: Sylvaner wird im Elsass in der Regel mit y geschrieben. Mit dieser Schreibweise sind die Franzosen im Scrabble punktemäßig natürlich klar im Vorteil. Bei Spätburgunder (französisch: Pinot Noir) wendet sich das Blatt dann aber wieder unseren Gunsten &#8230; Was alle Elsässer Grand Crus gemeinsam haben: Kalk-Lehm-Böden und dass sie – viel Sonne, wenig Niederschlag – muskulöse Tropfen ins Glas bringen. Per Gesetz müssen die Weine ein Mindestmaß an 11 Prozent Alkoholvolumen aufweisen, bei Gewürztraminer sind es sogar 12,5 Prozent. Apropos: Das Weingut Boeckel, eben aus besagtem Mittelbergheim, hat auch einen wunderbaren Gewürztraminer auf die Flasche gezogen (im Elsass wird auf Umlaute verzichtet und &#8222;Gewurztraminer&#8220; aufs Etikett gedruckt). Dieser trockene Wein passt ganz hervorragend zu einem Münster-Käse oder vielen Gerichten der asiatischen Küche (spicy!). Lagerfähig ist er ebenso – wer ihn also vorerst in den Keller legt, hat noch ein echtes Els-Ass im Ärmel.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://traubengucker.de/rubrik/elsaesser-spitzen-rubrik/elsaesser-spitzen-2-zotzenberg/">Elsässer Spitzen (2): Zotzenberg</a> erschien zuerst auf <a href="https://traubengucker.de">Traubengucker</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Willkommen zum zweiten Teil unserer (Wein)berg-Besichtigungstour durchs Elsass. Nachdem wir im ersten Teil den Blumenberg, den <a href="https://traubengucker.de/rubrik/elsaesser-spitzen-1-florimont/">Florimont</a>, bestiegen haben, geht es nun hurtigen Schenkels auf den Zotzenberg. </p>



<p style="font-style:normal;font-weight:200">Bevor es losgeht und die Wanderschuhe geschnürt werden aber noch einmal im Schnelldurchlauf: Das Elsass ist, gleich nach dem Roussillon, Frankreichs regenärmstes Anbaugebiet. Das liegt maßgeblich an den Vogesen, in deren Gipfeln die Tiefdruckgebiete aus dem Nordwesten hängenbleiben. Also schön eincremen, damit es keinen Sonnenbrand gibt. Was wir aber nicht brauchen: Besondere Utensilien für UV-Schutz bei Höhensonne, denn der Zotzenberg liegt im Tale eines Berghanges oberhalb vom Örtchen Mittelbergheim.</p>



<p>Wir befinden uns also grob zwischen dem pittoresken Straßburg und dem noch pittoreskeren Colmar (Foto oben), direkt an der Elsässer Weinstraße. Und verstecken muss sich Mittelberheim schon mal gar nicht, schließlich wurde es von der Vereinigung&nbsp;&#8222;<a href="https://www.les-plus-beaux-villages-de-france.org/fr/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Les plus beaux villages de France</a>&#8220;&nbsp;zu einem der schönsten Dörfer des Landes&nbsp;gewählt (das heißt in Frankreich schon was).</p>



<h2 class="wp-block-heading">Silvaner auf dem Zotzenberg gefragt</h2>



<p>In einem <a href="https://traubengucker.de/rubrik/sy-sy-sympathische-synonyme/oesterreicher/">früheren Artikel</a> haben wir uns der Rebsorte Silvaner beziehungsweise ihren Synonymen gewidmet. Außerhalb Deutschlands wird diese ursprünglich aus Österreich stammende Sorte allerdings kaum noch angebaut (nicht mal in Transilvanien!). Die große Ausnahme ist hier aber Frankreich, genauer: das Elsass. <br>Und jetzt wird die Traube rund: Der Zotzenberg ist der einzige der 51 Grand Crus, in dem Silvaner als Rebsorte zugelassen ist. Allerdings müssen sich die Augen an die hiesige Schreibweise gewöhnen: Sylvaner wird im Elsass in der Regel mit y geschrieben. Mit dieser Schreibweise sind die Franzosen im Scrabble punktemäßig natürlich klar im Vorteil. Bei Spätburgunder (französisch: Pinot Noir) wendet sich das Blatt dann aber wieder unseren Gunsten &#8230;</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/01/IMG_9309-1024x1024.jpeg" alt="Der Grand Cru Zotzenberg Gewürztraminer 2019 von Boeckel" class="wp-image-903" srcset="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/01/IMG_9309-1024x1024.jpeg 1024w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/01/IMG_9309-300x300.jpeg 300w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/01/IMG_9309-150x150.jpeg 150w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/01/IMG_9309-768x768.jpeg 768w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/01/IMG_9309-1536x1536.jpeg 1536w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/01/IMG_9309-2048x2048.jpeg 2048w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/01/IMG_9309-1140x1140.jpeg 1140w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/01/IMG_9309-75x75.jpeg 75w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/01/IMG_9309-1320x1320.jpeg 1320w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Was zotzt du so?! Der Gewürztraminer vom Zotzenberg von Boeckel ist gerade bei einigen asiatischen Gerichten eine gute Begleitung.</figcaption></figure>



<p>Was alle Elsässer Grand Crus gemeinsam haben: Kalk-Lehm-Böden und dass sie – viel Sonne, wenig Niederschlag – muskulöse Tropfen ins Glas bringen. Per Gesetz müssen die Weine ein Mindestmaß an 11 Prozent Alkoholvolumen aufweisen, bei Gewürztraminer sind es sogar 12,5 Prozent.</p>



<p>Apropos: Das <a href="https://www.boeckel-alsace.com/en/en/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Weingut Boeckel</a>, eben aus besagtem Mittelbergheim, hat auch einen wunderbaren Gewürztraminer auf die Flasche gezogen (im Elsass wird auf Umlaute verzichtet und &#8222;Gewurztraminer&#8220; aufs Etikett gedruckt). Dieser trockene Wein passt ganz hervorragend zu einem Münster-Käse oder vielen Gerichten der asiatischen Küche (spicy!). Lagerfähig ist er ebenso – wer ihn also vorerst in den Keller legt, hat noch ein echtes Els-Ass im Ärmel. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://traubengucker.de/rubrik/elsaesser-spitzen-rubrik/elsaesser-spitzen-2-zotzenberg/">Elsässer Spitzen (2): Zotzenberg</a> erschien zuerst auf <a href="https://traubengucker.de">Traubengucker</a>.</p>
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		<title>Ingenhof &#8211; der Geist von Malente</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Jan 2025 16:06:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Noch ganz trocken? Weinbau im Norden]]></category>
		<category><![CDATA[Rubrik]]></category>
		<category><![CDATA[Cabernet Cantor]]></category>
		<category><![CDATA[PIWI]]></category>
		<category><![CDATA[Regent]]></category>
		<category><![CDATA[Souvignier Gris]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sylt statt Sancerre, Mecklenburg statt Medoc und Lüneburger Heide statt Langhe? Was zunächst wie ein aberwitziger Affront klingt (zumindest für Weinfreunde), ist eine zumindest halbwegs ernstgemeinte Fragestellung. Denn klassischer Weinanbau orientiert sich aufgrund des Klimawandels und immer mehr abenteuerorientierten Winzerinnen und Winzern stetig weiter gen Norden.&#160; Nun sind Weingüter in Schleswig-Holstein, Niedersachsen oder Mecklenburg-Vorpommern schon längst keine Nachricht mehr, die Scharen hinterm Ofen hervorlockt. Trotzdem bleibt es ein mehr als interessantes Thema, zumal witterungsbedingt (denn Sylt ist noch lange nicht Sancerre!) hauptsächlich PiWi-Sorten eingesetzt werden. Also widerstandsfähige Kreuzungen, die in Zukunft weltweit immer mehr Weinberge bevölkern werden. Ein weiterer Vorteil: Sie sind durch ihre Widerstandsfähigkeit auch automatisch nachhaltiger, da zu ihrem Schutz weniger gespritzt werden muss &#8211; quasi zwei Rebläuse mit einer Klappe. Das ist der Gipfel: Ein Weinberg in der Holsteinischen Schweiz Legen wir los mit einem Weinberg mitten in der Holsteinischen Schweiz. Die höchste Erhebung ist hier der Bungsberg und ist gerade mal so hoch wie zwei aufeinandergestapelte Alphörner. Auch Käsefondue sucht man hier vergebens. Nichtsdestotrotz bietet die hügelige Landschaft Potential für Weinbau. Das haben sich auch Melanie Engel und Karsten Wulf vom Weingut Ingenhof, knapp sechs Kilometer nördlich von Malente entfernt, gedacht. Auf einer Fläche von mittlerweile acht Hektar betreiben sie eines der nördlichsten Weingüter der Bundesrepublik. Dabei vertrauen sie ausnahmslos auf robuste, pilzwiderstandsfähige PiWis. Einer der aufgehenden Sterne unter den PiWi-Sorten ist zweifelsohne die weiße Souvignier Gris (Kreuzung aus Seyval Blanc und Zähringer). Sie bevölkert rund 205 Hektar Anbaufläche in Deutschland. Der Engel mit dem Eisbonbon Oft wird Souvignier Gris geschmacklich mit dem nicht nur hierzulande immer beliebter werdenden Grauburgunder verglichen. Auch der Souvignier Gris &#8222;Engel No.1&#8220; vom Weingut Ingenhof hat einen mindestens mittelvollen Körper und geizt nicht mit gelber Frucht. Leider gesellt sich auch Eisbonbon-Aroma dazu, was eventuell ein Hinweis darauf sein könnte, dass der Wein recht kühl vergoren wurde – bei Wein nicht so mein Ding (werde ich mir aber für die nächste Erkältungswelle merken und ans Bett stellen). Hart im Nehmen: Regen ist Regent egal Aber am Ingenhof sieht man auch rot: Hier sind die robusten Sorten Regent und Cabernet Cantor die Aushängeschilder. Ersterer steht halbtrocken ausgebaut aus dem Jahr 2020 vor mir auf dem Tisch. In der Nase drängen sich zunächst Gewürz-Aromen auf: etwas Pfeffer, Nelke und tatsächlich auch die auf der Ingerhof-Homepage erwähnte Minze. Dazu ein entfernter Klang Erdbeermarmelade. Im Abgang gibt’s noch einen Korb Waldbeeren dazu. Ein gut produzierter Wein, der sicherlich seine Fan-Base innerhalb der Primitivo-Gemeinde findet. Für fortgeschrittene Pinot-Anhänger dagegen eher weniger verlockend. Im Norden maximal Landwein Übrigens: Auch wenn Wein aus dem hohen Norden hie und da qualitativ überzeugt, darf er sich nicht Qualitätswein nennen. Dies ist nur Weinen aus den 13 zugelassenen deutschen Anbaugebieten (Rheingau, Rheinhessen, Baden etc.) vorbehalten. Bei Einhaltung gewisser Bestimmungen ist aber die Kategorie Landwein gültig. Eine Liga drunter turnt nur noch der Deutsche Wein rum, der die ehemalige Bezeichnung Tafelwein ersetzt. Ein Verzeichnis aller PiWi-Sorten sowie weiterführende Infos, findet Ihr auf der umfangreichen Seite PiWi International.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://traubengucker.de/rubrik/ingenhof-der-geist-von-malente/">Ingenhof &#8211; der Geist von Malente</a> erschien zuerst auf <a href="https://traubengucker.de">Traubengucker</a>.</p>
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<p>Sylt statt Sancerre, Mecklenburg statt Medoc und Lüneburger Heide statt Langhe? Was zunächst wie ein aberwitziger Affront klingt (zumindest für Weinfreunde), ist eine zumindest halbwegs ernstgemeinte Fragestellung. Denn klassischer Weinanbau orientiert sich aufgrund des Klimawandels und immer mehr abenteuerorientierten Winzerinnen und Winzern stetig weiter gen Norden.&nbsp;</p>



<p>Nun sind Weingüter in Schleswig-Holstein, Niedersachsen oder Mecklenburg-Vorpommern schon längst keine Nachricht mehr, die Scharen hinterm Ofen hervorlockt. Trotzdem bleibt es ein mehr als interessantes Thema, zumal witterungsbedingt (denn Sylt ist noch lange nicht Sancerre!) hauptsächlich PiWi-Sorten eingesetzt werden. Also widerstandsfähige Kreuzungen, die in Zukunft weltweit immer mehr Weinberge bevölkern werden. Ein weiterer Vorteil: Sie sind durch ihre Widerstandsfähigkeit auch automatisch nachhaltiger, da zu ihrem Schutz weniger gespritzt werden muss &#8211; quasi zwei Rebläuse mit einer Klappe.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/05/IMG_6854-1024x1024.jpeg" alt="Ein LKW mit Plane des Weinguts Ingenhof." class="wp-image-503" style="width:840px;height:auto" srcset="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/05/IMG_6854-1024x1024.jpeg 1024w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/05/IMG_6854-300x300.jpeg 300w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/05/IMG_6854-150x150.jpeg 150w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/05/IMG_6854-768x768.jpeg 768w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/05/IMG_6854-1536x1536.jpeg 1536w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/05/IMG_6854-2048x2048.jpeg 2048w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/05/IMG_6854-1140x1140.jpeg 1140w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/05/IMG_6854-75x75.jpeg 75w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Zwei Fragen, die sich aufdrängen: Wann fängt es an zu regnen? Und: Bewegt sich der Kompass, wenn der LKW wendet?</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Das ist der Gipfel: Ein Weinberg in der Holsteinischen Schweiz</h2>



<p>Legen wir los mit einem Weinberg mitten in der Holsteinischen Schweiz. Die höchste Erhebung ist hier der Bungsberg und ist gerade mal so hoch wie zwei aufeinandergestapelte Alphörner. Auch Käsefondue sucht man hier vergebens. Nichtsdestotrotz bietet die hügelige Landschaft Potential für Weinbau. Das haben sich auch Melanie Engel und Karsten Wulf vom <a href="https://www.ingenhof.de">Weingut Ingenho</a><a href="https://www.ingenhof.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">f</a>, knapp sechs Kilometer nördlich von Malente entfernt, gedacht. Auf einer Fläche von mittlerweile acht Hektar betreiben sie eines der nördlichsten Weingüter der Bundesrepublik.</p>



<p>Dabei vertrauen sie ausnahmslos auf robuste, pilzwiderstandsfähige <a href="https://traubengucker.de/regionen/rote-wuerste-weisser-wein-zu-besuch-in-europas-noerdlichstem-qualitaets-weinanbaugebiet/">PiWis</a>. Einer der aufgehenden Sterne unter den PiWi-Sorten ist zweifelsohne die weiße Souvignier Gris (Kreuzung aus Seyval Blanc und Zähringer). Sie bevölkert rund <a href="https://www.deutscheweine.de/weinbau/387/piwi-pilzwiderstandsfähige-reben" target="_blank" rel="noreferrer noopener">205 Hektar Anbaufläche in Deutschland</a>.</p>





<h2 class="wp-block-heading">Der Engel mit dem Eisbonbon</h2>



<p>Oft wird Souvignier Gris geschmacklich mit dem nicht nur hierzulande immer beliebter werdenden Grauburgunder verglichen. Auch der Souvignier Gris &#8222;Engel No.1&#8220; vom Weingut Ingenhof hat einen mindestens mittelvollen Körper und geizt nicht mit gelber Frucht. Leider gesellt sich auch Eisbonbon-Aroma dazu, was eventuell ein Hinweis darauf sein könnte, dass der Wein recht kühl vergoren wurde – bei Wein nicht so mein Ding (werde ich mir aber für die nächste Erkältungswelle merken und ans Bett stellen).</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/05/IMG_7142-1024x1024.jpeg" alt="Zwei Weine vom Weingut Ingenhof: der Souvignier Gris (links) und der Regent." class="wp-image-504" srcset="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/05/IMG_7142-1024x1024.jpeg 1024w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/05/IMG_7142-300x300.jpeg 300w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/05/IMG_7142-150x150.jpeg 150w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/05/IMG_7142-768x768.jpeg 768w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/05/IMG_7142-1536x1536.jpeg 1536w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/05/IMG_7142-2048x2048.jpeg 2048w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/05/IMG_7142-1140x1140.jpeg 1140w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/05/IMG_7142-75x75.jpeg 75w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Links der Souvenir Gris, rechts der Regent vom Weingut Ingenhof. Auf jeder Flasche prangt auf dem Rückenetikett der Umriss des Landes Schleswig-Holstein.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Hart im Nehmen: Regen ist Regent egal</h2>



<p>Aber am Ingenhof sieht man auch rot: Hier sind die robusten Sorten Regent und Cabernet Cantor die Aushängeschilder. Ersterer steht halbtrocken ausgebaut aus dem Jahr 2020 vor mir auf dem Tisch. In der Nase drängen sich zunächst Gewürz-Aromen auf: etwas Pfeffer, Nelke und tatsächlich auch die auf der Ingerhof-Homepage erwähnte Minze. Dazu ein entfernter Klang Erdbeermarmelade. Im Abgang gibt’s noch einen Korb Waldbeeren dazu.</p>



<p>Ein gut produzierter Wein, der sicherlich seine Fan-Base innerhalb der Primitivo-Gemeinde findet. Für fortgeschrittene Pinot-Anhänger dagegen eher weniger verlockend.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Im Norden maximal Landwein</h2>



<p>Übrigens: Auch wenn Wein aus dem hohen Norden hie und da qualitativ überzeugt, darf er sich nicht Qualitätswein nennen. Dies ist nur Weinen aus den 13 zugelassenen deutschen Anbaugebieten (Rheingau, Rheinhessen, Baden etc.) vorbehalten. Bei Einhaltung gewisser <a href="https://www.ble.de/SharedDocs/Downloads/DE/Ernaehrung-Lebensmittel/EU-Qualitaetskennzeichen/Antraege/Landweine/Landwein_Schleswig-Holsteinischer.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=3" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bestimmungen</a> ist aber die Kategorie Landwein gültig. Eine Liga drunter turnt nur noch der Deutsche Wein rum, der die ehemalige Bezeichnung Tafelwein ersetzt.</p>



<p>Ein Verzeichnis aller PiWi-Sorten sowie weiterführende Infos, findet Ihr auf der umfangreichen Seite <a href="https://piwi-international.org/?">PiWi </a><a href="https://piwi-international.org/?" target="_blank" rel="noreferrer noopener">International</a>.</p>
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		<title>Balzac</title>
		<link>https://traubengucker.de/rubrik/sy-sy-sympathische-synonyme/balzac/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Aug 2024 15:11:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sy Sy - Sympathische Synonyme]]></category>
		<category><![CDATA[Bandol]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Monastrell]]></category>
		<category><![CDATA[Mourvèdre]]></category>
		<category><![CDATA[Provence]]></category>
		<category><![CDATA[Spanien]]></category>
		<category><![CDATA[Südliche Rhône]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Schriftsteller Honoré de Balzac soll, wie Ludwig XIV., ein großer Fan von Rosé-Wein aus Tavel (südliche Rhône) gewesen sein. Als Franzose (geboren an der Loire, gewirkt und gestorben in Paris) dürfte er auch Zugang zu verschiedenen anderen Stilen gehabt haben, darunter auch eine recht frische &#8222;Erfindung&#8220;: der Champagner. &#8222;Großartige Liebesaffären starten mit Champagner und enden mit Kräutertee.&#8220; Honoré de Balzac&#160; Seinen Namen trägt nun ausgerechnet aber eine bullige, rote Traube, die ursprünglich aus Spanien kommt: Monastrell. Okay, das hat man schon mal gehört. So richtig geläufig dürfte vielen aber der französische Name Mourvèdre sein (die letzten beiden Silben bitte schön nasal aussprechen – bringt zehn Punkte auf der Weinsnob-Skala). Balzac: Bullig bis Brombeere In Südfrankreich, vor allem an der südlichen Rhône, ist sie fester Bestandteil der sogenannten GSM-Couvée: Grenache, Syrah und eben Mourvèdre.&#160;In der Provence, besonders in Bandol, wird sie sogar gut und gerne reinsortig für Rosé verwendet. Allerdings ist hier Winzergeschick gefragt: Bei der Vergärung entwickelt Mourvèdre nämlich nicht selten eine recht derbe, animalische Note. Wird Stallgeruch bei Rotwein goutiert beziehungsweise – je nach Geschmack – auch geradezu eingefordert, bleibt Mr. Ed zu einem leichten Rosé-Gedeck doch ein ungebetener Gast. Schwergewicht aus dem Süden Obwohl die Pferde also manchmal mit der Mourvèdre durchgehen, schützt sie ihre dicke Beerenhaut vor einigen Pilzkrankheiten sowie vor starker Kälte und Hitze. Insofern erfreut sie sich bei Winzern im äußersten Süden Spaniens und Frankreichs reger Beliebtheit. Mourvèdre neigt aber auch zu alkoholstarken Weinen, die dann wirklich eher an einen Schriftsteller mit schweren Knochen als an ein ätherisches&#160;Wesen erinnern.&#160;Bei den Primäraromen setzt sich typischerweise vor allem Brombeere durch. Lediglich in Charmante im Südwesten des Landes dürfte man bei der Bestellung eines Balzac ein Glas Wein bekommen; überall anders ein Buch.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://traubengucker.de/rubrik/sy-sy-sympathische-synonyme/balzac/">Balzac</a> erschien zuerst auf <a href="https://traubengucker.de">Traubengucker</a>.</p>
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<p>Schriftsteller Honoré de Balzac soll, wie Ludwig XIV., ein großer Fan von Rosé-Wein aus Tavel (südliche Rhône) gewesen sein. Als Franzose (geboren an der Loire, gewirkt und gestorben in Paris) dürfte er auch Zugang zu verschiedenen anderen Stilen gehabt haben, darunter auch eine recht frische &#8222;Erfindung&#8220;: der Champagner.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>&#8222;Großartige Liebesaffären starten mit Champagner und enden mit Kräutertee.&#8220;</p>
<cite>Honoré de Balzac&nbsp;</cite></blockquote>



<p>Seinen Namen trägt nun ausgerechnet aber eine bullige, rote Traube, die ursprünglich aus Spanien kommt: Monastrell. Okay, das hat man schon mal gehört. So richtig geläufig dürfte vielen aber der französische Name Mourvèdre sein (die letzten beiden Silben bitte schön nasal aussprechen – bringt zehn Punkte auf der Weinsnob-Skala). </p>



<h2 class="wp-block-heading">Balzac: Bullig bis Brombeere</h2>



<p>In Südfrankreich, vor allem an der südlichen Rhône, ist sie fester Bestandteil der sogenannten GSM-Couvée: Grenache, Syrah und eben Mourvèdre.&nbsp;In der Provence, besonders in Bandol, wird sie sogar gut und gerne reinsortig für <a href="https://traubengucker.de/regionen/rotling-alles-andere-als-ein-rohling/">Rosé</a> verwendet. Allerdings ist hier Winzergeschick gefragt: Bei der Vergärung entwickelt Mourvèdre nämlich nicht selten eine recht derbe, animalische Note. Wird Stallgeruch bei Rotwein goutiert beziehungsweise – je nach Geschmack – auch geradezu eingefordert, bleibt Mr. Ed zu einem leichten Rosé-Gedeck doch ein ungebetener Gast.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Schwergewicht aus dem Süden</h2>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/07/IMG_7795-1024x1024.jpeg" alt="Die Domaine de la Chartreuse in Châteauneuf-du-Pape" class="wp-image-632" style="width:840px;height:auto" srcset="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/07/IMG_7795-1024x1024.jpeg 1024w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/07/IMG_7795-300x300.jpeg 300w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/07/IMG_7795-150x150.jpeg 150w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/07/IMG_7795-768x768.jpeg 768w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/07/IMG_7795-1536x1536.jpeg 1536w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/07/IMG_7795-1140x1140.jpeg 1140w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/07/IMG_7795-75x75.jpeg 75w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/07/IMG_7795.jpeg 1624w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Domaine de la Chartreuse im klangvollen wie legendären Châteauneuf-du-Pape: ein Ort, an dem sich Mourvèdre und Wein-Jünger wohlfühlen.</figcaption></figure>



<p>Obwohl die Pferde also manchmal mit der Mourvèdre durchgehen, schützt sie ihre dicke Beerenhaut vor einigen Pilzkrankheiten sowie vor starker Kälte und Hitze. Insofern erfreut sie sich bei Winzern im äußersten Süden Spaniens und Frankreichs reger Beliebtheit. Mourvèdre neigt aber auch zu alkoholstarken Weinen, die dann wirklich eher an einen Schriftsteller mit schweren Knochen als an ein ätherisches&nbsp;Wesen erinnern.&nbsp;Bei den Primäraromen setzt sich typischerweise vor allem Brombeere durch.</p>



<p>Lediglich in Charmante im Südwesten des Landes dürfte man bei der Bestellung eines Balzac ein Glas Wein bekommen; überall anders ein Buch.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://traubengucker.de/rubrik/sy-sy-sympathische-synonyme/balzac/">Balzac</a> erschien zuerst auf <a href="https://traubengucker.de">Traubengucker</a>.</p>
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		<title>Beim Kanzler schwindet die Zustimmung</title>
		<link>https://traubengucker.de/rubrik/wat-wer-bist-du-denn-seltene-rebsorten/kanzler/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Jun 2024 14:49:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wat, wer bist Du denn?! Seltene Rebsorten]]></category>
		<category><![CDATA[Kanzler]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Während einige in der Republik noch sehnsüchtig auf den ersten grünen Kanzler warten, können wir verkünden: Es gibt ihn doch schon längst! Denn beim Kanzler handelt es sich um eine Weißweinsorte (und demnach eben von grüner Traubenfarbe), die – um im politischen Bild zu bleiben – jedoch immer weniger Anhänger unter den Weinbauern hat. Lediglich in Rheinhessen und der Pfalz kann sie ein paar schmale Hektar Anbaufläche vorweisen (Tendenz sinkend). Strippenzieher hinter dieser Kreuzung – und sozusagen Kanzlermacher – war auch in diesem Fall Georg Scheu. Er kreierte die Rebsorte aus Müller-Thurgau und Silvaner.  Die Vertrauensfrage stellen: Wie schmeckt das? Und wie kam er auf den Namen? Angeblich wurde er von den Kerneigenschaften der ersten drei deutschen Bundeskanzler abgeleitet: raffiniert wie Adenauer, voll und rund wie Erhard und elegant wie Kiesinger. Da er quasi auch farblos ist, könnten böse Zungen ihm sogar etwas von Olaf Scholz andichten. Aber so weit wollen wir es hier nicht kommen lassen … In jeden Fall hat man, wenn man seine Stimme für den Kanzler abgibt, einen aromatischen Tropfen im Glas. Trocken ausgebaut ist er sogar ein guter Begleiter für deftige Gerichte. Als Dessertwein kommt er in Sachen Alkohol zuverlässig über die 5-Prozent-Hürde.  Nicht zu verwechseln ist Kanzler übrigens mit der Sorte Chancellor. Sie ist eine Hybrid-Rebsorte, die in Frankreich gezüchtet wurde, heute aber nur noch in Nordamerika existiert. Ein transatlantisches Bündnis besteht hier also nachweislich nicht.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Während einige in der Republik noch sehnsüchtig auf den ersten grünen Kanzler warten, können wir verkünden: Es gibt ihn doch schon längst!</p>



<p>Denn beim Kanzler handelt es sich um eine Weißweinsorte (und demnach eben von grüner Traubenfarbe), die – um im politischen Bild zu bleiben – jedoch immer weniger Anhänger unter den Weinbauern hat. Lediglich in Rheinhessen und der Pfalz kann sie ein paar schmale Hektar Anbaufläche vorweisen (Tendenz sinkend). Strippenzieher hinter dieser Kreuzung – und sozusagen Kanzlermacher – war auch in diesem Fall <a href="https://traubengucker.de/rubrik/wat-wer-bist-du-denn-seltene-rebsorten/bei-der-perle-von-alzey-laeufts-nicht-rund/">Georg Scheu</a>. Er kreierte die Rebsorte aus Müller-Thurgau und <a href="https://traubengucker.de/rubrik/sy-sy-sympathische-synonyme/oesterreicher/">Silvaner</a>. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Vertrauensfrage stellen: Wie schmeckt das?</h2>



<p>Und wie kam er auf den Namen? Angeblich wurde er von den Kerneigenschaften der ersten drei deutschen Bundeskanzler abgeleitet: raffiniert wie Adenauer, voll und rund wie Erhard und elegant wie Kiesinger. Da er quasi auch farblos ist, könnten böse Zungen ihm sogar etwas von Olaf Scholz andichten. Aber so weit wollen wir es hier nicht kommen lassen …</p>



<p>In jeden Fall hat man, wenn man seine Stimme für den Kanzler abgibt, einen aromatischen Tropfen im Glas. Trocken ausgebaut ist er sogar ein guter Begleiter für deftige Gerichte. Als Dessertwein kommt er in Sachen Alkohol zuverlässig über die <a href="https://www.youtube.com/watch?v=06fN5m8EcxY">5-Prozent-Hürde</a>. </p>



<p>Nicht zu verwechseln ist Kanzler übrigens mit der Sorte Chancellor. Sie ist eine Hybrid-Rebsorte, die in Frankreich gezüchtet wurde, heute aber nur noch in Nordamerika existiert. Ein transatlantisches Bündnis besteht hier also nachweislich nicht.</p>



<p></p>
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		<title>Elsässer Spitzen (1): Florimont</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Jun 2024 07:55:06 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Rubrik]]></category>
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		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Gewürztraminer]]></category>
		<category><![CDATA[Grand Cru]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn es tatsächlich ein französisches Weinbaugebiet gibt, das etwas aus der Zeit gefallen zu sein scheint, dann trifft dies wohl am ehesten auf das Elsass zu. Fast schon chimärenhaft französische sowie deutsche Ess- und Trinkkultur abbildend, bietet das regenärmste (!) Anbaugebiet des Landes volle und ausladende Weine, die gerade leider so gar nicht den Mainstream-Geschmack treffen. Für viele heißt es beim Thema Elsass entsprechend: entweder raus oder Rhein. Grund genug, uns einmal diesen Sonnenfleck vor den Vogesen (von unserer Seite des Rheins aus gesehen, versteht sich) genauer anzuschauen. Das Elsass zählt 51 Grand Crus. Wir machen uns keine Illusionen, diese 51 Elsässer Spitzen alle zu besteigen und vorzustellen. Aber wir wollen es zumindest probieren. Die Wanderschuhe sind bestellt. Mal sehen, wie weit wir kommen. Gewürztraminer &#8211; what elsass?! Beginnen wir mit dem Florimont, dem Blumenberg. Grundsätzlich gibt es im Elsass die Unterscheidung zwischen Haut- und Bas-Rhin, also Hoch- und Niederrein. Florimont liegt im Haut-Rhin, quasi östlich vor den Toren der Stadt Colmar. Der rote Kreis auf der Karte (mein erster Versuch, mit diesem Tool umzugehen) zeigt die ungefähre Lage: Auf rund 300 Metern Höhe wächst und gedeiht hier auf kalkhaltigem Boden vor allem Gewürztraminer, dicht gefolgt von Riesling. 1992 erfolgte die Anerkennung des Gran-Cru-Status. &#8222;Florimont, blühender BergGelbe Tulpen, WindröschenWilde OrchideenDie Farben des ErzengelsFärben deinen Weinberg.&#8220; Aus dem Gedicht &#8222;Ingersa-Dorfburri&#8220; von Louis Roesch Durch die sehr vorteilhafte Sonneneinstrahlung schon früh morgens (Ostlage!) sowie die warmen und sonnigen Frühlinge und Sommer reifen die Trauben zeitig und entwickeln sich zu richtigen Zuckerbomben. Gegenüber lieblich ausgebauten Tropfen oder Süßweinen schmecken Cola und Gummibärchen plötzlich wie Heilwasser und Chicorée. Wer auf reife Typen steht, wird hier fündig Das Ergebnis sind füllig-opulente Weine mit dichter Struktur (wie wir eben gelesen haben, aber auch mit Dichter-Struktur). Der Vorteil: Nach einem Glas Gewürztraminer ist man bereits fürstlich gesättigt. Ausführlichere Informationen zum Florimont, den 50 weiteren Grand Crus des Elsass sowie das komplette Gedicht Louis Roeschs zum Blumenberg findet ihr auf der wirklich ausgezeichneten Seite von Vins d&#8217;Alsace.</p>
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<p>Wenn es tatsächlich ein französisches Weinbaugebiet gibt, das etwas aus der Zeit gefallen zu sein scheint, dann trifft dies wohl am ehesten auf das Elsass zu. Fast schon chimärenhaft <a href="https://traubengucker.de/regionen/klein-aber-malo-weine-aus-der-bretagne/">französische</a> sowie deutsche Ess- und Trinkkultur abbildend, bietet das regenärmste (!) Anbaugebiet des Landes volle und ausladende Weine, die gerade leider so gar nicht den Mainstream-Geschmack treffen. Für viele heißt es beim Thema Elsass entsprechend: entweder raus oder Rhein.</p>



<p>Grund genug, uns einmal diesen Sonnenfleck vor den Vogesen (von unserer Seite des Rheins aus gesehen, versteht sich) genauer anzuschauen. Das Elsass zählt 51 Grand Crus. Wir machen uns keine Illusionen, diese 51 Elsässer Spitzen alle zu besteigen und vorzustellen. Aber wir wollen es zumindest probieren. Die Wanderschuhe sind bestellt. Mal sehen, wie weit wir kommen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Gewürztraminer &#8211; what elsass?!</h2>



<p>Beginnen wir mit dem Florimont, dem Blumenberg. Grundsätzlich gibt es im Elsass die Unterscheidung zwischen Haut- und Bas-Rhin, also Hoch- und Niederrein. Florimont liegt im Haut-Rhin, quasi östlich vor den Toren der Stadt Colmar. Der rote Kreis auf der Karte (mein erster Versuch, mit diesem Tool umzugehen) zeigt die ungefähre Lage:</p>


<div id="wpgmza_map_1" class="wpgmza_map wpgmza-auto-left" style="display:block;width:100%;height:400px;overflow:hidden;position:relative;" data-map-id="1" data-maps-engine="open-layers" data-build-engine="atlas-novus" data-shortcode-attributes="{&quot;id&quot;:&quot;1&quot;,&quot;zoom&quot;:false,&quot;width&quot;:false,&quot;height&quot;:false,&quot;marker&quot;:false,&quot;classname&quot;:false}" data-settings="{&quot;map_title&quot;:&quot;Meine zweite 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<p>Auf rund 300 Metern Höhe wächst und gedeiht hier auf kalkhaltigem Boden vor allem Gewürztraminer, dicht gefolgt von Riesling. 1992 erfolgte die Anerkennung des Gran-Cru-Status.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>&#8222;Florimont, blühender Berg<br>Gelbe Tulpen, Windröschen<br>Wilde Orchideen<br>Die Farben des Erzengels<br>Färben deinen Weinberg.&#8220;</p>
<cite>Aus dem Gedicht &#8222;Ingersa-Dorfburri&#8220; von Louis Roesch</cite></blockquote>



<p>Durch die sehr vorteilhafte Sonneneinstrahlung schon früh morgens (Ostlage!) sowie die warmen und sonnigen Frühlinge und Sommer reifen die Trauben zeitig und entwickeln sich zu richtigen Zuckerbomben. Gegenüber lieblich ausgebauten Tropfen oder Süßweinen schmecken Cola und Gummibärchen plötzlich wie Heilwasser und Chicorée.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wer auf reife Typen steht, wird hier fündig</h2>



<p>Das Ergebnis sind füllig-opulente Weine mit dichter Struktur (wie wir eben gelesen haben, aber auch mit Dichter-Struktur). Der Vorteil: Nach einem Glas <a href="https://traubengucker.de/wp-admin/post.php?post=554&amp;action=edit">Gewürztraminer</a> ist man bereits fürstlich gesättigt.</p>



<p>Ausführlichere Informationen zum Florimont, den 50 weiteren Grand Crus des Elsass sowie das komplette Gedicht Louis Roeschs zum Blumenberg findet ihr auf der wirklich ausgezeichneten Seite von <a href="http://VinsAlsace.com" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Vins d&#8217;Alsace</a>.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_7003-1024x1024.jpeg" alt="Der Gewürztraminer von Jean Geiler aus dem Grand Cru Florimont." class="wp-image-407" srcset="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_7003-1024x1024.jpeg 1024w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_7003-300x300.jpeg 300w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_7003-150x150.jpeg 150w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_7003-768x768.jpeg 768w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_7003-1536x1536.jpeg 1536w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_7003-2048x2048.jpeg 2048w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_7003-1140x1140.jpeg 1140w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_7003-75x75.jpeg 75w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Lieblich, statt niedlich: Der Gewürztraminer aus dem Hause Jean Geiler, eine der ältesten Winzergenossenschaften des Elsass, aus dem Grand Cru Florimont. PS: Im Elsass wird beim <em>Gewurztraminer</em> auf den Umlaut verzichtet.</figcaption></figure>
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		<title>Bei der Perle von Alzey läuft&#8217;s nicht rund</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Apr 2024 14:15:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rubrik]]></category>
		<category><![CDATA[Wat, wer bist Du denn?! Seltene Rebsorten]]></category>
		<category><![CDATA[Perle von Alzey]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was wie ein Song der Flippers klingt, ist der klangvolle Name einer Rebe, die blumige Weißweine ins Glas bringt. Zahlenmäßig geht die Perle leider langsam vor die Säue.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://traubengucker.de/rubrik/wat-wer-bist-du-denn-seltene-rebsorten/bei-der-perle-von-alzey-laeufts-nicht-rund/">Bei der Perle von Alzey läuft&#8217;s nicht rund</a> erschien zuerst auf <a href="https://traubengucker.de">Traubengucker</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Was zuerst wie ein Song der <a href="https://www.youtube.com/watch?v=shuo3jPJlqs" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Flippers</a> klingt, ist tatsächlich der klangvolle Name einer Rebsorte, die &#8211; wie sollte es bei der Bezeichnung auch anders sein &#8211; blumige und zarte Weißweine ins Glas zaubert. Mmmh, das perlt. </p>



<p>Das Licht der Welt erblickte die Perle (tatsächlich eine gängige Kurzform) im Jahr 1927 in der rheinland-pfälzischen Nibelungenstadt Alzey. Und einmal mehr hat hier Georg Scheu seine Finger im Spiel. Wie schon bei der Scheu- oder Huxelrebe gelang dem gewichtigen deutschen Rebzüchter auch hier eine erfolgreiche Neukreuzung &#8211; dieses Mal aus Müller-Thurgau und Gewürztraminer. Dass dabei kein spritziger und säurebetonter Begleiter für eine Austernplatte herauskommt, war bei diesen Eltern also zu erwarten (aber natürlich waren damals ganz andere Weinstile en vogue).</p>



<p>Im Gegensatz zur bereits erwähnten Scheurebe kam die große Zeit der Perle aber nie. 2011 betrug die Verbreitung der Rebsorte in Deutschland 37 ha (Quelle: Farbatlas Rebsorten, Hans Ambrosi), ein Jahr später nur noch 27 ha (Quelle: <a href="https://www.lwg.bayern.de/weinbau/rebe_weinberg/076493/index.php" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau</a>). Aktuelle Zahlen: Fehlanzeige. Nicht, dass wir irgendwann die Perlentaucher zum Suchen losschicken müssen …</p>



<h2 class="wp-block-heading">Nicht die einzige Perle in der Schatulle</h2>



<p>Übrigens haben auch noch andere Rebsorten schmucke Namen: Perle von Csaba, eine Züchtung des Ungarn Adolf Stark, der sein Geschöpf nach seiner Heimatstadt Békéscsaba nannte (dankenswerterweise aber nach der Kurzform).</p>



<p>Nicht zu verwechseln mit der Perle von Zala: Sie ist eine Sorte, die vorwiegend in <a href="https://traubengucker.de/regionen/stierblut-saufen-bis-die-bullen-kommen/">Ungarn</a> angebaut wird und deren einer Elternteil die Perle von Csaba ist.<br>Etwas bekannter ist dagegen &#8211; um uns weiter an der Perlenschnur entlangzuhangeln &#8211; die Perlette, also kleine Perle. Aus ihr werden nicht selten Rosinen gemacht, verkauft sich aber auch als schlichte Tafeltraube gut.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://traubengucker.de/rubrik/wat-wer-bist-du-denn-seltene-rebsorten/bei-der-perle-von-alzey-laeufts-nicht-rund/">Bei der Perle von Alzey läuft&#8217;s nicht rund</a> erschien zuerst auf <a href="https://traubengucker.de">Traubengucker</a>.</p>
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		<title>Österreicher</title>
		<link>https://traubengucker.de/rubrik/sy-sy-sympathische-synonyme/oesterreicher/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Feb 2024 08:00:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Sy Sy - Sympathische Synonyme]]></category>
		<category><![CDATA[Franken]]></category>
		<category><![CDATA[Österreicher]]></category>
		<category><![CDATA[Rheinhessen]]></category>
		<category><![CDATA[Silvaner]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Servus! Diesen Österreicher kennt ihr alle. Besonders geprägt hat er die Weinlandschaft in Franken.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://traubengucker.de/rubrik/sy-sy-sympathische-synonyme/oesterreicher/">Österreicher</a> erschien zuerst auf <a href="https://traubengucker.de">Traubengucker</a>.</p>
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<p>Vielleicht ist er nicht so berühmt wie Mozart oder Falco, verstecken muss sich dieser Österreicher aber dennoch nicht: der Grüne Silvaner. Freunde dürfen ihn auch nur Silvaner nennen.</p>



<p>Es gab Zeiten, da war der HSV noch eine richtig große Nummer im Fußball (übrigens auch unter einem Österreicher: Ernst Happel) und der Silvaner eine der meist angebauten Rebsorten Deutschlands. Letzteres liegt sogar noch gut ein Jahrzehnt länger zurück &#8211; wir sind in den frühen 1970er-Jahren.</p>



<p>Heutzutage trifft man den Silvaner am ehesten in Rheinhessen an, wo er mit knapp unter 2.000 Hektar die größte Anbaufläche hat. Überhaupt nicht an ihm vorbei kommt man aber weiter östlich in Franken, wo er zwar weniger Anbaufläche besitzt im Vergleich zu Rheinhessen, den Rebsortenspiegel aber stolz anführt. Franken und Silvaner &#8211; das passt (hier spielen natürlich auch die Böden &#8211; Muschelkalk und Keuper &#8211; eine gewichtige Rolle). Die besten Exemplare davon gibt’s in dem für Franken typischen Bocksbeutel.</p>



<p>Außer Landes hat sich die Traube vor allem im Elsass einen Namen gemacht. Apropos, dort wird sie allerdings so geschrieben: Sylvaner.&nbsp;</p>



<p>Und um das Ganze zu komplettieren: In der Schweiz nutzt und liebt man den Silvaner als Johannisberg.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Und warum ist sie nun auch als &#8222;Österreicher&#8220; bekannt?</h2>



<p>Angeblich waren es Pfälzer Winzer, die die neu eingeführte Sorte aus dem Süden &#8211; jetzt sind wir Pi mal Daumen im 18. Jahrhundert &#8211; schließlich als &#8222;Österreicher&#8220; bezeichneten. Und damit trafen sie genau ins Schwarze. Denn moderne Genanalysen haben nun in der Tat ermittelt, dass die Rebsorte das natürliche Produkt der Gspusi zwischen Traminer und Österreichisch Weiß ist und damit ein waschechter Alpenwohner war.&nbsp;</p>



<p>Schade nur, dass sie in ihrem eigentlich <a href="https://traubengucker.de/regionen/einfach-mal-runterkommen-weine-aus-der-thermenregion/">Heimatland</a> heute eine maximal untergeordnete Rolle spielt &#8211; dort haben ihr der Grüne Veltliner und der <a href="https://traubengucker.de/regionen/methusalem-von-maribor/">Riesling</a> den Rang abgelaufen.</p>



<p>Bussi und Baba!</p>
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		<title>André &#8211; mehr Mähren geht nicht</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Jan 2024 18:50:33 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Wat, wer bist Du denn?! Seltene Rebsorten]]></category>
		<category><![CDATA[André]]></category>
		<category><![CDATA[Tschechien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Darf ich vorstellen: André ist ein charmanter Geselle jungen Alters und stammt ursprünglich aus Mähren.</p>
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<p>Der weiche Chantré und der rote André &#8211; zwei Gäste, die für ausgelassene Stimmung sorgen. Bei Letzterem handelt es sich aber nicht um einen Weinbrand aus dem unteren Preissegment, sondern um eine Rotweinsorte, die als Neuzüchtung gilt, da ihre Kreuzung gerade mal knapp über sechzig Jahre her ist. </p>



<p>Zugetragen hat sich das Ganze im tschechischen <a href="https://www.velke-pavlovice.cz">Velké Pavlovic</a><a href="https://www.velke-pavlovice.cz" target="_blank" rel="noreferrer noopener">e</a> &#8211; einer Stadt, die neben dem Wein auch für ihre Aprikosen bekannt ist (wieder was gelernt).<br>Jaroslav Horák benannte seine geglückte Neuzüchtung nach dem deutschen Pädagogen Christian Karl André (einen Nachnamen konnte sich seine Familie nicht leisten), der sich vor allem als Landwirt einen Namen machte und in dieser Funktion auch eine Zeit lang in Brünn, Hauptstadt der Region Mähren, umtriebig war.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wo man die Sorte in Deutschland findet</h2>



<p>Interessant ist zudem, dass die André-Traube die gleichen Kreuzungseltern hat wie der bekanntere Zweigelt (insofern quasi der Bruder): Blaufränkisch und St. Laurent. Da schlägt sich also auch die Nähe zum südlichen Nachbarn <a href="https://traubengucker.de/regionen/einfach-mal-runterkommen-weine-aus-der-thermenregion/">Österreich</a> nieder.</p>



<p>Zu Hause ist André &#8211; nach wie vor &#8211; in Tschechien und der Slowakei. Gute Chancen, ihm über den Weg zu laufen, habt ihr aber auch im deutschen Anbaugebiet Saale-Unstrut. Die Winzervereinigung <a href="https://www.winzervereinigung-freyburg.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Freyburg-Unstrut</a> hat zum Beispiel einen todschicken André abgefüllt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/01/IMG_6591-1024x1024.jpeg" alt="Eine Flasche André von der Winzervereinigung Freiburg-Unstrut." class="wp-image-283" srcset="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/01/IMG_6591-1024x1024.jpeg 1024w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/01/IMG_6591-300x300.jpeg 300w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/01/IMG_6591-150x150.jpeg 150w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/01/IMG_6591-768x768.jpeg 768w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/01/IMG_6591-1536x1536.jpeg 1536w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/01/IMG_6591-2048x2048.jpeg 2048w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/01/IMG_6591-1140x1140.jpeg 1140w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/01/IMG_6591-75x75.jpeg 75w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Darfs mal etwas andrés sein?</figcaption></figure>
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