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	<title>Pinot Noir Archive - Traubengucker</title>
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	<title>Pinot Noir Archive - Traubengucker</title>
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		<title>Skål! Weinbau in Dänemark</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 31 Jul 2025 20:02:17 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn Dir das Leben eine Zitrone gibt, mach Limonade draus. Und wenn Dich Dein Urlaub als Weinblogger nach Skandinavien führt, mach trotzdem einen Artikel draus. Gleich in meiner allerersten Publikation dieses Blogs, im Oktober 2023 datiert, habe ich mich mit jugendlicher Feder bereits dem Weinbau in Dänemark gewidmet – zugegeben noch in äußerst kurzer und überschaubarer Form. Nach einem erneuten Besuch im Königreich möchte ich das Weinland Dänemark nun etwas stärker in den Vordergrund rücken.  Beginnen wir trocken (ist ja schließlich ein seriöser Weinblog) mit ein paar Zahlen: Der Branchenverband Dänische Weinvereinigung (Foreningen Dansk Vin) zählt 96 kommerzielle Weingüter im ganzen Land. Diese Zahl geht allerdings auf das Jahr 2017 zurück. Es ist also stark anzunehmen, dass dieser Wert in den letzten acht Jahren sicherlich dreistellig geworden ist.Ähnlich knapp im dreistelligen Bereich liegt die Rebfläche an kommerzieller Wein-Nutzung bei rund 100 Hektar (zum Vergleich: Allein die österreichische Hauptstadt Wien kommt schon auf 700 Hektar). Aber es soll ja auch schließlich alles schön hyggelig bleiben. PiWis: Etwas ist nachhaltig im Staate Dänemark Sechseinhalb dieser rund 100 Hektar bewirtschaften Sofie Saerens und Esben Misfeldt vom Weingut Tusen Vin in Bognæs in der dänischen Gemeinde Tusen Næs Sogn auf der Insel Seeland. 2020 haben die beiden Weinpioniere den Grund und Boden direkt am Holbæk-Fjord übernommen und betreiben seitdem ökologischen Weinbau. Wenig überraschend besteht ihr Rebgarten ausschließlich aus PiWi-Sorten (pilzwiderstandsfähige Neuzüchtungen): Solaris, Souvignier Gris und Muscaris für Weißwein, Cabernet Cantor für Rotwein. Solche PiWi-Sorten haben nicht nur den Vorteil, dass sie resistenter gegen Rebkrankheiten wie Echten und Falschen Mehltau sind, sondern auch robuster, wenn es um Wetter-Unbilden wie Hagel, Kälte oder Starkregen geht. Spätestens jetzt weiß jeder erfahrene Dänemark-Urlauber: Das müssen hier die Reben der Wahl sein. &#8222;Als Biobetrieb sind wir in unseren Möglichkeiten der Krankheitsbekämpfung, etwa durch Spritzungen, sehr eingeschränkt und daher auf resistente Rebsorten angewiesen&#8220;, erklärt Winzer Esben Misfeldt den Fokus auf seine Rebsorten. Denn gerade für einen ökologischen Betrieb wie Tusen Vin haben sie den wichtigen Nebeneffekt, dass sie durch ihre Robustheit auf weniger Pflanzenschutzmittel angewiesen sind. Nachweislich sind PiWis also nachhaltiger als Riesling, Pinot Noir und Co.Und der Boden? &#8222;Hier haben wir leicht sandigen Lehm&#8220;, führt Misfeldt aus und fügt hinzu: &#8222;Der Unterboden ist durch Kiesmaterial unterschiedlicher Herkunft gekennzeichnet.&#8220; Litschi und Bienenwachs statt Softeis und Bacon Und vielleicht ist dieser Boden auch ein Grund dafür, dass der Weinbau gerade in dieser Ecke Dänemarks zu florieren scheint. Denn keine zwei Kilometer weiter entfernt liegt das Weingut Bognæs Vingaard. Hier bewirtschaften Laura und Kristian Zander auf vier kleinen Weinbergen &#8211; okay, nennen wir sie Hügel &#8211; den Boden mit Solaris, Souvignier Gris, aber auch mit der alteingesessenen und doch recht kapriziösen Sorte Pinot Noir. Scheint den beiden jedenfalls gut zu gelingen, denn auch sie arbeiten nach ökologischen Grundsätzen. Beim dänischen Edeka-Äquivalent Brugsen habe ich meine letzten Kronen nicht etwa für eine opulente Aufschnittplatte an der Frischetheke oder eine LKW-Ladung Lakritz ausgegeben, sondern für eine Flasche Karla Solaris von Bognæs Vingaard. Zum dänischen Preisniveau später aber mehr &#8230; Aus dem Glas strahlt mich ein helles Goldgelb an, das an die umliegenden Weizenfelder erinnert. In der Nase macht sich schlagartig ein exotischer Duft breit, der an Litschi, aber auch Dosenfrüchte erinnert. Dazu gibt es eine Prise Bienenwachs. Am Gaumen ist sogleich eine lebendige Säure präsent, die irgendwo zwischen Moselriesling und gängigem Grauburgunder liegt &#8230; erstaunlich. Bei einem Blind-Tasting wäre ich jedenfalls niemals auf dänische Ostseeküste gekommen. Allerdings geht dem Solaris hintenraus recht schnell die Puste aus. Problematisch: Dänischer Wein macht die Geldbörse klein Dänemark und Weinbau: Das klingt alles erstmal sehr aufregend und geradezu nach Aufbruchstimmung in Zeiten des Klimawandels. Doch welche Chancen und welche Bedeutung wird dänischer Wein zukünftig wirklich haben? Das weiß allein Bacchus. Aber zumindest kann man Mutmaßungen anstellen. 2023 hatte ich in diesem Artikel in aller Kürze das jütländische Weingut Skærsøgaard Vin vorgestellt. Es ist das einzige dänische Weingut, das Sekt von der Stufe Qualitätswein herstellen und als solchen verkaufen darf &#8211; also nach EU-Statuten in einer Liga mit der Champagne, dem Rheingau oder der Rioja spielt. Der Hintergrund: Die Region Dons, in der Skærsøgaard Vin liegt, wurde in Brüssel als &#8222;geschützte Ursprungsbezeichnung&#8220; eingestuft. Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch, dass der Rest dänischer Weingüter – Stand jetzt – maximal Wein der Kategorie Landwein produziert. Das ist per se nichts Schlechtes. Aber jetzt kommt das skandinavische Preisniveau ins Spiel: Für die Flasche Solaris habe ich im Supermarkt umgerechnet knapp über 30 Euro bezahlt (in Worten: DREISSIG EURO). Wenn man innerlich rasch überschlägt, und das macht jeder Weinfan an dieser Stelle, welche anderen Weine ich für diesen Betrag auch hätte erwerben können (die ersten Großen Gewächse grüßen hier schon aus dem Regal, ein französischer Cremant von Format oder eine Gran Reserva aus der Rioja), wählt man als passende Begleitung zu dem Wein automatisch einen Blister Antidepressiva. Auch ein Weißwein-Liebhaber aus Kopenhagen oder Oslo würde sich im Zweifel für den Preis eher einen hervorragenden Riesling aus Deutschland oder dem Elsass holen. Wir kennen das von Weinbetrieben aus Schleswig-Holstein oder Mecklenburg-Vorpommern, die ebenso Landwein herstellen: Denen rennen wir als Deutsche ja auch nicht die Bude ein, sondern kaufen Grauburgunder aus Rheinhessen. Der Blick geht nach England Gleichzeitig müssen diese kleineren Betriebe, gerade wenn sie Pionierarbeit leisten wie Tusen Vin oder Bognæs Vingaard, aber zweifelsohne auch einen gewissen Preis für ihre Flaschen einfordern. Das ist völlig klar. Immerhin trotzen sie dem teilweise unwirschen Wetter Weine von beachtlicher Qualität ab &#8211; eine Arbeit, die unbedingt gewürdigt werden muss. Und so wagt Esben Misfeldt von Tusen Vin einen, wie ich finde, recht klugen Ausblick in die Zukunft: &#8222;Der dänische Wein entwickelt sich schnell, aber wir befinden uns in einem sehr frühen Stadium dieser Entwicklung. Ich stelle mir vor, dass wir in 25 Jahren eine Weinindustrie haben werden, die der englischen Weinindustrie ähnelt, aber auf Hybridtrauben basiert. Ein anerkanntes Weinland, das qualitativ hochwertige Schaumweine herstellt.&#8220; Die Rede ist also nicht von einer Neuerfindung des Burgunds zehn Breitengrade nördlicher, sondern einer Orientierung in einem Segment, wo ein Cool-Climate zwingend vonnöten ist: nämlich dem Schaumwein. Und dazu passt eine aktuelle Meldung, wonach der britische Weinbau derart konstant wie rasant wächst, dass 90 Prozent der Weinproduzenten in den kommenden Jahren neue Mitarbeiter, teilweise in Vollzeit, einstellen wollen. Vergleichbare Ambitionen wie die Dänen haben freilich auch Weingüter in Belgien oder den südlichen Niederlanden und feiern bereits erste Erfolge. Ob Dons oder Bognæs in 25 Jahren dann ähnlich verheißungsvoll in den Ohren klingen wird wie Champagner heutzutage, daran dürfte selbst Bacchus aber seine Zweifel haben.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://traubengucker.de/regionen/skal-weinbau-in-daenemark/">Skål! Weinbau in Dänemark</a> erschien zuerst auf <a href="https://traubengucker.de">Traubengucker</a>.</p>
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<p>Wenn Dir das Leben eine Zitrone gibt, mach Limonade draus. Und wenn Dich Dein Urlaub als Weinblogger nach Skandinavien führt, mach trotzdem einen Artikel draus.</p>



<p>Gleich in meiner <a href="https://traubengucker.de/regionen/rote-wuerste-weisser-wein-zu-besuch-in-europas-noerdlichstem-qualitaets-weinanbaugebiet/">allerersten Publikation</a> dieses Blogs, im Oktober 2023 datiert, habe ich mich mit jugendlicher Feder bereits dem Weinbau in Dänemark gewidmet – zugegeben noch in äußerst kurzer und überschaubarer Form. Nach einem erneuten Besuch im Königreich möchte ich das Weinland Dänemark nun etwas stärker in den Vordergrund rücken. </p>



<p>Beginnen wir <em>trocken</em> (ist ja schließlich ein seriöser Weinblog) mit ein paar Zahlen: Der Branchenverband Dänische Weinvereinigung (<a href="https://vinavl.dk" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Foreningen Dansk Vin</a>) zählt 96 kommerzielle Weingüter im ganzen Land. Diese Zahl geht allerdings auf das Jahr 2017 zurück. Es ist also stark anzunehmen, dass dieser Wert in den letzten acht Jahren sicherlich dreistellig geworden ist.<br>Ähnlich knapp im dreistelligen Bereich liegt die Rebfläche an kommerzieller Wein-Nutzung bei rund 100 Hektar (zum Vergleich: Allein die österreichische Hauptstadt Wien kommt schon auf 700 Hektar). Aber es soll ja auch schließlich alles schön hyggelig bleiben.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_1038-1024x1024.jpeg" alt="Die Reben von Tusen Vin im dänischen Bognæs." class="wp-image-1173" srcset="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_1038-1024x1024.jpeg 1024w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_1038-300x300.jpeg 300w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_1038-150x150.jpeg 150w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_1038-768x768.jpeg 768w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_1038-1536x1536.jpeg 1536w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_1038-2048x2048.jpeg 2048w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_1038-1140x1140.jpeg 1140w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_1038-75x75.jpeg 75w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_1038-1320x1320.jpeg 1320w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Eine dänische Rebe müsste man sein: Die Trauben von Tusen Vin im dänischen Bognæs blicken direkt auf den Holbæk-Fjord.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">PiWis: Etwas ist nachhaltig im Staate Dänemark</h2>



<p>Sechseinhalb dieser rund 100 Hektar bewirtschaften Sofie Saerens und Esben Misfeldt vom Weingut <a href="https://www.tusenvin.dk" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Tusen Vin</a> in Bognæs in der dänischen Gemeinde Tusen Næs Sogn auf der Insel Seeland. 2020 haben die beiden Weinpioniere den Grund und Boden direkt am Holbæk-Fjord übernommen und betreiben seitdem ökologischen Weinbau. Wenig überraschend besteht ihr Rebgarten ausschließlich aus PiWi-Sorten (pilzwiderstandsfähige Neuzüchtungen): Solaris, Souvignier Gris und Muscaris für Weißwein, Cabernet Cantor für Rotwein. Solche PiWi-Sorten haben nicht nur den Vorteil, dass sie resistenter gegen Rebkrankheiten wie Echten und Falschen Mehltau sind, sondern auch robuster, wenn es um Wetter-Unbilden wie Hagel, Kälte oder Starkregen geht. Spätestens jetzt weiß jeder erfahrene Dänemark-Urlauber: Das müssen hier die Reben der Wahl sein.</p>



<p>&#8222;Als Biobetrieb sind wir in unseren Möglichkeiten der Krankheitsbekämpfung, etwa durch Spritzungen, sehr eingeschränkt und daher auf resistente Rebsorten angewiesen&#8220;, erklärt Winzer Esben Misfeldt den Fokus auf seine Rebsorten. Denn gerade für einen ökologischen Betrieb wie Tusen Vin haben sie den wichtigen Nebeneffekt, dass sie durch ihre Robustheit auf weniger Pflanzenschutzmittel angewiesen sind. Nachweislich sind PiWis also nachhaltiger als Riesling, Pinot Noir und Co.<br>Und der Boden? &#8222;Hier haben wir leicht sandigen Lehm&#8220;, führt Misfeldt aus und fügt hinzu: &#8222;Der Unterboden ist durch Kiesmaterial unterschiedlicher Herkunft gekennzeichnet.&#8220;</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="992" height="992" src="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_3797.jpeg" alt="Sofie Saerens und Esben Misfeldt vom Weingut Tusen Vin in Bognæs. (Copyright: Tusen Vin)" class="wp-image-1201" srcset="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_3797.jpeg 992w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_3797-300x300.jpeg 300w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_3797-150x150.jpeg 150w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_3797-768x768.jpeg 768w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_3797-75x75.jpeg 75w" sizes="(max-width: 992px) 100vw, 992px" /><figcaption class="wp-element-caption">Sofie Saerens und Esben Misfeldt vom Weingut Tusen Vin in Bognæs. (Copyright: Tusen Vin)</figcaption></figure>



<p><br></p>



<h2 class="wp-block-heading">Litschi und Bienenwachs statt Softeis und Bacon</h2>



<p>Und vielleicht ist dieser Boden auch ein Grund dafür, dass der Weinbau gerade in dieser Ecke Dänemarks zu florieren scheint. Denn keine zwei Kilometer weiter entfernt liegt das Weingut <a href="https://www.facebook.com/bognaesvingaard/?locale=da_DK" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bognæs Vingaard</a>. Hier bewirtschaften Laura und Kristian Zander auf vier kleinen Weinbergen &#8211; okay, nennen wir sie Hügel &#8211; den Boden mit Solaris, Souvignier Gris, aber auch mit der alteingesessenen und doch recht kapriziösen Sorte Pinot Noir. Scheint den beiden jedenfalls gut zu gelingen, denn auch sie arbeiten nach ökologischen Grundsätzen.<br><br>Beim dänischen Edeka-Äquivalent Brugsen habe ich meine letzten Kronen nicht etwa für eine opulente Aufschnittplatte an der Frischetheke oder eine LKW-Ladung Lakritz ausgegeben, sondern für eine Flasche Karla Solaris von Bognæs Vingaard. Zum dänischen Preisniveau später aber mehr &#8230;</p>



<p>Aus dem Glas strahlt mich ein helles Goldgelb an, das an die umliegenden Weizenfelder erinnert. In der Nase macht sich schlagartig ein exotischer Duft breit, der an Litschi, aber auch Dosenfrüchte erinnert. Dazu gibt es eine Prise Bienenwachs. Am Gaumen ist sogleich eine lebendige Säure präsent, die irgendwo zwischen Moselriesling und gängigem Grauburgunder liegt &#8230; erstaunlich. Bei einem Blind-Tasting wäre ich jedenfalls niemals auf dänische Ostseeküste gekommen. Allerdings geht dem Solaris hintenraus recht schnell die Puste aus.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_1083-1024x1024.jpeg" alt="Eine geöffnete Flasche Karla Solaris von Bognæs Vingaard." class="wp-image-1178" srcset="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_1083-1024x1024.jpeg 1024w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_1083-300x300.jpeg 300w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_1083-150x150.jpeg 150w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_1083-768x768.jpeg 768w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_1083-1536x1536.jpeg 1536w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_1083-2048x2048.jpeg 2048w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_1083-1140x1140.jpeg 1140w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_1083-75x75.jpeg 75w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_1083-1320x1320.jpeg 1320w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Karla Solaris von Bognæs Vingaard: Erstaunlich viel Exotik von der dänischen Ostseeküste.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Problematisch: Dänischer Wein macht die Geldbörse klein</h2>



<p>Dänemark und Weinbau: Das klingt alles erstmal sehr aufregend und geradezu nach Aufbruchstimmung in Zeiten des Klimawandels. Doch welche Chancen und welche Bedeutung wird dänischer Wein zukünftig wirklich haben? Das weiß allein Bacchus. Aber zumindest kann man Mutmaßungen anstellen.</p>



<p>2023 hatte ich in <a href="https://traubengucker.de/regionen/rote-wuerste-weisser-wein-zu-besuch-in-europas-noerdlichstem-qualitaets-weinanbaugebiet/">diesem Artike</a>l in aller Kürze das jütländische Weingut <a href="https://dansk-vin.dk">Skærsøgaard Vin</a> vorgestellt. Es ist das einzige dänische Weingut, das Sekt von der Stufe Qualitätswein herstellen und als solchen verkaufen darf &#8211; also nach EU-Statuten in einer Liga mit der Champagne, dem Rheingau oder der Rioja spielt. Der Hintergrund: Die Region Dons, in der Skærsøgaard Vin liegt, wurde in Brüssel als &#8222;geschützte Ursprungsbezeichnung&#8220; eingestuft. </p>



<p>Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch, dass der Rest dänischer Weingüter – Stand jetzt – maximal Wein der Kategorie Landwein produziert. Das ist per se nichts Schlechtes. Aber jetzt kommt das skandinavische Preisniveau ins Spiel: Für die Flasche Solaris habe ich im Supermarkt umgerechnet knapp über 30 Euro bezahlt (in Worten: DREISSIG EURO). Wenn man innerlich rasch überschlägt, und das macht jeder Weinfan an dieser Stelle, welche anderen Weine ich für diesen Betrag auch hätte erwerben können (die ersten Großen Gewächse grüßen hier schon aus dem Regal, ein französischer Cremant von Format oder eine Gran Reserva aus der Rioja), wählt man als passende Begleitung zu dem Wein automatisch einen Blister Antidepressiva. </p>



<p>Auch ein Weißwein-Liebhaber aus Kopenhagen oder Oslo würde sich im Zweifel für den Preis eher einen hervorragenden Riesling aus Deutschland oder dem Elsass holen. Wir kennen das von Weinbetrieben aus Schleswig-Holstein oder Mecklenburg-Vorpommern, die ebenso Landwein herstellen: Denen rennen wir als Deutsche ja auch nicht die Bude ein, sondern kaufen Grauburgunder aus Rheinhessen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_9267-1024x1024.jpeg" alt="Typische Landschaft im Norden der dänischen Insel Seeland." class="wp-image-1174" srcset="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_9267-1024x1024.jpeg 1024w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_9267-300x300.jpeg 300w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_9267-150x150.jpeg 150w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_9267-768x768.jpeg 768w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_9267-1536x1536.jpeg 1536w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_9267-2048x2048.jpeg 2048w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_9267-1140x1140.jpeg 1140w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_9267-75x75.jpeg 75w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_9267-1320x1320.jpeg 1320w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Typische Landschaft im Norden der dänischen Insel Seeland mit akuter Ohrwurm-Gefahr: &#8222;Ein Bett im Kornfeld&#8220;. </figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Der Blick geht nach England</h2>



<p>Gleichzeitig müssen diese kleineren Betriebe, gerade wenn sie Pionierarbeit leisten wie Tusen Vin oder Bognæs Vingaard, aber zweifelsohne auch einen gewissen Preis für ihre Flaschen einfordern. Das ist völlig klar. Immerhin trotzen sie dem teilweise unwirschen Wetter Weine von beachtlicher Qualität ab &#8211; eine Arbeit, die unbedingt gewürdigt werden muss.</p>



<p>Und so wagt Esben Misfeldt von Tusen Vin einen, wie ich finde, recht klugen Ausblick in die Zukunft: &#8222;Der dänische Wein entwickelt sich schnell, aber wir befinden uns in einem sehr frühen Stadium dieser Entwicklung. Ich stelle mir vor, dass wir in 25 Jahren eine Weinindustrie haben werden, die der englischen Weinindustrie ähnelt, aber auf Hybridtrauben basiert. Ein anerkanntes Weinland, das qualitativ hochwertige Schaumweine herstellt.&#8220; Die Rede ist also nicht von einer Neuerfindung des Burgunds zehn Breitengrade nördlicher, sondern einer Orientierung in einem Segment, wo ein Cool-Climate zwingend vonnöten ist: nämlich dem Schaumwein. Und dazu passt eine <a href="https://www.meininger.de/wein/handel/britischer-weinbau-waechst-weiter" target="_blank" rel="noreferrer noopener">aktuelle Meldung</a>, wonach der britische Weinbau derart konstant wie rasant wächst, dass 90 Prozent der Weinproduzenten in den kommenden Jahren neue Mitarbeiter, teilweise in Vollzeit, einstellen wollen.</p>



<p>Vergleichbare Ambitionen wie die Dänen haben freilich auch Weingüter in <a href="https://traubengucker.de/regionen/belgischer-wein-muss-das-sein/">Belgien</a> oder den südlichen Niederlanden und feiern bereits erste Erfolge. Ob Dons oder Bognæs in 25 Jahren dann ähnlich verheißungsvoll in den Ohren klingen wird wie Champagner heutzutage, daran dürfte selbst Bacchus aber seine Zweifel haben.</p>



<p></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://traubengucker.de/regionen/skal-weinbau-in-daenemark/">Skål! Weinbau in Dänemark</a> erschien zuerst auf <a href="https://traubengucker.de">Traubengucker</a>.</p>
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		<title>Lothringer Wein – jetzt wird&#8217;s exotisch</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Jul 2024 17:26:44 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Hat man die Karte mit den wichtigen französischen Weinbauregionen vor sich, dann fallen einem zunächst die großen und unverzichtbaren Gebiete Bordeaux, Champagne oder Burgund sowie das umfassende Languedoc im Süden auf. Bei genauerem Blick sollten auf jeder halbwegs brauchbaren Karte aber auch kleinere Appellationen wie Elsass, Jura oder Savoie vermerkt sein. Weniger bekannt ist, dass es auch eine Lothringer Weinbautradition gibt, welche zwei Regionen mit geschützter Ursprungsbezeichnung, also AOC-Siegel, hervorgebracht hat: Côtes de Moselle und Côtes de Toul. Hinzu kommt noch die Landweinkategoerie Côtes de Meuse (IGP). Tatsächlich war Wein aus Lothringen bis ins 19. Jahrhundert eine größere Nummer. Der Abstieg aus der Beletage lässt sich grob mit drei Stichworten zusammenfassen: Reblaus, Kriege, Industrialisierung – einen ausführlicheren Spaziergang durch die Vergangenheit Lothringer Weine gibt es in diesem spannenden Artikel von Weinblog-Papst ChezMatze. Kleiner Spoiler: Auch hier waren es wieder die Römer, die den Weinbau in die Region brachten. Keine Metzchen: Die Mosel macht auch in Frankreich guten Wein In der nördlichen, rund um die Stadt Metz gelegenen AOC Côtes de Moselle geben vor allem weiße Burgunder-Sorten wie Auxerrois oder Pinot gris den Ton an. Die weiter südlich gelegene AOC Côtes de Toul weiß neben Auxerrois auch mit Rotweinsorten wie Pinot noir oder Gamay zu überzeugen. Die gesamte Rebfläche in Lothringen umfasst nicht mehr als 200 Hektar (zum Vergleich: Allein die Stadt Wien hat eine eigene Rebfläche von mehr als 600 Hektar). Gut 20 Hektar davon bewirtschaftet das Weingut Laroppe. Das kleine Unternehmen ist im zur Côtes de Toul gehörenden Weindorf Bruley ansässig. Bei einem Besuch vor Ort wird unsere Vermutung bestätigt, dass sich &#8222;Export&#8220; hier auf Restaurants und kleinere Läden in der Umgebung beschränkt. Und tatsächlich: In der nächstgelegenen Großstadt Nancy finden sich Weine der Côtes de Toul, aber auch der Côtes de Moselle in auffallender Fülle. Man ist also stolz auf seine kleinen Appellationen. Zu recht? Gris als Aushängeschild Lothringer Weins Vor mir stehen mit dem Gris von Laroppe und dem Gris sowie dem Auxerrois der Domaine Régina drei Weine der Côtes de Toul auf dem Tisch. Dazu gesellt sich der Les Gryphées vom Chateau de Vaux (kein Bild), eine Weißwein-Cuvée (Auxerrois, Müller-Thurgau, Pinot gris und Gewürtztraminer) der Côtes de Moselle. Letzterer zeigt sich zunächst recht schüchtern, überzeugt dann aber mit schlankem Körper und zitrischen Noten besonders zu leichten Fischgerichten oder einfach als Apéro. Etwas wuchtiger im Glas dagegen und absolut sortentypisch: der reinsortige Auxerrois der Domaine Régina. In der Nase zeigt er sich sehr gelbfruchtig (auch etwas überreif) mit Tendenz zu satter Honigmelone. Dazu Anleihen von Nüssen und Rosenblättern bei wenig Säure. Insgesamt etwas plump, muss man mögen. Ein klarer grauer Star Buchstäblich die Nase vorn hat in diesem Lothringer Mini-Tasting aber der für die Region typische Gris. Beim Vin gris, also zu deutsch grauem Wein, werden Rotweintrauben wie bei der Weißweinherstellung pneumatisch gepresst (keine Maischegärung!), wodurch nur ein sehr heller rosa Farbton entsteht. Ähnlich also wie beim deutschen Weißherbst, nur dass hier mehr als eine Rebsorte in die Flasche kommt. Konkret: Gamay, Pinot noir und Auxerrois. Auch der Gris von Laroppe (70 Prozent Gamay, 20 Prozent Pinot noir, 10 Prozent Auxerrois) ist zunächst verhalten in der Nase, was ja aber auch auf viele staubtrockene Provence-Rosés der besseres Sorte zutrifft, entfaltet dann aber einen animierenden Säurezug mit ausdrucksstarken Kräuter-Aromen und Silex (Feuerstein). Im Nachhall gestellt sich noch leise Erdbeere dazu. Absolut stark &#8211; und das für knappe zehn Euro. Leicht schwächer auf der Brust zeigt sich der Gris der Domaine Régina (Gamay 85 Prozent, Pinot noir 10 Prozent, Auxerrois 5 Prozent) im direkten Vergleich: Bei geringerem Säurespiel mag er sich auch nach gutem Zureden nicht so recht öffnen. Die filigrane Mineralik- und Erdbeere-Note im Abgang stimmt bei leichter Sommerküche und dem Radio entschwebenden Chansons von Françoise Hardy und Georges Brassens aber durchaus versöhnlich. Als nahezu direkte Nachbarn im Weinberg dürfte hier das leicht voneinander abweichende Rebsorten-Verhältnis keine unwesentliche Rolle spielen. Ohne Mos(el) nix los Für ein dermaßen kleines Anbaugebiet verfügt Lothringen über eine beachtliche Auswahl und vor allem Spannbreite von Stilen: von schlank bis vollschlank, von still bis sprudelnd, von weiß bis rot (wenngleich wir auf die Roten in diesem Artikel nicht weiter eingegangen sind. Pinot noir ist hier aber der Hauptakteur) – das alles auf nicht einmal 200 Hektar Anbaufläche. Und in der Mitte natürlich das Aushängeschild der Region: der Gris, alles andere als eine graue Maus. Für Virginie Grand vom Weingut Laroppe sind für das Weinwunder Lothringen drei Hauptfaktoren verantwortlich: &#8222;Lehm- und Kalksteinhänge, die das Tal der Mosel überragen – ein Fluss, der das Klima mildert und Schutz vor dem feuchten ozeanischen Einfluss bietet. Und natürlich die charakteristischen Rebsorten: Auxerrois und Pinot noir sowie der Gamay, der als Verschnitt für den Grauwein verwendet wird.&#8220;&#160;Erwähnenswert ist zudem die autochthone weiße Rebsorte Aubin, die ausschließlich auf der Domaine Laroppe angebaut werden darf. Let&#8217;s Metz oder direkt ins Netz Die geografische Nähe sowie die Verwendung der roten Sorten Pinot noir und Gamay lässt den leisen Verdacht aufkommen, dass hier bewusst in Richtung Burgund geschielt wird. Auf die direkte Frage, mit welcher anderen Weinregion sie die AOC Côtes de Toul am ehesten vergleichen würde, antwortet Virginie Grand, dass es grundsätzlich schwierig sei, hier Eins-zu-eins-Vergleiche zu ziehen. &#8222;Ich würde die Côtes d&#8217;Auvergne zum Vergleich heranziehen&#8220;, überlegt Grand dennoch und fügt erklärend hinzu: &#8222;Ein Weinbaugebiet, das es verdient, bekannt zu sein. Bemerkenswert auch wegen der Typizität seiner Weine und des Know-hows der Winzer.&#8220; Gut, die nächste Weinreise geht also an die Loire. Da die Chance, einen Lothringer Wein in einem deutschen Weingeschäft oder gar Supermarkt zu finden, asymptotisch gegen Null gehen dürfte, bleibt nur der Weg über Metz oder das Netz. Wer eine Postleitzahl aus dem Saarland oder Rheinland-Pfalz hat, darf realistisch über einen Tages-Ausflug über die Grenze nachdenken. Für alle anderen bieten die drei erwähnten Weingüter auf ihrer Homepage aber auch eine Online-Bestellung an. Zum nächsten Picknick mit Quiche Lorraine und Lothringer Pastete wisst ihr also, was zu tun ist.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://traubengucker.de/regionen/lothringer-wein-jetzt-wirds-exotisch/">Lothringer Wein – jetzt wird&#8217;s exotisch</a> erschien zuerst auf <a href="https://traubengucker.de">Traubengucker</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Hat man die Karte mit den wichtigen französischen Weinbauregionen vor sich, dann fallen einem zunächst die großen und unverzichtbaren Gebiete Bordeaux, Champagne oder Burgund sowie das umfassende Languedoc im Süden auf. Bei genauerem Blick sollten auf jeder halbwegs brauchbaren Karte aber auch kleinere Appellationen wie <a href="https://traubengucker.de/rubrik/elsaesser-spitzen-1-florimont/">Elsass</a>, Jura oder Savoie vermerkt sein. Weniger bekannt ist, dass es auch eine Lothringer Weinbautradition gibt, welche zwei Regionen mit geschützter Ursprungsbezeichnung, also <a href="https://www.inao.gouv.fr" target="_blank" rel="noreferrer noopener">AOC</a>-Siegel, hervorgebracht hat: Côtes de Moselle und Côtes de Toul. Hinzu kommt noch die Landweinkategoerie Côtes de Meuse (IGP).</p>



<p>Tatsächlich war Wein aus Lothringen bis ins 19. Jahrhundert eine größere Nummer. Der Abstieg aus der Beletage lässt sich grob mit drei Stichworten zusammenfassen: Reblaus, Kriege, Industrialisierung – einen ausführlicheren Spaziergang durch die Vergangenheit Lothringer Weine gibt es in <a href="https://chezmatze.de/2011/08/01/lothringen-vergessenes-weinland/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">diesem spannenden Artikel</a> von Weinblog-Papst <a href="https://chezmatze.de">ChezMatze</a>. Kleiner Spoiler: Auch hier waren es wieder die Römer, die den Weinbau in die Region brachten.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Keine Metzchen: Die Mosel macht auch in Frankreich guten Wein</strong></h2>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7556-1024x1024.jpeg" alt="Die Metzer Altstadt." class="wp-image-553" srcset="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7556-1024x1024.jpeg 1024w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7556-300x300.jpeg 300w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7556-150x150.jpeg 150w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7556-768x768.jpeg 768w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7556-1536x1536.jpeg 1536w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7556-2048x2048.jpeg 2048w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7556-1140x1140.jpeg 1140w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7556-75x75.jpeg 75w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das Schönste an Saarbrücken: In nur einer Stunde ist man in Metz. </figcaption></figure>



<p>In der nördlichen, rund um die Stadt Metz gelegenen AOC <a href="https://terroirmoselle.eu/de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Côtes de Moselle</a> geben vor allem weiße Burgunder-Sorten wie Auxerrois oder Pinot gris den Ton an. Die weiter südlich gelegene AOC <a href="https://terroirmoselle.eu/de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Côtes</a><a href="https://terroirmoselle.eu/de/"> de Toul</a> weiß neben Auxerrois auch mit Rotweinsorten wie Pinot noir oder Gamay zu überzeugen.</p>



<p>Die gesamte Rebfläche in Lothringen umfasst nicht mehr als 200 Hektar (zum Vergleich: Allein die Stadt Wien hat eine eigene Rebfläche von mehr als 600 Hektar). Gut 20 Hektar davon bewirtschaftet das Weingut Laroppe. Das kleine Unternehmen ist im zur Côtes de Toul gehörenden Weindorf Bruley ansässig. Bei einem Besuch vor Ort wird unsere Vermutung bestätigt, dass sich &#8222;Export&#8220; hier auf Restaurants und kleinere Läden in der Umgebung beschränkt. Und tatsächlich: In der nächstgelegenen Großstadt Nancy finden sich Weine der Côtes de Toul, aber auch der Côtes de Moselle in auffallender Fülle. Man ist also stolz auf seine kleinen Appellationen. Zu recht?</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" data-id="549" src="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7483-1024x1024.jpeg" alt="Das Weingut Laroppe in Bruley." class="wp-image-549" srcset="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7483-1024x1024.jpeg 1024w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7483-300x300.jpeg 300w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7483-150x150.jpeg 150w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7483-768x768.jpeg 768w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7483-1536x1536.jpeg 1536w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7483-2048x2048.jpeg 2048w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7483-1140x1140.jpeg 1140w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7483-75x75.jpeg 75w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Hier wird Weinbau noch kleingeschrieben: <br>Das putzige Weingut Laroppe in Bruley. </figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" data-id="548" src="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7486-1024x1024.jpeg" alt="Ein Lothringer Weinberg der Côtes de Toul bei Bruley." class="wp-image-548" srcset="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7486-1024x1024.jpeg 1024w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7486-300x300.jpeg 300w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7486-150x150.jpeg 150w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7486-768x768.jpeg 768w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7486-1536x1536.jpeg 1536w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7486-2048x2048.jpeg 2048w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7486-1140x1140.jpeg 1140w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7486-75x75.jpeg 75w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ein Lothringer Weinberg der Côtes de Toul bei Bruley. </figcaption></figure>
</figure>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Gris als Aushängeschild Lothringer Weins</strong></h2>



<p>Vor mir stehen mit dem Gris von <a href="https://www.domaine-laroppe.fr" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Laroppe</a> und dem Gris sowie dem Auxerrois der Domaine Régina drei Weine der Côtes de Toul auf dem Tisch. Dazu gesellt sich der Les Gryphées vom <a href="https://chateaudevaux.com" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Chateau de Vaux</a> (kein Bild), eine Weißwein-Cuvée (Auxerrois, Müller-Thurgau, Pinot gris und <a href="https://traubengucker.de/rubrik/elsaesser-spitzen-1-florimont/">Gewürtztraminer</a>) der Côtes de Moselle. Letzterer zeigt sich zunächst recht schüchtern, überzeugt dann aber mit schlankem Körper und zitrischen Noten besonders zu leichten Fischgerichten oder einfach als Apéro.</p>



<p>Etwas wuchtiger im Glas dagegen und absolut sortentypisch: der reinsortige Auxerrois der <a href="https://domaineregina.com" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Domaine Régina</a>. In der Nase zeigt er sich sehr gelbfruchtig (auch etwas überreif) mit Tendenz zu satter Honigmelone. Dazu Anleihen von Nüssen und Rosenblättern bei wenig Säure. Insgesamt etwas plump, muss man mögen.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" data-id="579" src="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7949-1024x1024.jpg" alt="Der Gris der Domaine Régina (Côtes de Toul)" class="wp-image-579" srcset="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7949-1024x1024.jpg 1024w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7949-300x300.jpg 300w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7949-150x150.jpg 150w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7949-768x768.jpg 768w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7949-1536x1536.jpg 1536w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7949-2048x2048.jpg 2048w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7949-1140x1140.jpg 1140w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7949-75x75.jpg 75w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Gris der Domaine Régina</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" data-id="551" src="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7522-1024x1024.jpeg" alt="Links: Der Gris von Laroppe, rechts der Auxerrois der Domaine Régina." class="wp-image-551" srcset="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7522-1024x1024.jpeg 1024w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7522-300x300.jpeg 300w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7522-150x150.jpeg 150w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7522-768x768.jpeg 768w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7522-1536x1536.jpeg 1536w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7522-2048x2048.jpeg 2048w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7522-1140x1140.jpeg 1140w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7522-75x75.jpeg 75w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Links: Der Gris von Laroppe, rechts der Auxerrois der Domaine Régina.</figcaption></figure>
</figure>



<h2 class="wp-block-heading">Ein klarer grauer Star</h2>



<p>Buchstäblich die Nase vorn hat in diesem Lothringer Mini-Tasting aber der für die Region typische Gris. Beim Vin gris, also zu deutsch grauem Wein, werden Rotweintrauben wie bei der Weißweinherstellung pneumatisch gepresst (keine Maischegärung!), wodurch nur ein sehr heller rosa Farbton entsteht. Ähnlich also wie beim deutschen Weißherbst, nur dass hier mehr als eine Rebsorte in die Flasche kommt. Konkret: Gamay, <a href="https://traubengucker.de/tag/spaetburgunder/">Pinot noir</a> und Auxerrois.</p>



<p>Auch der Gris von Laroppe (70 Prozent Gamay, 20 Prozent Pinot noir, 10 Prozent Auxerrois) ist zunächst verhalten in der Nase, was ja aber auch auf viele staubtrockene Provence-Rosés der besseres Sorte zutrifft, entfaltet dann aber einen animierenden Säurezug mit ausdrucksstarken Kräuter-Aromen und Silex (Feuerstein). Im Nachhall gestellt sich noch leise Erdbeere dazu. Absolut stark &#8211; und das für knappe zehn Euro.</p>



<p>Leicht schwächer auf der Brust zeigt sich der Gris der Domaine Régina (Gamay 85 Prozent, Pinot noir 10 Prozent, Auxerrois 5 Prozent) im direkten Vergleich: Bei geringerem Säurespiel mag er sich auch nach gutem Zureden nicht so recht öffnen. Die filigrane Mineralik- und Erdbeere-Note im Abgang stimmt bei leichter Sommerküche und dem Radio entschwebenden Chansons von Françoise Hardy und Georges Brassens aber durchaus versöhnlich. Als nahezu direkte Nachbarn im Weinberg dürfte hier das leicht voneinander abweichende Rebsorten-Verhältnis keine unwesentliche Rolle spielen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7518-1024x1024.jpeg" alt="Zwei Gläser Wein im Lothringer Städtchen Toul." class="wp-image-550" style="width:840px;height:auto" srcset="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7518-1024x1024.jpeg 1024w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7518-300x300.jpeg 300w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7518-150x150.jpeg 150w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7518-768x768.jpeg 768w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7518-1536x1536.jpeg 1536w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7518-2048x2048.jpeg 2048w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7518-1140x1140.jpeg 1140w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7518-75x75.jpeg 75w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Savoir vivre in Nancy – die Weinberge der AOC Côtes de Toul erreicht man von hier aus in rund 30 Minuten mit dem Auto.&nbsp;</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Ohne Mos(el) nix los</h2>



<p>Für ein dermaßen kleines Anbaugebiet verfügt Lothringen über eine beachtliche Auswahl und vor allem Spannbreite von Stilen: von schlank bis vollschlank, von still bis sprudelnd, von weiß bis rot (wenngleich wir auf die Roten in diesem Artikel nicht weiter eingegangen sind. Pinot noir ist hier aber der Hauptakteur) – das alles auf nicht einmal 200 Hektar Anbaufläche. Und in der Mitte natürlich das Aushängeschild der Region: der Gris, alles andere als eine graue Maus.</p>



<p>Für Virginie Grand vom Weingut Laroppe sind für das Weinwunder Lothringen drei Hauptfaktoren verantwortlich: &#8222;Lehm- und Kalksteinhänge, die das Tal der Mosel überragen – ein Fluss, der das Klima mildert und Schutz vor dem feuchten ozeanischen Einfluss bietet. Und natürlich die charakteristischen Rebsorten: Auxerrois und Pinot noir sowie der Gamay, der als Verschnitt für den Grauwein verwendet wird.&#8220;&nbsp;Erwähnenswert ist zudem die autochthone weiße Rebsorte Aubin, die ausschließlich auf der Domaine Laroppe angebaut werden darf.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Let&#8217;s Metz oder direkt ins Netz</h2>



<p>Die geografische Nähe sowie die Verwendung der roten Sorten Pinot noir und Gamay lässt den leisen Verdacht aufkommen, dass hier bewusst in Richtung Burgund geschielt wird. Auf die direkte Frage, mit welcher anderen Weinregion sie die AOC Côtes de Toul am ehesten vergleichen würde, antwortet Virginie Grand, dass es grundsätzlich schwierig sei, hier Eins-zu-eins-Vergleiche zu ziehen. &#8222;Ich würde die Côtes d&#8217;Auvergne zum Vergleich heranziehen&#8220;, überlegt Grand dennoch und fügt erklärend hinzu: &#8222;Ein Weinbaugebiet, das es verdient, bekannt zu sein. Bemerkenswert auch wegen der Typizität seiner Weine und des Know-hows der Winzer.&#8220; Gut, die nächste Weinreise geht also an die Loire.</p>



<p>Da die Chance, einen Lothringer Wein in einem deutschen Weingeschäft oder gar Supermarkt zu finden, asymptotisch gegen Null<em> </em>gehen dürfte, bleibt nur der Weg über Metz oder das Netz. Wer eine Postleitzahl aus dem Saarland oder Rheinland-Pfalz hat, darf realistisch über einen Tages-Ausflug über die Grenze nachdenken. Für alle anderen bieten die drei erwähnten Weingüter auf ihrer Homepage aber auch eine Online-Bestellung an. Zum nächsten Picknick mit Quiche Lorraine und Lothringer Pastete wisst ihr also, was zu tun ist.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://traubengucker.de/regionen/lothringer-wein-jetzt-wirds-exotisch/">Lothringer Wein – jetzt wird&#8217;s exotisch</a> erschien zuerst auf <a href="https://traubengucker.de">Traubengucker</a>.</p>
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