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	<title>Rosé Archive - Traubengucker</title>
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	<title>Rosé Archive - Traubengucker</title>
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		<title>Rosé aus Bandol: Mach das Glas voll!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Sep 2026 06:40:22 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Knapp 17 Grad Celsius unter einer bleiernen Wolkendecke – der Spätsommer legt in Norddeutschland nochmal den Turbo ein. Mit anderen Worten: die passende Gelegenheit, den Blick auf einen besonderen Rosé-Landstrich zu richten. In Sachen Rosé hat Südfrankreich vor allem die große AOP Côtes de Provence zu bieten. Die kleine AOP Bandol wirkt dagegen wie eine Attraktion aus dem Miniatur Wunderland. In nackten Zahlen sind das knapp 20.000 Hektar (Côtes de Provence) gegenüber läppischen 1.600 Hektar (Bandol). Warum es sich dennoch lohnt, Rosé aus Bandol genauer zu betrachten, möchte ich im Folgenden ausführen. Mourvèdre &#8211; die Seele des Bandol Also, was macht Bandol so toll? In &#8222;Rosé &#8211; das Buch zum Wein&#8220; führe ich die Leserinnen und Leser durch die Rosé-Gebiete der Welt. Naturgemäß stellt Frankreich, speziell die Provence, in diesem Zusammenhang das Filetstück dar. Aber das kleine Bandol, das sich über wenige Kilometer zwischen La Ciotat und Toulon erstreckt, bietet besondere Bedingungen für den Weinbau: Neben einer Vielzahl an Terroirs (rote Lehmböden sowie Kalkstein- und Sandsteinböden wechseln sich hier ab) schützen Gebirgsketten die Reben vor dem einpeitschenden Nordwind. Hier fühlt sich speziell eine Sorte pudelwohl: die Mourvèdre (in Spanien als Monastrell bekannt). Im Gegensatz zu Grenache oder Syrah gibt sie dem Wein noch etwas mehr Kraft und Kante. Bei Rosés aus dieser Appellation ist es sogar vorgeschrieben, dass der Mindestanteil an Mourvèdre bei 20 Prozent liegen muss, bei Rotweinen sind es gar 50 Prozent. In den Cuvées spielen neben Mourvèdre, Grenache und Syrah noch die Sorten Cinsault sowie Carignan eine nicht unwichtige Rolle. Mistral statt Mehltau: Warum Bandols Reben gesund bleiben Wie der Rest der Provence erlebte Bandol den Beginn seiner Weinbautradition vor rund 2.600 Jahren mit der Ankunft der Griechen. Aus dem Hafen des gleichnamigen Ortes wurden die Weine früher in alle Richtungen verschifft. 1941 erhielt es als eine der ersten Weingegenden des Landes den Status der geschützten Ursprungsbezeichnung (damals noch AOC, heute AOP). Rund 3.000 Sonnenstunden gibt es hier im Jahr, dem gegenüber steht eine Niederschlagsmenge von 600 Millimetern pro Jahr &#8211; Berlin hat nicht unbedingt weniger Regen, nur setzt im Bandol nach dem Regen oft der scharfe Mistral ein und trocknet die Weinberge schnell wieder. So bleiben die Reben auf natürliche Weise gesund und Pilzkrankheiten die absolute Seltenheit. Nase rein, der Spaß beginnt Für den kleinen Praxis-Test zu Hause habe ich mir zwei Rosés aus dem Bandol bestellt, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Wir starten mit dem &#8222;Les Adrets&#8220; (58 Prozent Mourvèdre, 30 Prozent Grenache, 12 Prozent Cinsault) von 2025 aus dem Hause Moulin de la Roque, immerhin ausgezeichnet mit dem Gold Concours Mondial de Bruxelles. Im Glas haben wir ein helles Lachs-Rosa, das spontan an einen typischen Provence-Rosé erinnert &#8230; aber eben eher aus den AOPs Côtes de Provence, Coteaux Varois oder Coteaux d&#8217;Aix-en-Provence. In die Nase rückt zunächst eine enorme Frische vor, dann Wassermelone, etwas Rose sowie zitrische Noten (Grapefruit). Am Gaumen entwickelt sich durch die angenehm belebende Säure und den schlanken Körper augenblicklich eine enorme Zugkraft. Gedanklich befinden wir uns spätestens jetzt am Plage de Renecros des alten Fischerörtchens Bandol und springen kopfüber in die Wellen. Dabei nehmen wir trotzdem Anklänge von Rose, Grapefruit und Andeutungen dunkler Kirschen wahr. Der Abgang ist herrlich würzig, garniert mit allen Kräutern, die zwischen den Pinien hinter den Steinmauern wachsen, welche die Ferienhäuser der Schönen und Reichen vom lauten Touristenpöbel am Strand trennen.Kurzum: Ein Wein, den man auch genüsslich wegsüffeln kann, wenn das Wassereis aus sein sollte. Für rund 14 Euro bekommt man mit dem &#8222;Les Adrets&#8220; einen wirklich guten Rosé ins Glas. Mehr als Sommerwein: Bandol zeigt, wie komplex Rosé sein kann Als nächstes gieße ich mir den &#8222;Domaine de Terrebrune&#8220; ins Glas. Im aktuellen Rosé-Test der Vinum belegt dieser in der Kategorie &#8222;Rosé trocken über 20 Euro&#8220; den zweiten Platz. Der Unterschied zum &#8222;Les Adrets&#8220; macht sich schon farblich bemerkbar. Hier haben wir einen deutlich dunkleren Farbton, der ins orangefarbene geht und bei der Aperol-Fraktion für Freude sorgen sollte. Schon in der Nase nehme ich gleich mehr Tiefe und Komplexität wahr als bei Wein Nummer eins, konkret: reifer Apfel, Cassis und &#8211; durch den Ausbau im Holz &#8211; etwas Kokos sowie Vanille. Zudem macht sich ein animalischer Duft breit, der auf die rassige Mourvèdre zurückzuführen ist. Die Traube ergibt von Haus aus alkoholstarke Weine, die vor Tanninen nur so strotzen. Bei dieser Cuvée haben wir 60 Prozent Mourvèdre, 20 Prozent Grenache, 20 Prozent Cinsault &#8211; ergibt 100 Prozent Bandol. Preislich sind wir hier bei rund 24 Euro, also in Sachen Rosé schon im Prestige-Segment. Speedboat oder Steinpfad? Zwei Bandol-Rosés, zwei Charaktere Am Gaumen setzt sich dieser erste Eindruck aromatisch nicht nur logisch fort, hier entfaltet dieser Wein seine volle Wucht: bei einem zumindest mittleren Körper verfügt er über eine erstaunliche Frische und wirkt gleichzeitig umfangreich und komplex. Ein Rosé, der einen erstmal zum Innehalten und Nachfühlen animiert &#8211; mag ich. Glich der &#8222;Les Adrets&#8220; einem sportlichen Ritt auf einem Speedboat entlang der Küste, ist der &#8222;Terrebrune&#8220; ein Spaziergang hurtigen Schenkels durch die karge Landschaft der südlichen Provence. Und auch in Sachen Essensbegleitung haben wir mit diesen zwei Rosés alle Trümpfe in der Hand: Zu &#8222;Les Adrets&#8220; stehen die typischen Provence-Leckereien auf dem Tisch: gebratener Fisch, Austern, Salat und Aïoli. Beim &#8222;Terrebrune&#8220; dürfen wir noch eine Schippe drauflegen: Hier passt sogar ein opulentes Grill-Menü – ja, auch unbedingt mit Fleisch! Rosé statt Super Plus: Warum sich der Tankstopp in Bandol lohnt In &#8222;Rosé &#8211; das Buch zum Wein&#8220; gehe ich häufig auf Tavel und Bandol ein, wenn es darum geht, Rosés mit Muckis auf den Tisch zu stellen, die auch mit Fleischgerichten mithalten können. Zumindest der &#8222;Terrebrune&#8220; ist ein Beispiel, wo ich dieses Pairing sofort unterschreiben würde. Gleichzeitig zeigt unser Mini-Test, wie umfangreich beziehungsweise unterschiedlich das Ergebnis einer kleinen AOP wie Bandol mit einer überschaubaren Anbaufläche von nur circa 1.600 Hektar ausfallen kann &#8211; und das bei einer identischen Rebsortenzusammenstellung mit nur leichten Unterschieden in der Verteilung. Wenn Ihr also das nächste Mal auf der A50 auf dem Weg von Marseille nach Monaco seid, einfach mal die Abfahrt Bandol nehmen und dort einmal mit Rosé volltanken (anschließend den Wagen aber stehen lassen!). Noch dürfte der Liter für hochwertige Lagen-Rosés zwar dezent teurer sein als der für Benzin, bei Diesel sollten wir aber bereits deutlich drüber liegen. Bleibt nur noch eine Frage: Kommt nach dem Tank- bald auch der Rosé-Rabatt?!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://traubengucker.de/regionen-2/rose-aus-bandol-mach-das-glas-voll/">Rosé aus Bandol: Mach das Glas voll!</a> erschien zuerst auf <a href="https://traubengucker.de">Traubengucker</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Knapp 17 Grad Celsius unter einer bleiernen Wolkendecke – der Spätsommer legt in Norddeutschland nochmal den Turbo ein. Mit anderen Worten: die passende Gelegenheit, den Blick auf einen besonderen Rosé-Landstrich zu richten.<br><br>In Sachen Rosé hat Südfrankreich vor allem die große AOP Côtes de Provence zu bieten. Die kleine <a type="link" href="https://www.bandoltourisme.fr/en/bandol/the-destination/bandol-wines/" id="https://www.bandoltourisme.fr/en/bandol/the-destination/bandol-wines/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">AOP Bandol</a> wirkt dagegen wie eine Attraktion aus dem <em>Miniatur Wunderland</em>. In nackten Zahlen sind das knapp 20.000 Hektar (Côtes de Provence) gegenüber läppischen 1.600 Hektar (Bandol). Warum es sich dennoch lohnt, Rosé aus Bandol genauer zu betrachten, möchte ich im Folgenden ausführen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Mourvèdre &#8211; die Seele des Bandol</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Also, was macht Bandol so toll? In &#8222;<a href="https://traubengucker.de/regionen/rose-das-buch-zum-wein/">Rosé &#8211; das Buch zum Wein</a>&#8220; führe ich die Leserinnen und Leser durch die Rosé-Gebiete der Welt. Naturgemäß stellt Frankreich, speziell die Provence, in diesem Zusammenhang das Filetstück dar. Aber das kleine Bandol, das sich über wenige Kilometer zwischen La Ciotat und Toulon erstreckt, bietet besondere Bedingungen für den Weinbau: Neben einer Vielzahl an Terroirs (rote Lehmböden sowie Kalkstein- und Sandsteinböden wechseln sich hier ab) schützen Gebirgsketten die Reben vor dem einpeitschenden Nordwind. Hier fühlt sich speziell eine Sorte pudelwohl: die Mourvèdre (in Spanien als Monastrell bekannt).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Gegensatz zu Grenache oder Syrah gibt sie dem Wein noch etwas mehr Kraft und Kante. Bei Rosés aus dieser Appellation ist es sogar vorgeschrieben, dass der Mindestanteil an Mourvèdre bei 20 Prozent liegen muss, bei Rotweinen sind es gar 50 Prozent. In den Cuvées spielen neben Mourvèdre, Grenache und Syrah noch die Sorten Cinsault sowie Carignan eine nicht unwichtige Rolle.</p>


<div class="wp-block-image wp-duotone-unset-1">
<figure class="aligncenter size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2026/07/IMG_8059-1024x1024.jpeg" alt="Sonnenuntergang in der Provence" class="wp-image-1915" srcset="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2026/07/IMG_8059-1024x1024.jpeg 1024w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2026/07/IMG_8059-300x300.jpeg 300w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2026/07/IMG_8059-150x150.jpeg 150w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2026/07/IMG_8059-768x768.jpeg 768w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2026/07/IMG_8059-1536x1536.jpeg 1536w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2026/07/IMG_8059-2048x2048.jpeg 2048w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2026/07/IMG_8059-1140x1140.jpeg 1140w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2026/07/IMG_8059-75x75.jpeg 75w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2026/07/IMG_8059-1320x1320.jpeg 1320w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Am Abend kommt <em>rosé</em> an der Côte d’Azur&nbsp;oft von ganz allein.</figcaption></figure>
</div>


<h2 class="wp-block-heading">Mistral statt Mehltau: Warum Bandols Reben gesund bleiben</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wie der Rest der Provence erlebte Bandol den Beginn seiner Weinbautradition vor rund 2.600 Jahren mit der Ankunft der Griechen. Aus dem Hafen des gleichnamigen Ortes wurden die Weine früher in alle Richtungen verschifft. 1941 erhielt es als eine der ersten Weingegenden des Landes den Status der geschützten Ursprungsbezeichnung (damals noch AOC, heute AOP). Rund 3.000 Sonnenstunden gibt es hier im Jahr, dem gegenüber steht eine Niederschlagsmenge von 600 Millimetern pro Jahr &#8211; Berlin hat nicht unbedingt weniger Regen, nur setzt im Bandol nach dem Regen oft der scharfe Mistral ein und trocknet die Weinberge schnell wieder. So bleiben die Reben auf natürliche Weise gesund und Pilzkrankheiten die absolute Seltenheit.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Nase rein, der Spaß beginnt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für den kleinen Praxis-Test zu Hause habe ich mir zwei Rosés aus dem Bandol bestellt, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Wir starten mit dem &#8222;Les Adrets&#8220; (58 Prozent Mourvèdre, 30 Prozent Grenache, 12 Prozent Cinsault) von 2025 aus dem Hause <a href="https://www.la-roque-bandol.com" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Moulin de la Roque</a>, immerhin ausgezeichnet mit dem <a href="https://concoursmondial.com/en/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Gold Concours Mondial de Bruxelles</a>. Im Glas haben wir ein helles Lachs-Rosa, das spontan an einen typischen Provence-Rosé erinnert &#8230; aber eben eher aus den AOPs Côtes de Provence, Coteaux Varois oder Coteaux d&#8217;Aix-en-Provence.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2026/07/IMG_4828-1024x1024.jpeg" alt="Der Bandol-Rosé &quot;Terrebrune&quot; und der &quot;Les Adrets&quot; auf einem Küchentisch" class="wp-image-1914" srcset="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2026/07/IMG_4828-1024x1024.jpeg 1024w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2026/07/IMG_4828-300x300.jpeg 300w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2026/07/IMG_4828-150x150.jpeg 150w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2026/07/IMG_4828-768x768.jpeg 768w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2026/07/IMG_4828-1536x1536.jpeg 1536w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2026/07/IMG_4828-2048x2048.jpeg 2048w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2026/07/IMG_4828-1140x1140.jpeg 1140w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2026/07/IMG_4828-75x75.jpeg 75w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2026/07/IMG_4828-1320x1320.jpeg 1320w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Zwei Typen aus der Provinz &#8230; äh &#8230; Provence: der Bandol-Rosé &#8222;Terrebrune&#8220; und der &#8222;Les Adrets&#8220;</figcaption></figure>
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<p class="wp-block-paragraph">In die Nase rückt zunächst eine enorme Frische vor, dann Wassermelone, etwas Rose sowie zitrische Noten (Grapefruit). Am Gaumen entwickelt sich durch die angenehm belebende Säure und den schlanken Körper augenblicklich eine enorme Zugkraft. Gedanklich befinden wir uns spätestens jetzt am Plage de Renecros des alten Fischerörtchens Bandol und springen kopfüber in die Wellen. Dabei nehmen wir trotzdem Anklänge von Rose, Grapefruit und Andeutungen dunkler Kirschen wahr. Der Abgang ist herrlich würzig, garniert mit allen Kräutern, die zwischen den Pinien hinter den Steinmauern wachsen, welche die Ferienhäuser der Schönen und Reichen vom lauten Touristenpöbel am Strand trennen.<br>Kurzum: Ein Wein, den man auch genüsslich wegsüffeln kann, wenn das Wassereis aus sein sollte. Für rund 14 Euro bekommt man mit dem &#8222;Les Adrets&#8220; einen wirklich guten Rosé ins Glas.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Mehr als Sommerwein: Bandol zeigt, wie komplex Rosé sein kann</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Als nächstes gieße ich mir den &#8222;<a href="https://www.terrebrune.fr" data-type="link" data-id="https://www.terrebrune.fr" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Domaine de Terrebrune</a>&#8220; ins Glas. Im aktuellen Rosé-Test der <em><a href="https://www.vinum.eu/de/events/awards/worldofrose/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Vinum</a></em> belegt dieser in der Kategorie &#8222;Rosé trocken über 20 Euro&#8220; den zweiten Platz. Der Unterschied zum &#8222;Les Adrets&#8220; macht sich schon farblich bemerkbar. Hier haben wir einen deutlich dunkleren Farbton, der ins orangefarbene geht und bei der Aperol-Fraktion für Freude sorgen sollte.<br><br>Schon in der Nase nehme ich gleich mehr Tiefe und Komplexität wahr als bei Wein Nummer eins, konkret: reifer Apfel, Cassis und &#8211; durch den Ausbau im Holz &#8211; etwas Kokos sowie Vanille. Zudem macht sich ein animalischer Duft breit, der auf die rassige Mourvèdre zurückzuführen ist. Die Traube ergibt von Haus aus alkoholstarke Weine, die vor Tanninen nur so strotzen. Bei dieser Cuvée haben wir 60 Prozent Mourvèdre, 20 Prozent Grenache, 20 Prozent Cinsault &#8211; ergibt 100 Prozent Bandol. Preislich sind wir hier bei rund 24 Euro, also in Sachen Rosé schon im Prestige-Segment.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2026/07/IMG_4837-1024x1024.jpeg" alt="Zwei Gläser mit Roséwein aus dem Bandol auf einem Küchentisch" class="wp-image-1913" srcset="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2026/07/IMG_4837-1024x1024.jpeg 1024w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2026/07/IMG_4837-300x300.jpeg 300w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2026/07/IMG_4837-150x150.jpeg 150w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2026/07/IMG_4837-768x768.jpeg 768w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2026/07/IMG_4837-1536x1536.jpeg 1536w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2026/07/IMG_4837-2048x2048.jpeg 2048w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2026/07/IMG_4837-1140x1140.jpeg 1140w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2026/07/IMG_4837-75x75.jpeg 75w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2026/07/IMG_4837-1320x1320.jpeg 1320w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Von Zwiebelschale bis Holland-Trikot – die Farbenlehre der Provence </figcaption></figure>
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<h2 class="wp-block-heading">Speedboat oder Steinpfad? Zwei Bandol-Rosés, zwei Charaktere</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Am Gaumen setzt sich dieser erste Eindruck aromatisch nicht nur logisch fort, hier entfaltet dieser Wein seine volle Wucht: bei einem zumindest mittleren Körper verfügt er über eine erstaunliche Frische und wirkt gleichzeitig umfangreich und komplex. Ein Rosé, der einen erstmal zum Innehalten und Nachfühlen animiert &#8211; mag ich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Glich der &#8222;Les Adrets&#8220; einem sportlichen Ritt auf einem Speedboat entlang der Küste, ist der &#8222;Terrebrune&#8220; ein Spaziergang hurtigen Schenkels durch die karge Landschaft der südlichen Provence. Und auch in Sachen Essensbegleitung haben wir mit diesen zwei Rosés alle Trümpfe in der Hand: Zu &#8222;Les Adrets&#8220; stehen die typischen Provence-Leckereien auf dem Tisch: gebratener Fisch, Austern, Salat und Aïoli. Beim &#8222;Terrebrune&#8220; dürfen wir noch eine Schippe drauflegen: Hier passt sogar ein opulentes Grill-Menü – ja, auch unbedingt mit Fleisch!</p>



<h2 class="wp-block-heading">Rosé statt Super Plus: Warum sich der Tankstopp in Bandol lohnt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In &#8222;<a href="https://traubengucker.de/2026/03/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Rosé &#8211; das Buch zum Wein</a>&#8220; gehe ich häufig auf Tavel und Bandol ein, wenn es darum geht, Rosés mit Muckis auf den Tisch zu stellen, die auch mit Fleischgerichten mithalten können. Zumindest der &#8222;Terrebrune&#8220; ist ein Beispiel, wo ich dieses Pairing sofort unterschreiben würde. Gleichzeitig zeigt unser Mini-Test, wie umfangreich beziehungsweise unterschiedlich das Ergebnis einer kleinen AOP wie Bandol mit einer überschaubaren Anbaufläche von nur circa 1.600 Hektar ausfallen kann &#8211; und das bei einer identischen Rebsortenzusammenstellung mit nur leichten Unterschieden in der Verteilung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Ihr also das nächste Mal auf der A50 auf dem Weg von Marseille nach Monaco seid, einfach mal die Abfahrt Bandol nehmen und dort einmal mit Rosé volltanken (anschließend den Wagen aber stehen lassen!). Noch dürfte der Liter für hochwertige Lagen-Rosés zwar dezent teurer sein als der für Benzin, bei Diesel sollten wir aber bereits deutlich drüber liegen.<br></p>



<p class="wp-block-paragraph">Bleibt nur noch eine Frage: Kommt nach dem Tank- bald auch der Rosé-Rabatt?!<br></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://traubengucker.de/regionen-2/rose-aus-bandol-mach-das-glas-voll/">Rosé aus Bandol: Mach das Glas voll!</a> erschien zuerst auf <a href="https://traubengucker.de">Traubengucker</a>.</p>
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		<title>Rosé &#8211; das Buch zum Wein</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Mar 2026 15:38:40 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Wie wird Rosé hergestellt? Kannten die alten Griechen und Römer schon rosafarbenen Wein und wann wurde der moderne Provence-Rosé erfunden? Welche Pizza passt am besten zu welchem Rosé und was hat das alles mit Ludwig XIV. zu tun? Am 14. März erscheint mein Buch &#8222;Rosé&#8220;. Auf rund 100 Seiten erzähle ich die Geschichte dieser Weinfarbe, welche weltweiten Stilistiken es gibt und welche Food-Pairings sich am besten zu welchem Rosé-Typus eignen. Stilistik, Struktur und Speisen Mit dem Buch haben der mairisch Verlag und ich das erste deutschsprachige Fachbuch zum Thema Rosé auf den Markt gebracht, das &#8211; so zumindest der Gedanke dahinter &#8211; gleichsam erfahrenen Weinfans eine spannende Lektüre bieten, aber auch Neulingen und erst kürzlich Interessierten eine Orientierung im pinken Dschungel geben soll. &#8222;Aromatisch lassen sich Rosés in Provence-Stilistik als knackige Vertreter mit zarten Fruchtaromen (insbesondere Erdbeere), ausgesprochener Kräuternote (typisch sind hier Anklänge von Garrigue) und floralen Attributen einordnen – Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel. Durch ihren zarten Körper und der herausstechenden, stilprägenden Säure sind sie die perfekten Begleiter für leichte wie fischlastige mediterrane Küche.&#8220; Aus &#8222;Rosé&#8220;, Pascal Strehler (mairisch Verlag) So beschreibe ich beispielsweise, welche verschiedenen Herstellungsverfahren es für Rosé gibt und erkläre den Unterschied zwischen Rosé und roséähnlichen Weinen wie Rotling oder Vin gris. Wer kantigere Weine bevorzugt, dem bringe ich mit Tavel oder burgenländischem Rosé aus Blaufränkisch interessante Optionen näher. Für alle leichten Rosé-Fans gibt es selbstverständlich einen Exkurs an die Côte d’Azur, einschließlich eines Stopps bei Brad Pitt. Von Finesse bis Fast Food – Rosé in der Küche Und dann gibt es natürlich den großen Rundumschlag zum Themenkomplex Rosé und Food-Pairing. Kleiner Spoiler: Ich habe nicht alle aufgezählten Speisen auch verzehrt (meine Cholesterin- und Leberwerte sind mir ausgesprochen dankbar dafür), aber zumindest probiert, die wichtigsten und damit gängigsten Gerichte – von Finesse bis Fast-Food – abzubilden. &#8222;Bei Paella mit Schalentieren – jetzt sind wir wieder auf dem alten Kontinent; und vielleicht sogar direkt in Villarriba oder Villabajo – bietet sich ein etwas kräftigerer Rosé an. Bleiben Sie gerne bei den Spaniern oder Portugiesen und stellen Sie eine Flasche trockenen Rosado oder als Gegengewicht einen frischen Rosé aus dem Vinho Verde auf den Tisch, der noch leicht moussiert – Spaniens Gitarren werden nur für Sie spielen.&#8220;&#160; Aus &#8222;Rosé&#8220;, Pascal Strehler (mairisch Verlag) Darf&#8217;s noch ein dritter Schluck sein? Das Buch gibt es regulär im Buchhandel zu kaufen, Ihr könnt es aber auch direkt hier auf der Seite des Verlages bestellen. Ganz besonders würde ich mich natürlich freuen, Euch bei einer der anstehenden Lesungen direkt kennenzulernen: Wir sehen uns!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://traubengucker.de/regionen/rose-das-buch-zum-wein/">Rosé &#8211; das Buch zum Wein</a> erschien zuerst auf <a href="https://traubengucker.de">Traubengucker</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Wie wird Rosé hergestellt? Kannten die alten Griechen und Römer schon rosafarbenen Wein und wann wurde der moderne Provence-Rosé erfunden? Welche Pizza passt am besten zu welchem Rosé und was hat das alles mit Ludwig XIV. zu tun?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 14. März erscheint mein Buch &#8222;Rosé&#8220;. Auf rund 100 Seiten erzähle ich die Geschichte dieser Weinfarbe, welche weltweiten Stilistiken es gibt und welche Food-Pairings sich am besten zu welchem Rosé-Typus eignen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Stilistik, Struktur und Speisen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem Buch haben der <a href="https://www.mairisch.de" type="link" id="https://www.mairisch.de">mairisch Verlag</a> und ich das erste deutschsprachige Fachbuch zum Thema Rosé auf den Markt gebracht, das &#8211; so zumindest der Gedanke dahinter &#8211; gleichsam erfahrenen Weinfans eine spannende Lektüre bieten, aber auch Neulingen und erst kürzlich Interessierten eine Orientierung im pinken Dschungel geben soll.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Aromatisch lassen sich Rosés in Provence-Stilistik als knackige Vertreter mit zarten Fruchtaromen (insbesondere Erdbeere), ausgesprochener Kräuternote (typisch sind hier Anklänge von Garrigue) und floralen Attributen einordnen – Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel. Durch ihren zarten Körper und der herausstechenden, stilprägenden Säure sind sie die perfekten Begleiter für leichte wie fischlastige mediterrane Küche.&#8220;</p>
<cite>Aus &#8222;Rosé&#8220;, Pascal Strehler (mairisch Verlag)</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">So beschreibe ich beispielsweise, welche verschiedenen Herstellungsverfahren es für Rosé gibt und erkläre den Unterschied zwischen Rosé und roséähnlichen Weinen wie <a href="https://traubengucker.de/regionen/rotling-alles-andere-als-ein-rohling/" type="link" id="https://traubengucker.de/regionen/rotling-alles-andere-als-ein-rohling/">Rotling</a> oder <a href="https://traubengucker.de/regionen/lothringer-wein-jetzt-wirds-exotisch/" type="link" id="https://traubengucker.de/regionen/lothringer-wein-jetzt-wirds-exotisch/">Vin gris</a>. <br>Wer kantigere Weine bevorzugt, dem bringe ich mit Tavel oder burgenländischem Rosé aus Blaufränkisch interessante Optionen näher. Für alle leichten Rosé-Fans gibt es selbstverständlich einen Exkurs an die Côte d’Azur, einschließlich eines Stopps bei Brad Pitt.  </p>



<h2 class="wp-block-heading">Von Finesse bis Fast Food – Rosé in der Küche</h2>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7949-1024x1024.jpg" alt="Der Gris der Domaine Régina (Côtes de Toul)" class="wp-image-579" srcset="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7949-1024x1024.jpg 1024w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7949-300x300.jpg 300w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7949-150x150.jpg 150w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7949-768x768.jpg 768w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7949-1536x1536.jpg 1536w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7949-2048x2048.jpg 2048w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7949-1140x1140.jpg 1140w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7949-75x75.jpg 75w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Farblich passt dieser Vin gris aus Lothringen perfekt in die Provence &#8211; ein lupenreiner Rosé ist er aber dennoch nicht.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Und dann gibt es natürlich den großen Rundumschlag zum Themenkomplex Rosé und Food-Pairing. Kleiner Spoiler: Ich habe nicht alle aufgezählten Speisen auch verzehrt (meine Cholesterin- und Leberwerte sind mir ausgesprochen dankbar dafür), aber zumindest probiert, die wichtigsten und damit gängigsten Gerichte – von Finesse bis Fast-Food – abzubilden.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Bei Paella mit Schalentieren – jetzt sind wir wieder auf dem alten Kontinent; und vielleicht sogar direkt in Villarriba oder Villabajo – bietet sich ein etwas kräftigerer Rosé an. Bleiben Sie gerne bei den Spaniern oder Portugiesen und stellen Sie eine Flasche trockenen Rosado oder als Gegengewicht einen frischen Rosé aus dem Vinho Verde auf den Tisch, der noch leicht moussiert – Spaniens Gitarren werden nur für Sie spielen.&#8220;&nbsp;</p>
<cite>Aus &#8222;Rosé&#8220;, Pascal Strehler (mairisch Verlag)</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Darf&#8217;s noch ein dritter Schluck sein? Das Buch gibt es regulär im Buchhandel zu kaufen, Ihr könnt es aber auch direkt <a href="https://www.mairisch.de/programm/pascal-strehler-rose/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a> auf der Seite des Verlages bestellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ganz besonders würde ich mich natürlich freuen, Euch bei einer der anstehenden Lesungen direkt kennenzulernen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>12. März: &#8222;<a href="https://www.der-bocksbeutel.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bocksbeutel</a>&#8222;, Hamburg (Premieren-Lesung!), Moderation: <a href="https://www.nefelikavouras.de" type="link" id="https://www.nefelikavouras.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Nefeli Kavouras</a> <br>Veranstaltung ist leider ausverkauft</li>



<li>21. Mai: &#8222;<a href="https://www.genialokal.de/buchhandlung/hamburg/blattgold/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Blattgold</a>&#8222;, Hamburg</li>



<li>6. August: Erfurt (Informationen folgen)</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Wir sehen uns!</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Tavel an der Tafel? Aber nur Rosé!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Apr 2025 16:16:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Cinsault]]></category>
		<category><![CDATA[Côtes du Rhône]]></category>
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		<category><![CDATA[Tavel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Unter Wein-Freaks gilt die Rhône zweifelsohne als einer der großen Sehnsuchts-Flüsse. Schon auf Schweizer Gebiet kann man spätestens auf dem Genfer See herrliche Selfies mit malerischen Reben voller Chasselas machen. Spätestens hinter Lyon wird es dann aber hochkarätig: Condrieu, Hermitage und Châteauneuf-du-Pape reihen sich gen Süden an den Gestaden wie Perlen auf einer Schnur. Hier ist alles im Fluss. Gegenüber von Châteauneuf-du-Pape am rechten Rhône-Ufer liegt Tavel – die einzige Region an der Côtes du Rhône, in der ausschließlich Rosé produziert wird (kann man sich als &#8222;Fun-Fact&#8220; ruhig mal merken). Stets kurz vor der Überzuckerung Wenn an der herrschaftlich angerichteten Tafel also ein Tavel angekündigt wird, kann man sich auf einen kräftigen Rosé einstellen. Dazu lädt man dann noch die brasilianische Torwart-Legende Taffarel ein und schon hat man einen lebendig gewordenen Wortwitz bei sich im Wohnzimmer.&#160; Wieso kräftig? Anders als das Paradebeispiel eines leichten Provence-Rosés kommt sein Stellvertreter aus Tavel deutlich muskulöser daher. Ein Hauptgrund dafür ist der hohe Zuckergehalt der Grenache-Trauben. Die Region Tavel ist derart sonnenverwöhnt, dass die Trauben hier rekordverdächtige Reifegrade erzielen. Ein Alkoholgehalt von 13,5 Prozent ist hier völlig normal.Deshalb wurde in der AOC Tavel der Alkoholgehalt weiland auf einen Höchstwert von 13,5 Prozent festgelegt.&#160;Trotzdem findet man hierzulande nicht selten Tavel-Weine mit einem Alkoholvolumen von satten 14,5 Prozent. Eine Anfrage bei der AOC Tavel höchstpersönlich sowie einem der führenden Weingüter Domaine Corne-Loup (dessen Weine übrigens beim deutschen Weineinzelhändler Jacques&#8216; verkauft werden, aber dazu später mehr), warum das so sei, blieb leider unbeantwortet. Ob wir da am Ende etwas Großem investigativ auf die Schliche gekommen sind? Na, erstmal was trinken &#8230; Ohne Grenache und Cinsault kein Tavel Neben Grenache ist hier unbedingt noch die Sorte Cinsault zu erwähnen – beide müssen zu mindestens 15 Prozent im Wein enthalten sein, dürfen aber nicht mehr als 60 Prozent ausmachen. Von einer Anfrage bei der zuständigen AOC, ob das heute noch immer der Fall sei, haben wir dann aber aus Gründen abgesehen. Lange galt das Herstellungsverfahren von Tavel-Weinen als gut gehütetes Geheimnis. Mittlerweile veröffentlicht die Appellation aber immer mehr Details. Das Verfahren der Wahl ist die kalte Mazeration, die zwischen einem halben und einem ganzen Tag andauert. Manchmal wird beim anschließenden Ausbau sogar ein biologischer Säureabbau (kurz: BSA oder malolaktische Gärung) durchgeführt. Hier wird die straffe Äpfel- in Milchsäure umgewandelt und verleiht dem Wein ein weiteres Aromenspektrum, zum Beispiel Butter oder laktische Noten. Neben dem kräftig leuchtenden Farbton erkennt man einen Tavel zumeist auch schon am Gefäß: Charakteristisch ist das in vielen Fällen auf den Flaschen verwendete Signet: ein prunkvolles „T“ am Flaschenhals. (Das „T“ steht natürlich für „trinken&#8220; &#8230;) Ein Tavel-Duell als Praxistest Gehen wir ans (W)eingemachte: Vor uns stehen der Tavel der Domaine Corne-Loup von Jacques&#8216; (11,40 Euro) und der der Domaine Terre Davau von Rindchen&#8217;s (18,50 Euro), beide aus 2023, beides eine Cuvée aus Grenache, Syrah, Clairette und Cinsault. Frappierend ist in der Tat der erste fundamentale Unterschied in der Nase. Beim Corne-Loup-Tavel werden schlagartig Kindheitserinnerungen wach: Omas hausgemachte Himbeermarmelade oder die roten Em-Eukal-Drops aus dem Krämerladen um die Ecke tummeln sich hier im Glas. Also: Kirsche und Himbeere als konkurrenzlose Primäraromen. Bei einem Restzuckergehalt von 1,5 g/l und einer Gesamtsäure von 4,4 g/l sind wir aber keineswegs auf einem halbtrockenen Primitivo-Level, wo man eben auch häufig mit gekochten Früchten oder Kompott als Aroma zu tun hat, sondern haben eine vitale Säure hinten raus, die auch die 13,5 Prozent Alkohol einigermaßen gut einbettet und Lust auf einen weiteren Schluck evoziert. Schon beim letztjährigen Silvester hat der Corne-Loup zum klassischen Fleisch-Fondue gute Dienste geleistet und sich positiv in die Runde eingebracht. Ganz anders präsentiert sich der Terre Davau. Statt roter Früchte ist hier ein schwer zu fassender kräuterbasierter Aromen-Komplex in der Nase, auch etwas Pferdestall. Je länger er an der Luft ist, schält sich aber auch eine rote Fruchtnote heraus, die am ehesten an wilde Erdbeeren erinnert. Tatsächlich auch an den geliebten wie gefürchteten Uhudler, dessen amerikanische Wildreben-DNA auch diesen Walderdbeeren-Jasmin-Mix ins Glas bringt. Mit anderen Worten: Dieser Wein ist mit Sicherheit nicht Everybody&#8217;s Darling. Zu Bresaola und Fenchelsalami sorgt er hier am Tisch aber durchaus für Wohlbehagen. Wer noch nie einen Tavel vor sich im Glas hatte, sollte dies unbedingt nachholen. Ob man ihn am Ende mag oder nicht, es ist ein besonderes Erlebnis, versprochen. Getrunken werden sollten die Weine aber unbedingt wärmer als ein frischer, knackiger Rosé – wir sind hier bei 15 oder 16 Grad Celsius. Ein König sieht rosé Kleiner geschichtlicher Exkurs: Geliebt wurde der Tavel bereits innig von Ludwig XIV. Ob das ein Grund für seine diversen körperlichen Gebrechen war oder ihm lediglich half, diese besser auszuhalten, soll ein ewiges Geheimnis bleiben. Und auch der Schriftsteller Balzac war nachweislich großer Fan des Rosés aus Tavel. So liest man seine Werke von nun an mit der rosaroten Brille. Die folgerichtige Frage: Wenn Ludwig XIV. und Honoré de Balzac auf Tavel geschworen haben, schmeckt er mir dann vielleicht nicht auch? Richtig, und jetzt ist geradezu die Gelegenheit dafür. Denn ab April türmen nicht nur Weinhändler ihre sämtlichen Rosés fototapetenhaft in den Schaufenstern, Menschen holen ihren Weber-Grill aus dem Winterschlaf, schieben ihn sorgsam auf die Terrasse oder fallen mit Einweg-Grills in die Stadtparks der Republik ein. Will sagen: Ein Tavel mit seiner – im Rosé-Kontext – vierschrötigen Art ist der ideale Begleiter für eine Fleischorgie oder gegrilltes Gemüse. Auch zu einer Salami-Pizza oder Lasagne macht er eine gute Figur. Generell: Wo ein zartfrischer Rosé als Weinbegleitung nichts mehr auszurichten vermag, beginnt sein Einsatzgebiet. Bis heute verfügt der Tavel über ein sagenhaftes Renommee. Halten kann er diese Ansprüche allerdings nicht immer.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Unter Wein-Freaks gilt die Rhône zweifelsohne als einer der großen Sehnsuchts-Flüsse. Schon auf Schweizer Gebiet kann man spätestens auf dem Genfer See herrliche Selfies mit malerischen Reben voller Chasselas machen. Spätestens hinter Lyon wird es dann aber hochkarätig: Condrieu, Hermitage und Châteauneuf-du-Pape reihen sich gen Süden an den Gestaden wie Perlen auf einer Schnur. Hier ist alles im Fluss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gegenüber von Châteauneuf-du-Pape am rechten Rhône-Ufer liegt Tavel – die einzige Region an der Côtes du Rhône, in der ausschließlich Rosé produziert wird (kann man sich als &#8222;Fun-Fact&#8220; ruhig mal merken).</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/12/IMG_7786-1024x1024.jpeg" alt="Der Marktplatz von Orange in der südlichen Rhône." class="wp-image-890" srcset="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/12/IMG_7786-1024x1024.jpeg 1024w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/12/IMG_7786-300x300.jpeg 300w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/12/IMG_7786-150x150.jpeg 150w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/12/IMG_7786-768x768.jpeg 768w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/12/IMG_7786-1536x1536.jpeg 1536w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/12/IMG_7786-2048x2048.jpeg 2048w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/12/IMG_7786-1140x1140.jpeg 1140w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/12/IMG_7786-75x75.jpeg 75w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/12/IMG_7786-1320x1320.jpeg 1320w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Vom Städtchen Orange ist es quasi nur noch ein Katzensprung nach Tavel. Holländische Fußballfans sucht man hier vergebens.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Stets kurz vor der Überzuckerung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn an der herrschaftlich angerichteten Tafel also ein Tavel angekündigt wird, kann man sich auf einen kräftigen Rosé einstellen. Dazu lädt man dann noch die brasilianische Torwart-Legende Taffarel ein und schon hat man einen lebendig gewordenen Wortwitz bei sich im Wohnzimmer.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wieso kräftig? Anders als das Paradebeispiel eines leichten Provence-Rosés kommt sein Stellvertreter aus Tavel deutlich muskulöser daher. Ein Hauptgrund dafür ist der hohe Zuckergehalt der Grenache-Trauben. Die Region Tavel ist derart sonnenverwöhnt, dass die Trauben hier rekordverdächtige Reifegrade erzielen. Ein Alkoholgehalt von 13,5 Prozent ist hier völlig normal.<br>Deshalb wurde in der AOC Tavel der Alkoholgehalt weiland auf einen Höchstwert von 13,5 Prozent festgelegt.&nbsp;Trotzdem findet man hierzulande nicht selten Tavel-Weine mit einem Alkoholvolumen von satten 14,5 Prozent. Eine Anfrage bei der <a href="http://www.vin-tavel.com/en/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">AOC Tavel</a> höchstpersönlich sowie einem der führenden Weingüter <a href="https://www.instagram.com/domainecorneloup/?__d=1%2F" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Domaine Corne-Loup</a> (dessen Weine übrigens beim deutschen Weineinzelhändler <a href="https://www.jacques.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Jacques&#8216;</a> verkauft werden, aber dazu später mehr), warum das so sei, blieb leider unbeantwortet. Ob wir da am Ende etwas Großem investigativ auf die Schliche gekommen sind? Na, erstmal was trinken &#8230;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ohne Grenache und Cinsault kein Tavel</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben Grenache ist hier unbedingt noch die Sorte Cinsault zu erwähnen – beide müssen zu mindestens 15 Prozent im Wein enthalten sein, dürfen aber nicht mehr als 60 Prozent ausmachen. Von einer Anfrage bei der zuständigen AOC, ob das heute noch immer der Fall sei, haben wir dann aber <em>aus Gründen </em>abgesehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lange galt das Herstellungsverfahren von Tavel-Weinen als gut gehütetes Geheimnis. Mittlerweile veröffentlicht die <a href="http://www.vin-tavel.com/en/from-grape-to-wine/the-vinification" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Appellation aber immer mehr Details</a>. Das Verfahren der Wahl ist die kalte Mazeration, die zwischen einem halben und einem ganzen Tag andauert. Manchmal wird beim anschließenden Ausbau sogar ein biologischer Säureabbau (kurz: BSA oder malolaktische Gärung) durchgeführt. Hier wird die straffe Äpfel- in Milchsäure umgewandelt und verleiht dem Wein ein weiteres Aromenspektrum, zum Beispiel Butter oder laktische Noten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben dem kräftig leuchtenden Farbton erkennt man einen Tavel zumeist auch schon am Gefäß: Charakteristisch ist das in vielen Fällen auf den Flaschen verwendete Signet: ein prunkvolles „T“ am Flaschenhals. (Das „T“ steht natürlich für „trinken&#8220; &#8230;)</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein Tavel-Duell als Praxistest</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Gehen wir ans (W)eingemachte: Vor uns stehen der Tavel der Domaine Corne-Loup von Jacques&#8216; (11,40 Euro) und der der Domaine Terre Davau von <a href="https://www.rindchen.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Rindchen&#8217;s</a> (18,50 Euro), beide aus 2023, beides eine Cuvée aus Grenache, Syrah, Clairette und Cinsault.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/04/IMG_9936-1024x1024.jpeg" alt="Links der Tavel der Domaine Corne-Loup, recht der von Terre Davau" class="wp-image-1014" srcset="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/04/IMG_9936-1024x1024.jpeg 1024w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/04/IMG_9936-300x300.jpeg 300w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/04/IMG_9936-150x150.jpeg 150w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/04/IMG_9936-768x768.jpeg 768w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/04/IMG_9936-1536x1536.jpeg 1536w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/04/IMG_9936-2048x2048.jpeg 2048w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/04/IMG_9936-1140x1140.jpeg 1140w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/04/IMG_9936-75x75.jpeg 75w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/04/IMG_9936-1320x1320.jpeg 1320w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">T and T (AC/DC lassen grüßen):  Links der Tavel der Domaine Corne-Loup von Jacques&#8216;, rechts der Terre Davau von Rindchen&#8217;s.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Frappierend ist in der Tat der erste fundamentale Unterschied in der Nase. Beim Corne-Loup-Tavel werden schlagartig Kindheitserinnerungen wach: Omas hausgemachte Himbeermarmelade oder die roten Em-Eukal-Drops aus dem Krämerladen um die Ecke tummeln sich hier im Glas. Also: Kirsche und Himbeere als konkurrenzlose Primäraromen. Bei einem Restzuckergehalt von 1,5 g/l und einer Gesamtsäure von 4,4 g/l sind wir aber keineswegs auf einem halbtrockenen Primitivo-Level, wo man eben auch häufig mit gekochten Früchten oder Kompott als Aroma zu tun hat, sondern haben eine vitale Säure hinten raus, die auch die 13,5 Prozent Alkohol einigermaßen gut einbettet und Lust auf einen weiteren Schluck evoziert. Schon beim letztjährigen Silvester hat der Corne-Loup zum klassischen Fleisch-Fondue gute Dienste geleistet und sich positiv in die Runde eingebracht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ganz anders präsentiert sich der Terre Davau. Statt roter Früchte ist hier ein schwer zu fassender kräuterbasierter Aromen-Komplex in der Nase, auch etwas Pferdestall. Je länger er an der Luft ist, schält sich aber auch eine rote Fruchtnote heraus, die am ehesten an wilde Erdbeeren erinnert. Tatsächlich auch an den geliebten wie gefürchteten <a href="https://traubengucker.de/regionen/uhudler-der-fast-verbotene-wein/">Uhudler</a>, dessen amerikanische Wildreben-DNA auch diesen Walderdbeeren-Jasmin-Mix ins Glas bringt. Mit anderen Worten: Dieser Wein ist mit Sicherheit nicht Everybody&#8217;s Darling. Zu Bresaola und Fenchelsalami sorgt er hier am Tisch aber durchaus für Wohlbehagen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer noch nie einen Tavel vor sich im Glas hatte, sollte dies unbedingt nachholen. Ob man ihn am Ende mag oder nicht, es ist ein besonderes Erlebnis, versprochen. Getrunken werden sollten die Weine aber unbedingt wärmer als ein frischer, knackiger Rosé – wir sind hier bei 15 oder 16 Grad Celsius. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein König sieht rosé</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kleiner geschichtlicher Exkurs: Geliebt wurde der Tavel bereits innig von Ludwig XIV. Ob das ein Grund für seine diversen körperlichen Gebrechen war oder ihm lediglich half, diese besser auszuhalten, soll ein ewiges Geheimnis bleiben. Und auch der Schriftsteller <a href="https://traubengucker.de/rubrik/sy-sy-sympathische-synonyme/balzac/">Balzac</a> war nachweislich großer Fan des Rosés aus Tavel. So liest man seine Werke von nun an mit der rosaroten Brille.<br></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/04/IMG_9411-1024x1024.jpeg" alt="Eine nicht mehr volle Flasche Tavel." class="wp-image-1005" srcset="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/04/IMG_9411-1024x1024.jpeg 1024w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/04/IMG_9411-300x300.jpeg 300w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/04/IMG_9411-150x150.jpeg 150w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/04/IMG_9411-768x768.jpeg 768w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/04/IMG_9411-1536x1536.jpeg 1536w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/04/IMG_9411-2048x2048.jpeg 2048w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/04/IMG_9411-1140x1140.jpeg 1140w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/04/IMG_9411-75x75.jpeg 75w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/04/IMG_9411-1320x1320.jpeg 1320w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Da ist mehr drin gewesen.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die folgerichtige Frage: Wenn Ludwig XIV. und Honoré de Balzac auf Tavel geschworen haben, schmeckt er mir dann vielleicht nicht auch? Richtig, und jetzt ist geradezu die Gelegenheit dafür. Denn ab April türmen nicht nur Weinhändler ihre sämtlichen Rosés fototapetenhaft in den Schaufenstern, Menschen holen ihren Weber-Grill aus dem Winterschlaf, schieben ihn sorgsam auf die Terrasse oder fallen mit Einweg-Grills in die Stadtparks der Republik ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Will sagen: Ein Tavel mit seiner – im Rosé-Kontext – vierschrötigen Art ist der ideale Begleiter für eine Fleischorgie oder gegrilltes Gemüse. Auch zu einer Salami-Pizza oder Lasagne macht er eine gute Figur. Generell: Wo ein zartfrischer Rosé als Weinbegleitung nichts mehr auszurichten vermag, beginnt sein Einsatzgebiet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bis heute verfügt der Tavel über ein sagenhaftes Renommee. Halten kann er diese Ansprüche allerdings nicht immer.</p>
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