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	<title>Grüner Veltliner Archive - Traubengucker</title>
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	<title>Grüner Veltliner Archive - Traubengucker</title>
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		<title>Cool Climate Down Under: Australische Weißweine unter der Lupe</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Jan 2026 16:54:45 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Denk ich an Deutschland … denk ich an Heinrich Heine.Denk ich an Australien … zunächst an rote Weine.﻿ … joa, ein einigermaßen kultivierter Einstieg ins neue Jahr. Während wir uns gerade mit Wärm- und Rotweinflasche durch die kalten Nächte bibbern, sieht es auf der südlichen Erdhalbkugel genau anders aus. In Australien etwa dürfte man bei Temperaturen um die 38 Grad Celsius am Strand eher in Richtung gekühltem Weißwein schielen. Was viele hierzulande oft überrascht: Auch in Down Under verfügt man über ausgewiesene Cool-Climate-Zonen, die ideal für weiße Rebsorten wie Riesling sind. Wer Australien also nur mit schwerem Shiraz aus Barossa Valley verbindet, hat eine echte Bildungslücke (die sich bei mir aber auch erst nach meiner WSET2-Ausbildung schloss). Nun finden wir selbst in gut aufgestellten Weinläden von Flensburg bis Füssen im Australien-Regal überwiegend rote Weine und hie und da maximal mal einen oft ebenso wuchtigen Chardonnay, der nicht nur im Holz lag, sondern ausgiebig darin badete. Mein Glück ist, dass ich einen reisefreudigen Schwager habe, der um meine Weinleidenschaft nicht nur weiß, sondern auch höflichst vorher fragt, was dem Herrn denn so beliebe. Zudem ist er Ingenieur und entsprechend erfindungsreich und gut darin, möglichst viele Flaschen in seinem kleinen Trolley zu verstauen – beneidenswert, wenn man, wie ich, schon mit der kleidungstechnischen Grundausstattung für ein Wochenende am Main an seine Grenzen kommt.  Nicht gebeutelt von Känguru-Hitze: Kühle Weißweine aus dem modernen Australien Aber kommen wir zurück zum Thema. Australien baut rund 55 Prozent rote Rebsorten an. Satte 45 Prozent entfallen auf weiße Rebsorten. Unangefochtene Nummer 1 bei Weißweinen ist Chardonnay. Die Sorte nimmt rund 18 Prozent der Anbaufläche ein und ist damit die zweithäufigste Rebsorte des Kontinents nach Shiraz. Es folgen Sémillon, bekannt aus dem Bordeaux, und Sauvignon Blanc, bekannt von der Loire. Letztere erlebt weiter östlich in Neuseeland gerade ihren zweiten Frühling. Um nun aber nochmals auf den weiter oben bereits angesprochenen Riesling zurückzukommen, geht es nach Südaustralien: Dort liegen die beiden Cool-Climate-Zonen Clare Valley und Eden Valley. Diese beiden Riesling-Anbaugebiete liegen nördlich der Stadt Adelaide. In Clare Valley dominieren kalkhaltige Terra-rossa-Böden. Vom südlich gelegenen Spencer Golf ziehen kühle Winde, teilweise mit antarktischer Frische, vom Meer durch die Weinreben, die teilweise auf 400 bis 500 Metern Höhe wachsen. Riesling mit Rheingau-Gefühl Stellvertretend für Clare Valley habe ich den Riesling „Traditionale“ von Pikes aus den Ausläufern der Mount Lofty Ranges, einer Bergkette, im Glas (Jahrgang 2024). Dieser Riesling hat einen derart schlanken Körper, dass er auch durch jedes Heizungsrohr gepasst hätte – kommt aber aus dem Stahltank. Will sagen: Hier haben wir einen Wein mit straffer Säure, einem Hauch Limette und wunderbar rauchiger Note im Glas, der quasi nach Austern und Meeresfrüchten schreit (der Fischkopf auf dem Etikett gibt also schon die Richtung vor). Von der Stilistik her, denke ich hier spontan an den Rheingau. Niemals wäre mir bei einer Blindverkostung Australien in den Kopf gekommen.Gleichzeitig ist dies, durch die europäische Brille betrachtet, aber auch sein Problem: Für diesen Wein, so gefällig er auch sein mag, muss man nicht bis ans andere Ende der Welt reisen. Es reicht die RB10 ab Wiesbaden Hauptbahnhof in Richtung Koblenz. Die Söhne von Eden machen von sich Reden Etwas südlicher, direkt neben dem Barossa Valley, liegt Eden Valley. Auch hier hängen die Trauben hoch. Höhenunterschiede von bis zu 500 Metern zeigen, warum in diesen Lagen Riesling gedeiht. In den tiefer gelegenen Bereichen, wie dem Barossa Valley, wächst hingegen Shiraz. Das Weingut Sons of Eden produziert hier in Eden Valley unter anderem Riesling &#8211; und was für einen. Der „Freya“, benannt nach der nordischen Liebesgöttin, hat im direkten Vergleich zum Pikes-Riesling zwar weniger Rauch und Mineralik in der Nase, dafür aber bereits jetzt – wir haben den Jahrgang 2025 im Glas (die Weinlese findet hier im Frühjahr statt) – Anklänge von Petrol. Zudem zeichnet er sich durch eine feine Gelbfruchtigkeit aus, welche sicherlich auch der längeren kühlen Gärung geschuldet sein wird. Im Anschluss lässt das Weingut die Jungweine noch vier Monate auf der Hefe ruhen. Alles in allem gute Argumente, den 25er-Jahrgang noch das ein oder andere Jahr im Keller nachreifen zu lassen. Eine sachte Honignote im Nachhall sorgt allerdings wiederum dafür, dass die zweite Flasche doch schon gleich im Anschluss geöffnet werden soll. Ach so, wir haben nur eine? Hm, schade … Werther’s Echte im Glas – aber bitte mit Säure Riesling, Grauburgunder, Sauvignon Blanc und Chardonnay wachsen auch weiter südlich in den Adelaide Hills – ein relativ kühles Klima und viel Wald machen’s möglich. Sogar Schaumweine erhalten hier ihr notwendiges Säuregerüst. Im Winter, also wenn es bei uns Sommer ist, kann es für australische Verhältnisse recht viel regnen (also wie bei uns im Sommer). Und so ist etwa der Chardonnay vom Weingut Acmé einerseits ein typischer Vertreter seiner Zunft, weil er  – im Holz ausgebaut – mit Vanille- und Karamell-Noten nicht nur nicht geizt, sondern auch Werther’s Echten schon Konkurrenz macht. Andererseits ist er von der Haptik her keine fette Chardonnay-Bombe. Er verfügt über einen maximal mittelschweren Körper bei nicht fehlender Säure &#8211; hier schmeckt man das kühlere Klima deutlich. Und apropos Chardonnay: Hervorragende Bedingungen für burgundische Rebsorten finden Winzerinnen und Winzer im Weinstaat Victoria, allen voran im Yarra Valley um und bei Melbourne. Hier sind Pinot noir und Chardonnay die Stars. In den 1980er-Jahren gründete die französische Luxusmarke Moët &#38; Chandon hier ihren Ableger Domaine Chandon und produziert seit ehedem dort australische Schaumweine auf Spitzenniveau. Das prickelt! Australien und Austria liegen auf Tasmanien dicht beieinander Schauen wir noch kurz, dass keine Haie in Sichtweite sind, und schwimmen rasch rüber nach Tasmanien. Die Insel vor der Südküste des Kontinents bietet grundsätzlich beste Bedingungen für Rebsorten, die ein kühleres Klima brauchen. Geografisch liegt Tasmanien etwa auf Höhe von Neuseelands Südinsel und ist auch ein fruchtbarer Boden für Schaumweine: Pinot noir und Chardonnay zählen hier folgerichtig zu den wichtigsten Sorten. Sogar das wichtigste Weingut des Landes, Penfolds, baut immer mehr Chardonnay auf Tasmanien an.  Entsprechend sind die Weine leichter und frischer als die Konkurrenz vom Festland. Interessanterweise hat mir mein Schwager das genau Gegenteil mitgebracht. Achtung, jetzt kommt’s: einen Grünen Veltliner vom Weingut Sinapius, dessen Trauben zur Hälfte im Eichenfass ausgebaut wurden und der die malolaktische Gärung durchlaufen hat (die straffe Äpfelsäure wird in Milchsäure umgewandelt). In Österreich hätte ein solcher Wein den Hinweis „Reserve“ auf dem Etikett. Diese Vorwarnung hatte ich nicht …Auf ein typisches „Pfefferl“ eingestellt, hatte ich einen Wein von mittlerem Körper und deutlichem Vanille-Aroma im Glas. Dennoch: Trotz des wunderbaren Schmelzes im Nachhall, verfügte dieser Grüne Veltliner noch immer über eine vitale Frische und leichte Kräuternote, die ihn so wiederum von einem typischen fetten Aussie-Chardonnay unterscheidet. Eine echt spannende Überraschung und gleichzeitig ein Gaumenschmeichler. Wenn Tasmanien jetzt noch Mozartkugeln herstellt, wird’s aber langsam unheimlich.  Spät gelesen, früh begeistert: Tasmanischer Riesling zum Finale Unheimlich interessant soll auch der lukullische Abschluss dieser australischen Weißweinreise werden. Die Trauben für den Riesling vom tasmanischen Weingut Mewstone wurden erst Ende April gelesen. Anschließend erfolgte die Verarbeitung per Ganztraubenpressung – bei Riesling nicht ungewöhnlich.  Die Stängel und Stiele fungieren als sperriges Netz. So werden die Traubenkerne beim Pressen nicht aufgebrochen und Bitterstoffe gelangen nicht in den Wein. Die Spontanvergärung findet ganz gemächlich in alten Holzfässern statt. Und das merkt man sofort: Wir haben einen kräftigen Wein im Glas, der von der Konstruktion her an ein deutsches Großes Gewächs erinnert. In der Nase macht sich zugleich eine buttrige Note breit, dazu Dill und Gurke. Am Gaumen präsentiert sich ein ausbalancierter Wein von mittlerem Körper. Gut eingebundenes Holz und eine vitale Säure machen Lust auf einen zweiten Schluck. Im langen Nachhall klopft noch kurz der Honigtopf hinten ans Zäpfchen. Bei diesem Wein stimmt einfach alles. In seinem Online-Shop bietet Mewstone den Wein für 60 australische Dollar, umgerechnet rund 34 Euro, an &#8211; für dieses Geschmackserlebnis fast schon ein Schnäppchen. Zum Ende unseres Weißweinexkurses nach Down Under sei noch erwähnt, dass auch Marsanne, Chenin Blanc, Rousanne, Viognier sowie Gewürztraminer unter australischen Winzerinnen und Winzern eine feste Größe sind. Letzterer ist besonders im Zusammenhang mit der buchstäblich naheliegenden asiatischen Küche in halbtrockener Form (ab und an auch mit Riesling verschnitten) eine populäre und bestens funktionierende Weinbegleitung. Zwischen Eukalyptus und Schiefer Ganz ohne lange Flugstrecken mit Thrombosestrümpfen und handtellergroßen Spinnen endet hier unser Australien-Trip. Und klar, geneigte Wein-Fans in Oslo, Madrid oder London würden ihre Rieslinge sicherlich auch in zwanzig Jahren noch aus dem Rheingau, von der Mosel oder aus dem Elsass beziehen. Andersherum haben Weinfreunde in Sydney, Canberra oder Melbourne ihren Garten Eden auch direkt vor der Tür. Und ob wir bei einem Blind-Tasting (gute Idee!) Elsass und Eden Valley spontan hätten unterscheiden können, steht auch auf einem anderen Eukalyptus-Blatt.Um also mit einem leicht abgewandelten Zitat von Andi Möller zu enden: Mosel oder Melbourne – Hauptsache Riesling.  </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://traubengucker.de/regionen/cool-climate-down-under-australische-weissweine-unter-der-lupe/">Cool Climate Down Under: Australische Weißweine unter der Lupe</a> erschien zuerst auf <a href="https://traubengucker.de">Traubengucker</a>.</p>
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<p id="block-7c43e50f-5ddc-4bf8-9d70-cb74df6be205"><strong><br>Denk ich an Deutschland … denk ich an Heinrich Heine.<br>Denk ich an Australien … zunächst an rote Weine.</strong><br>﻿</p>
</blockquote>



<p id="block-6974d4d7-c951-4184-8dff-4d4db3e97888">… joa, ein einigermaßen kultivierter Einstieg ins neue Jahr. Während wir uns gerade mit Wärm- und Rotweinflasche durch die kalten Nächte bibbern, sieht es auf der südlichen Erdhalbkugel genau anders aus. In Australien etwa dürfte man bei Temperaturen um die 38 Grad Celsius am Strand eher in Richtung gekühltem Weißwein schielen. Was viele hierzulande oft überrascht: Auch in Down Under verfügt man über ausgewiesene Cool-Climate-Zonen, die ideal für weiße Rebsorten wie Riesling sind. Wer Australien also nur mit schwerem Shiraz aus Barossa Valley verbindet, hat eine echte Bildungslücke (die sich bei mir aber auch erst nach meiner WSET2-Ausbildung schloss).</p>



<p id="block-f061c307-db30-4f68-887a-68250a8930c6">Nun finden wir selbst in gut aufgestellten Weinläden von Flensburg bis Füssen im Australien-Regal überwiegend rote Weine und hie und da maximal mal einen oft ebenso wuchtigen Chardonnay, der nicht nur im Holz lag, sondern ausgiebig darin badete. Mein Glück ist, dass ich einen reisefreudigen Schwager habe, der um meine Weinleidenschaft nicht nur weiß, sondern auch höflichst vorher fragt, was dem Herrn denn so beliebe. Zudem ist er Ingenieur und entsprechend erfindungsreich und gut darin, möglichst viele Flaschen in seinem kleinen Trolley zu verstauen – beneidenswert, wenn man, wie ich, schon mit der kleidungstechnischen Grundausstattung für ein Wochenende am Main an seine Grenzen kommt. </p>



<figure class="wp-block-image" id="block-ca318332-a337-424a-a234-dfbeaa8edf1c"><img decoding="async" src="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/12/7840dbf7-8a46-4656-9dea-e59468e9a00d-1024x1024.jpeg" alt="Australische Verhältnisse: Zwei Kängurus in freier Wildbahn gucken in die Kamera. (Copyright: Fabian Laukotka)"/><figcaption class="wp-element-caption">Boxtraining im Busch – mit diesen Typen legt man sich besser nicht an. (Copyright: Fabian Laukotka)</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading" id="block-9ff9a3a4-f5fc-401f-a258-abc2a90975b9">Nicht gebeutelt von Känguru-Hitze: Kühle Weißweine aus dem modernen Australien</h2>



<p id="block-e1e83f07-be23-438f-8c0f-658a8cbe09f1">Aber kommen wir zurück zum Thema. Australien baut rund 55 Prozent rote Rebsorten an. Satte 45 Prozent entfallen auf weiße Rebsorten. Unangefochtene Nummer 1 bei Weißweinen ist Chardonnay. Die Sorte nimmt rund 18 Prozent der Anbaufläche ein und ist damit die zweithäufigste Rebsorte des Kontinents nach Shiraz. Es folgen Sémillon, bekannt aus dem Bordeaux, und Sauvignon Blanc, bekannt von der Loire. Letztere erlebt weiter östlich in Neuseeland gerade ihren zweiten Frühling.</p>



<p id="block-cd748054-13da-421a-b94a-4f6373af10ab">Um nun aber nochmals auf den weiter oben bereits angesprochenen <a href="https://traubengucker.de/regionen/weine-aus-dem-siebengebirge/">Riesling</a> zurückzukommen, geht es nach Südaustralien: Dort liegen die beiden Cool-Climate-Zonen Clare Valley und Eden Valley. Diese beiden Riesling-Anbaugebiete liegen nördlich der Stadt Adelaide. In Clare Valley dominieren kalkhaltige Terra-rossa-Böden. Vom südlich gelegenen Spencer Golf ziehen kühle Winde, teilweise mit antarktischer Frische, vom Meer durch die Weinreben, die teilweise auf 400 bis 500 Metern Höhe wachsen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="block-452aa322-ba83-42c9-aa32-0334b8dbb0cc">Riesling mit Rheingau-Gefühl</h2>



<figure class="wp-block-image" id="block-2bd56baa-2d31-44d3-b483-26dc26db1037"><img decoding="async" src="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/12/IMG_2565-1024x1024.jpeg" alt="Der &quot;Freya&quot; von &quot;Sons of Eden&quot; aus dem Eden Valley und der Riesling von &quot;Mikes&quot; aus dem Clare Valley auf dem Küchentisch."/><figcaption class="wp-element-caption">Eden Valley und Clare Valley liegen dicht beieinander (Achtung: Serviervorschlag)</figcaption></figure>



<p id="block-6dbd865e-5d80-482b-90d5-bd18ed819254">Stellvertretend für Clare Valley habe ich den Riesling „Traditionale“ von <a href="https://pikeswines.com.au/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Pikes</a> aus den Ausläufern der Mount Lofty Ranges, einer Bergkette, im Glas (Jahrgang 2024). Dieser Riesling hat einen derart schlanken Körper, dass er auch durch jedes Heizungsrohr gepasst hätte – kommt aber aus dem Stahltank. Will sagen: Hier haben wir einen Wein mit straffer Säure, einem Hauch Limette und wunderbar rauchiger Note im Glas, der quasi nach Austern und Meeresfrüchten schreit (der Fischkopf auf dem Etikett gibt also schon die Richtung vor). Von der Stilistik her, denke ich hier spontan an den Rheingau. Niemals wäre mir bei einer Blindverkostung Australien in den Kopf gekommen.<br>Gleichzeitig ist dies, durch die europäische Brille betrachtet, aber auch sein Problem: Für diesen Wein, so gefällig er auch sein mag, muss man nicht bis ans andere Ende der Welt reisen. Es reicht die RB10 ab Wiesbaden Hauptbahnhof in Richtung Koblenz.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="block-d70195ff-b48c-48c9-b082-f4259e11c512">Die Söhne von Eden machen von sich Reden</h2>



<p id="block-19548788-d105-4325-81f2-4ca8e3f68041">Etwas südlicher, direkt neben dem Barossa Valley, liegt Eden Valley. Auch hier hängen die Trauben hoch. Höhenunterschiede von bis zu 500 Metern zeigen, warum in diesen Lagen Riesling gedeiht. In den tiefer gelegenen Bereichen, wie dem Barossa Valley, wächst hingegen Shiraz.</p>



<p id="block-1a701221-cc36-47ec-9bb7-426d6e5ec0d8">Das Weingut <a href="https://sonsofeden.com" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Sons of Eden</a> produziert hier in Eden Valley unter anderem Riesling &#8211; und was für einen. Der „Freya“, benannt nach der nordischen Liebesgöttin, hat im direkten Vergleich zum Pikes-Riesling zwar weniger Rauch und Mineralik in der Nase, dafür aber bereits jetzt – wir haben den Jahrgang 2025 im Glas (die Weinlese findet hier im Frühjahr statt) – Anklänge von Petrol. Zudem zeichnet er sich durch eine feine Gelbfruchtigkeit aus, welche sicherlich auch der längeren kühlen Gärung geschuldet sein wird. Im Anschluss lässt das Weingut die Jungweine noch vier Monate auf der Hefe ruhen. Alles in allem gute Argumente, den 25er-Jahrgang noch das ein oder andere Jahr im Keller nachreifen zu lassen. Eine sachte Honignote im Nachhall sorgt allerdings wiederum dafür, dass die zweite Flasche doch schon gleich im Anschluss geöffnet werden soll. Ach so, wir haben nur eine? Hm, schade …</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="block-e06a1922-23e4-470a-8c4e-96eeb28815b6">Werther’s Echte im Glas – aber bitte mit Säure</h2>



<p id="block-ca44e712-0747-41ea-8c37-e977c44b008d">Riesling, Grauburgunder, Sauvignon Blanc und Chardonnay wachsen auch weiter südlich in den Adelaide Hills – ein relativ kühles Klima und viel Wald machen’s möglich. Sogar Schaumweine erhalten hier ihr notwendiges Säuregerüst. Im Winter, also wenn es bei uns Sommer ist, kann es für australische Verhältnisse recht viel regnen (also wie bei uns im Sommer).</p>



<p id="block-1471d655-03c1-4d6f-b2ad-3cb9df1b8c51">Und so ist etwa der Chardonnay vom Weingut <a href="https://acmevineyards.com.au" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Acmé</a> einerseits ein typischer Vertreter seiner Zunft, weil er  – im Holz ausgebaut – mit Vanille- und Karamell-Noten nicht nur nicht geizt, sondern auch Werther’s Echten schon Konkurrenz macht. Andererseits ist er von der Haptik her keine fette Chardonnay-Bombe. Er verfügt über einen maximal mittelschweren Körper bei nicht fehlender Säure &#8211; hier schmeckt man das kühlere Klima deutlich.</p>



<p id="block-81f85d79-0048-44c0-834d-bb0b5c8ebbde">Und apropos Chardonnay: Hervorragende Bedingungen für burgundische Rebsorten finden Winzerinnen und Winzer im Weinstaat Victoria, allen voran im Yarra Valley um und bei Melbourne. Hier sind Pinot noir und Chardonnay die Stars. In den 1980er-Jahren gründete die französische Luxusmarke <a href="https://www.moet.com/de-de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Moët &amp; Chandon</a> hier ihren Ableger Domaine Chandon und produziert seit ehedem dort australische Schaumweine auf Spitzenniveau. Das prickelt!</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="block-dec56129-791d-4d6e-b7b3-7315cbf10172">Australien und Austria liegen auf Tasmanien dicht beieinander</h2>



<figure class="wp-block-image" id="block-a4c2e0bd-14ac-48aa-8e47-f5caaa75403d"><img decoding="async" src="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/12/IMG_2329-1024x1024.jpeg" alt="Der Grüne Veltliner vom Weingut Sinapius aus Tasmanien."/><figcaption class="wp-element-caption">Ein weitgereister Gast am Esstisch: Der Grüne Veltliner vom Weingut Sinapius aus Tasmanien</figcaption></figure>



<p id="block-0a5f6d5d-eadc-45a9-9609-054417504627">Schauen wir noch kurz, dass keine Haie in Sichtweite sind, und schwimmen rasch rüber nach Tasmanien. Die Insel vor der Südküste des Kontinents bietet grundsätzlich beste Bedingungen für Rebsorten, die ein kühleres Klima brauchen. Geografisch liegt Tasmanien etwa auf Höhe von Neuseelands Südinsel und ist auch ein fruchtbarer Boden für Schaumweine: Pinot noir und Chardonnay zählen hier folgerichtig zu den wichtigsten Sorten. Sogar das wichtigste Weingut des Landes, <a href="https://www.penfolds.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Penfolds</a>, baut immer mehr Chardonnay auf Tasmanien an. </p>



<p id="block-354f8f8d-31f1-4f3c-b1a2-d641f025843c">Entsprechend sind die Weine leichter und frischer als die Konkurrenz vom Festland. Interessanterweise hat mir mein Schwager das genau Gegenteil mitgebracht. Achtung, jetzt kommt’s: einen Grünen Veltliner vom Weingut <a href="https://sinapius.com.au" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Sinapius</a>, dessen Trauben zur Hälfte im Eichenfass ausgebaut wurden und der die malolaktische Gärung durchlaufen hat (die straffe Äpfelsäure wird in Milchsäure umgewandelt). In Österreich hätte ein solcher Wein den Hinweis „Reserve“ auf dem Etikett. Diese Vorwarnung hatte ich nicht …<br>Auf ein typisches „Pfefferl“ eingestellt, hatte ich einen Wein von mittlerem Körper und deutlichem Vanille-Aroma im Glas. Dennoch: Trotz des wunderbaren Schmelzes im Nachhall, verfügte dieser Grüne Veltliner noch immer über eine vitale Frische und leichte Kräuternote, die ihn so wiederum von einem typischen fetten Aussie-Chardonnay unterscheidet. Eine echt spannende Überraschung und gleichzeitig ein Gaumenschmeichler. Wenn Tasmanien jetzt noch Mozartkugeln herstellt, wird’s aber langsam unheimlich. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="block-c478d9a4-77cd-4d58-881b-1d4d9691c4d6">Spät gelesen, früh begeistert: Tasmanischer Riesling zum Finale</h2>



<figure class="wp-block-image" id="block-09722d35-c589-4deb-ad74-f2f7c1f17b36"><img decoding="async" src="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2026/01/IMG_2609-1024x1024.jpeg" alt="Australische Buddys: Der Riesling von Mewstone und der Chardonnay von Acmé auf einem Tisch."/><figcaption class="wp-element-caption">Beeren statt Böller: Silvester mit dem Riesling von Mewstone und dem Chardonnay von Acmé. Das knallt!</figcaption></figure>



<p id="block-0c834c89-041a-46d2-8f8e-f33adfa9ae93">Unheimlich interessant soll auch der lukullische Abschluss dieser australischen Weißweinreise werden. Die Trauben für den Riesling vom tasmanischen Weingut <a href="https://www.mewstonewines.com.au" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Mewstone</a> wurden erst Ende April gelesen. Anschließend erfolgte die Verarbeitung per Ganztraubenpressung – bei Riesling nicht ungewöhnlich.  Die Stängel und Stiele fungieren als sperriges Netz. So werden die Traubenkerne beim Pressen nicht aufgebrochen und Bitterstoffe gelangen nicht in den Wein.</p>



<p id="block-da33a7ee-32a2-4f29-a138-a235930e4e78">Die Spontanvergärung findet ganz gemächlich in alten Holzfässern statt. Und das merkt man sofort: Wir haben einen kräftigen Wein im Glas, der von der Konstruktion her an ein deutsches Großes Gewächs erinnert. In der Nase macht sich zugleich eine buttrige Note breit, dazu Dill und Gurke. Am Gaumen präsentiert sich ein ausbalancierter Wein von mittlerem Körper. Gut eingebundenes Holz und eine vitale Säure machen Lust auf einen zweiten Schluck. Im langen Nachhall klopft noch kurz der Honigtopf hinten ans Zäpfchen. Bei diesem Wein stimmt einfach alles. In seinem Online-Shop bietet Mewstone den Wein für 60 australische Dollar, umgerechnet rund 34 Euro, an &#8211; für dieses Geschmackserlebnis fast schon ein Schnäppchen.</p>



<figure class="wp-block-image" id="block-cbe868be-69ec-4486-beb1-595e9f0e2642"><img decoding="async" src="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2026/01/Bild-05.01.26-um-16.33-1024x1024.jpeg" alt="Grüne Landschaft auf Tasmanien. (Copyright: Torben Deutschmann)"/><figcaption class="wp-element-caption">Tasmanische Träume – sehr viel grüner ist es zwischen Traben-Trarbach und Bernkastel-Kues auch nicht. (Copyright: Torben Deutschmann)</figcaption></figure>



<p id="block-4810bab0-d220-49f3-a5a5-8de09ef9c7a0">Zum Ende unseres Weißweinexkurses nach Down Under sei noch erwähnt, dass auch Marsanne, Chenin Blanc, Rousanne, Viognier sowie Gewürztraminer unter australischen Winzerinnen und Winzern eine feste Größe sind. Letzterer ist besonders im Zusammenhang mit der buchstäblich naheliegenden asiatischen Küche in halbtrockener Form (ab und an auch mit Riesling verschnitten) eine populäre und bestens funktionierende Weinbegleitung.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="block-494ba748-0ded-480d-9224-aa992001cdec">Zwischen Eukalyptus und Schiefer</h2>



<p id="block-51e802e4-cc6d-443f-8bb1-8b2bf2a9c6e7">Ganz ohne lange Flugstrecken mit Thrombosestrümpfen und handtellergroßen Spinnen endet hier unser Australien-Trip. Und klar, geneigte Wein-Fans in Oslo, Madrid oder London würden ihre Rieslinge sicherlich auch in zwanzig Jahren noch aus dem Rheingau, von der Mosel oder aus dem Elsass beziehen. Andersherum haben Weinfreunde in Sydney, Canberra oder Melbourne ihren Garten Eden auch direkt vor der Tür. Und ob wir bei einem Blind-Tasting (gute Idee!) Elsass und Eden Valley spontan hätten unterscheiden können, steht auch auf einem anderen Eukalyptus-Blatt.<br>Um also mit einem leicht abgewandelten Zitat von Andi Möller zu enden: Mosel oder Melbourne – Hauptsache Riesling.  </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://traubengucker.de/regionen/cool-climate-down-under-australische-weissweine-unter-der-lupe/">Cool Climate Down Under: Australische Weißweine unter der Lupe</a> erschien zuerst auf <a href="https://traubengucker.de">Traubengucker</a>.</p>
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		<title>Einfach mal ausczechen: Weine aus Tschechien</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Mar 2025 14:59:52 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Diesen Monat melden wir uns aus einem Land, in dem Bier vielerorts günstiger ist als Wasser. Dabei gibt es zig Gründe, weshalb man in Tschechien auch am Wein nicht stur vorbeigehen sollte. Kleiner Spoiler: Auch der ist hier günstig. In der Tat ist Tschechien in erster Linie für seine Biere bekannt. Aussichtsreiche Lagen im Nordwesten an Elbe und Moldau sowie die fließende Grenze im südöstlichen Mähren zum österreichischen Weinviertel hin sind weinwirtschaftlich aber höchst interessant und lukrativ. Dabei liegt der Löwenanteil des ehemaligen tschechoslowakischen Weinbaus nun im Nachbarland: Nach der Spaltung des Landes 1993 sind zwei Drittel der Reben auf Grund und Boden der Slowakei geblieben. Wie in vielen Ländern des ehemaligen Ostblocks hat man sich auch in Böhmen und Mähren des schweren Korsetts des kommunistischen Rationalisierungsfetischs entledigt, und eine junge Generation von Winzern mischt den Laden erfrischend auf. In Sachen Wachstum scheint man die Spitze in den vergangenen Jahren aber erreicht gehabt zu haben: Der Öffentlich Rechtliche Rundfunk Tschechiens vermeldete erst kürzlich, dass sich die Gesamtrebfläche aktuell auf 17.300 Hektar beläuft; Tendenz sinkend. Tschechien: Pinot und Pan Tau Was den Rebsortenspiegel betrifft, trifft man bei den Weißweinsorten vor allem auf Müller-Thurgau, Riesling, Grüner Veltliner, Welschriesling, aber auch auf die Burgunder-Sorten Chardonnay sowie Weiß- und Grauburgunder. Und auch bei den Rotweinsorten spiegelt sich die geografische Nähe zu Deutschland, aber vor allem Österreich wider: Pinot noir, Blauer Portugieser, Zweigelt, Blaufränkisch, Sankt Laurent, aber auch Cabernet Sauvignon kommen hier in großer Regelmäßigkeit in die Flasche. Und selbstredend sind auch in Tschechien PiWi-Sorten, wie Johanniter, auf dem Vormarsch. Die Neukreuzung André hatten wir euch hier schon einmal genauer vorgestellt. Tschechiens Hauptstadt Prag selbst zählt sogar sechs Weinberge, die zusammen auf mutige 12 Hektar kommen (zum Vergleich: Wien bringt es auf knapp 700 Hektar). Auf einem davon sitzt das Weingut Vinařství Zilvar, dessen Weine in der – tschechischen – Weinfachpresse mehrmals mit Höchstbewertungen ausgezeichnet wurden. Nach einer zurückhaltend bis unfreundlichen Begrüßung im Verkostungsraum des Weinguts konnte zumindest der Riesling-Flight in Teilen überzeugen. Der 2021er Riesling aus der höchsten Lage &#8222;Amphitheater&#8220; präsentierte sich klar und beeindruckend: schlanker Körper, zitrische Aromen, dazu eine leichte Petrol-Note; abgerundet von einem Hauch Honig. Bei einem Preis von umgerechnet rund 20 Euro pro Flasche allerdings gerade für tschechische Verhältnisse kein Dienstagabend-Wein. Welcher Wein passt zu Knödeln? Aber auch Chardonnay aus Tschechien muss sich nicht vor seinen Verwandten aus Frankreich verstecken. Bei unserer Burgunder-Verköstigung schnitt vor allem der &#8222;CH&#8220;-Chardonnay von Arte Vini aus dem tschechisch-österreichischen Grenzgebiet (südlich von Brünn) gut ab. Mit subtilem Holzeinsatz bleibt er ein fein-zarter Tropfen, der als preiswerte Alternative zu Chablis in Erwägung zu ziehen ist. Etwas weiter östlich in Richtung slowakischer Grenze ist das Weingut Sedlák anzutreffen, dessen Grauburgunder die typische Pinot-Grigio-Stilistik aus Norditalien aufgreift – nicht spektakulär, aber authentisch und überzeugend: geradezu ideal für einen ersten Nachmittagsschoppen im Prager Frühling. In eine ähnliche Kerbe schlägt der Grüne Veltliner von Filip Mlýnek. Das Weingut in Mähren, das nur einen Steinwurf vom niederösterreichischen Weinviertel entfernt liegt, zaubert auch das obligatorische &#8222;Pfefferl&#8220; ins Glas. Bei guten zehn Euro für die Flasche befinden wir uns hier aber auch schon fast im oberen Bereich der Veltliner-Skala. Zu deftigen Fleischgerichten mit böhmischen Knödeln ist Grüner Veltliner (neben Schaumwein) aber – wenn es denn Weißwein sein muss – der Wein der Wahl. Sehr zu empfehlen ist für ein paar Cent beziehungsweise Kronen weniger Mlýneks Welschriesling: floral wie ein Blumenladen, etwas kandierte Früchte und Pfirsich bei insgesamt strafferer Säure als ein Müller-Thurgau. Der bringt an und Pfirsich richtig Spaß! Wer es prickelnd mag, kommt um Tschechiens meistgetrunkenem Schaumwein &#8222;Bohemia Sekt&#8220; nicht vorbei. Erst ab dem &#8222;Prestige&#8220; kommt man hier jedoch in den Genuss einer traditionellen Flaschengärung. Rosés führen hier vielerorts noch die Bezeichnung Klaret. Warum an Prager Haustüren zwei Nummern prangen Und dann gibt es noch die Geschichte zu Prags erster Weinstube &#8222;Zum grünen Frosch&#8220;. Sie wurde nachweislich erstmals zu Beginn des 15. Jahrhunderts erwähnt. Der Name stammt aus einer Zeit, in der sich die Prager noch nicht an Hausnummern, sondern an Wappentieren über dem Eingang orientiert haben (&#8222;Zur goldenen Kanne&#8220;, &#8222;Zu den drei Geigen&#8220; &#8230;). Interessanterweise prangen an Tschechiens Eingangstüren heute zusätzlich zwei Nummern: die Orientierungsnummer, quasi die typische Hausnummer, wie wir sie kennen. Auf einem roten Emailschild ist zudem die sogenannte Konskriptionsnummer festgehalten. Dies ist ein Nummernsystem, welches von der Habsburger-Monarchie im 18. Jahrhundert eingeführt wurde und – grob verkürzt – die Reihenfolge der Errichtung der jeweiligen Häuser anzeigt. Bis heute in Karlsbad, Pilsen, Prag und Co. eine gebräuchliche Größe für Behörden. Aber zurück zum grünen Frosch, dessen Geschichte der tschechische Schriftsteller František Nepil aufgeschrieben hat. Die Weinstube hatte, neben nur einer weiteren in der Altstadt, eine Lizenz zum Ausschank ausländischer Weine. Wahrscheinlich war dies der Grund, dass es sich der Henker Jan Mydlář nach seinem Hinrichtungsmarathon (27 Köpfe an einem Tag!) hier abends gutgehen ließ und einfach mal auf Durchzug schalten musste. Wir schreiben das Jahr 1621: In Mitteleuropa tobt der Dreißigjährige Krieg und es wurde gerade das Urteil über den böhmischen Ständeaufstand vollstreckt; wir finden uns aber auch in der kleinen Eiszeit wieder, weshalb einheimische Weine wahrscheinlich eher nach Essig geschmeckt haben dürften (insofern ist die Entscheidung für Weine aus dem Süden Europas durchaus nachvollziehbar). Nach heutigen Maßstäben soll die abschließende Rechnung jedenfalls die Größenordnung eines Weihnachtsgeldes betragen haben. Bei dem daraus resultierenden Kater hätte der ein oder andere Henker am nächsten Morgen sicherlich selbst versucht, sich den Kopf abzuschlagen. Heute ist im grünen Frosch ein brasilianisches Restaurant ansässig – Caipirinha statt Cabernet. Aber auch dieses Getränk sollte man nur in Maßen genießen. Nicht, dass man abends noch aus einem Prager Fenster stürzt &#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://traubengucker.de/regionen/einfach-mal-ausczechen-weine-aus-tschechien/">Einfach mal ausczechen: Weine aus Tschechien</a> erschien zuerst auf <a href="https://traubengucker.de">Traubengucker</a>.</p>
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<p>Diesen Monat melden wir uns aus einem Land, in dem Bier vielerorts günstiger ist als Wasser. Dabei gibt es zig Gründe, weshalb man in Tschechien auch am Wein nicht stur vorbeigehen sollte. Kleiner Spoiler: Auch der ist hier günstig.</p>



<p>In der Tat ist Tschechien in erster Linie für seine Biere bekannt. Aussichtsreiche Lagen im Nordwesten an Elbe und Moldau sowie die fließende Grenze im südöstlichen Mähren zum österreichischen Weinviertel hin sind weinwirtschaftlich aber höchst interessant und lukrativ. Dabei liegt der Löwenanteil des ehemaligen tschechoslowakischen Weinbaus nun im Nachbarland: Nach der Spaltung des Landes 1993 sind zwei Drittel der Reben auf Grund und Boden der Slowakei geblieben. Wie in vielen Ländern des ehemaligen Ostblocks hat man sich auch in Böhmen und Mähren des schweren Korsetts des kommunistischen Rationalisierungsfetischs entledigt, und eine junge Generation von Winzern mischt den Laden erfrischend auf. In Sachen Wachstum scheint man die Spitze in den vergangenen Jahren aber erreicht gehabt zu haben: <a href="https://deutsch.radio.cz/weinanbauflaeche-tschechien-weiter-geschrumpft-8843753#:~:text=Die%20Rebfläche%20in%20Tschechien%20ist,geringste%20Umfang%20seit%2013%20Jahren.">Der Öffentlich Rechtliche Rundfunk Tschechiens vermeldete erst kürzlich</a>, dass sich die Gesamtrebfläche aktuell auf 17.300 Hektar beläuft; Tendenz sinkend.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/03/IMG_9713-1024x1024.jpeg" alt="Stadtansicht von Prag" class="wp-image-958" srcset="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/03/IMG_9713-1024x1024.jpeg 1024w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/03/IMG_9713-300x300.jpeg 300w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/03/IMG_9713-150x150.jpeg 150w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/03/IMG_9713-768x768.jpeg 768w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/03/IMG_9713-1536x1536.jpeg 1536w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/03/IMG_9713-2048x2048.jpeg 2048w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/03/IMG_9713-1140x1140.jpeg 1140w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/03/IMG_9713-75x75.jpeg 75w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/03/IMG_9713-1320x1320.jpeg 1320w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die goldene Stadt im goldenen Licht: Rechts von der Prager Burg kann man sich den Abend im Weinberg vergolden. </figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Tschechien: Pinot und Pan Tau</h2>



<p>Was den Rebsortenspiegel betrifft, trifft man bei den Weißweinsorten vor allem auf Müller-Thurgau, Riesling, Grüner Veltliner, Welschriesling, aber auch auf die Burgunder-Sorten Chardonnay sowie Weiß- und Grauburgunder. Und auch bei den Rotweinsorten spiegelt sich die geografische Nähe zu Deutschland, aber vor allem Österreich wider: Pinot noir, Blauer Portugieser, Zweigelt, Blaufränkisch, Sankt Laurent, aber auch Cabernet Sauvignon kommen hier in großer Regelmäßigkeit in die Flasche. Und selbstredend sind auch in Tschechien <a href="https://traubengucker.de/rubrik/ingenhof-der-geist-von-malente/">PiWi-</a>Sorten, wie Johanniter, auf dem Vormarsch. Die Neukreuzung André hatten wir euch <a href="https://traubengucker.de/rubrik/andre-mehr-maehren-geht-nicht/">hier</a> schon einmal genauer vorgestellt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/03/IMG_9741-1-1024x1024.jpeg" alt="Das Weingut Jabloňka in Prag" class="wp-image-962" srcset="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/03/IMG_9741-1-1024x1024.jpeg 1024w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/03/IMG_9741-1-300x300.jpeg 300w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/03/IMG_9741-1-150x150.jpeg 150w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/03/IMG_9741-1-768x768.jpeg 768w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/03/IMG_9741-1-1536x1536.jpeg 1536w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/03/IMG_9741-1-2048x2048.jpeg 2048w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/03/IMG_9741-1-1140x1140.jpeg 1140w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/03/IMG_9741-1-75x75.jpeg 75w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/03/IMG_9741-1-1320x1320.jpeg 1320w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das Weingut Jabloňka im Prager Stadtteil Troja. Keinen Kilometer links davon entfernt liegt das Weingut Vinařství Zilvar (nicht im Bild).</figcaption></figure>



<p>Tschechiens Hauptstadt Prag selbst zählt sogar sechs Weinberge, die zusammen auf mutige 12 Hektar kommen (zum Vergleich: Wien bringt es auf knapp 700 Hektar). Auf einem davon sitzt das Weingut <a href="https://www.facebook.com/vinarstvizilvar/?locale=de_DE">Vinařství Zilvar</a>, dessen Weine in der – tschechischen – Weinfachpresse mehrmals mit Höchstbewertungen ausgezeichnet wurden. Nach einer zurückhaltend bis unfreundlichen Begrüßung im Verkostungsraum des Weinguts konnte zumindest der Riesling-Flight in Teilen überzeugen. Der 2021er Riesling aus der höchsten Lage &#8222;Amphitheater&#8220; präsentierte sich klar und beeindruckend: schlanker Körper, zitrische Aromen, dazu eine leichte Petrol-Note; abgerundet von einem Hauch Honig. Bei einem Preis von umgerechnet rund 20 Euro pro Flasche allerdings gerade für tschechische Verhältnisse kein Dienstagabend-Wein.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/03/IMG_9746-1024x1024.jpeg" alt="Ein Riesling-Flight in der Vinařství Zilvar in Prag." class="wp-image-959" srcset="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/03/IMG_9746-1024x1024.jpeg 1024w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/03/IMG_9746-300x300.jpeg 300w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/03/IMG_9746-150x150.jpeg 150w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/03/IMG_9746-768x768.jpeg 768w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/03/IMG_9746-1536x1536.jpeg 1536w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/03/IMG_9746-2048x2048.jpeg 2048w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/03/IMG_9746-1140x1140.jpeg 1140w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/03/IMG_9746-75x75.jpeg 75w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/03/IMG_9746-1320x1320.jpeg 1320w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Altes tschechisches Sprichwort: Ein Riesling kommt selten allein.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Welcher Wein passt zu Knödeln?</h2>



<p>Aber auch Chardonnay aus Tschechien muss sich nicht vor seinen Verwandten aus Frankreich verstecken. Bei unserer Burgunder-Verköstigung schnitt vor allem der &#8222;CH&#8220;-Chardonnay von <a href="https://artevini.cz/produkt/arte-vini-ch-chardonnay/">Arte Vini</a> aus dem tschechisch-österreichischen Grenzgebiet (südlich von Brünn) gut ab. Mit subtilem Holzeinsatz bleibt er ein fein-zarter Tropfen, der als preiswerte Alternative zu Chablis in Erwägung zu ziehen ist. <br>Etwas weiter östlich in Richtung slowakischer Grenze ist das Weingut <a href="https://www.vinazmoravyvinazcech.cz/en/winemakers/5086013-family-winery-sedlak">Sedlák</a> anzutreffen, dessen Grauburgunder die typische Pinot-Grigio-Stilistik aus Norditalien aufgreift – nicht spektakulär, aber authentisch und überzeugend: geradezu ideal für einen ersten Nachmittagsschoppen im Prager Frühling.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/03/IMG_9773-1024x1024.jpeg" alt="Tschechische Weine in einem Supermarkt" class="wp-image-968" srcset="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/03/IMG_9773-1024x1024.jpeg 1024w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/03/IMG_9773-300x300.jpeg 300w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/03/IMG_9773-150x150.jpeg 150w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/03/IMG_9773-768x768.jpeg 768w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/03/IMG_9773-1536x1536.jpeg 1536w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/03/IMG_9773-2048x2048.jpeg 2048w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/03/IMG_9773-1140x1140.jpeg 1140w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/03/IMG_9773-75x75.jpeg 75w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/03/IMG_9773-1320x1320.jpeg 1320w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Czechia first: In Supermärkten findet sich in der Regel ein überraschend opulentes Angebot tschechischer Wein zu günstigen Preisen.</figcaption></figure>



<p><br>In eine ähnliche Kerbe schlägt der Grüne Veltliner von <a href="https://www.filipmlynek.cz">Filip Mlýnek</a>. Das Weingut in Mähren, das nur einen Steinwurf vom niederösterreichischen Weinviertel entfernt liegt, zaubert auch das obligatorische &#8222;Pfefferl&#8220; ins Glas. Bei guten zehn Euro für die Flasche befinden wir uns hier aber auch schon fast im oberen Bereich der Veltliner-Skala. Zu deftigen Fleischgerichten mit böhmischen Knödeln ist Grüner Veltliner (neben Schaumwein) aber – wenn es denn Weißwein sein muss – der Wein der Wahl. Sehr zu empfehlen ist für ein paar Cent beziehungsweise Kronen weniger Mlýneks Welschriesling: floral wie ein Blumenladen, etwas kandierte Früchte und Pfirsich bei insgesamt strafferer Säure als ein Müller-Thurgau. Der bringt <em>an und Pfirsich</em> richtig Spaß!</p>



<p>Wer es prickelnd mag, kommt um Tschechiens meistgetrunkenem Schaumwein &#8222;Bohemia Sekt&#8220; nicht vorbei. Erst ab dem &#8222;Prestige&#8220; kommt man hier jedoch in den Genuss einer traditionellen Flaschengärung. </p>



<p>Rosés führen hier vielerorts noch die Bezeichnung Klaret.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum an Prager Haustüren zwei Nummern prangen</h2>



<p>Und dann gibt es noch die Geschichte zu Prags erster Weinstube &#8222;Zum grünen Frosch&#8220;. Sie wurde nachweislich erstmals zu Beginn des 15. Jahrhunderts erwähnt. Der Name stammt aus einer Zeit, in der sich die Prager noch nicht an Hausnummern, sondern an Wappentieren über dem Eingang orientiert haben (&#8222;Zur goldenen Kanne&#8220;, &#8222;Zu den drei Geigen&#8220; &#8230;). Interessanterweise prangen an Tschechiens Eingangstüren heute zusätzlich zwei Nummern: die Orientierungsnummer, quasi die typische Hausnummer, wie wir sie kennen. Auf einem roten Emailschild ist zudem die sogenannte Konskriptionsnummer festgehalten. Dies ist ein Nummernsystem, welches von der Habsburger-Monarchie im 18. Jahrhundert eingeführt wurde und – grob verkürzt – die Reihenfolge der Errichtung der jeweiligen Häuser anzeigt. Bis heute in Karlsbad, Pilsen, Prag und Co. eine gebräuchliche Größe für Behörden.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/03/IMG_9752-scaled-e1741591300869-1024x1024.jpeg" alt="Der heutige grüne Frosch in Prag" class="wp-image-965" srcset="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/03/IMG_9752-scaled-e1741591300869-1024x1024.jpeg 1024w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/03/IMG_9752-scaled-e1741591300869-300x300.jpeg 300w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/03/IMG_9752-scaled-e1741591300869-150x150.jpeg 150w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/03/IMG_9752-scaled-e1741591300869-768x768.jpeg 768w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/03/IMG_9752-scaled-e1741591300869-1536x1536.jpeg 1536w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/03/IMG_9752-scaled-e1741591300869-1140x1140.jpeg 1140w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/03/IMG_9752-scaled-e1741591300869-75x75.jpeg 75w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/03/IMG_9752-scaled-e1741591300869-1320x1320.jpeg 1320w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/03/IMG_9752-scaled-e1741591300869.jpeg 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Dreifache Orientierung: der grüne Frosch über der Tür, die Orientierungsnummer (blaues Schild) und die Konskriptionsnummer (rotes Schild).</figcaption></figure>



<p>Aber zurück zum grünen Frosch, dessen Geschichte der tschechische Schriftsteller František Nepil aufgeschrieben hat. Die Weinstube hatte, neben nur einer weiteren in der Altstadt, eine Lizenz zum Ausschank ausländischer Weine. Wahrscheinlich war dies der Grund, dass es sich der Henker Jan Mydlář nach seinem Hinrichtungsmarathon (27 Köpfe an einem Tag!) hier abends gutgehen ließ und einfach mal auf Durchzug schalten musste. Wir schreiben das Jahr 1621: In Mitteleuropa tobt der Dreißigjährige Krieg und es wurde gerade das Urteil über den böhmischen Ständeaufstand vollstreckt; wir finden uns aber auch in der kleinen Eiszeit wieder, weshalb einheimische Weine wahrscheinlich eher nach Essig geschmeckt haben dürften (insofern ist die Entscheidung für Weine aus dem Süden Europas durchaus nachvollziehbar). Nach heutigen Maßstäben soll die abschließende Rechnung jedenfalls die Größenordnung eines Weihnachtsgeldes betragen haben. Bei dem daraus resultierenden Kater hätte der ein oder andere Henker am nächsten Morgen sicherlich selbst versucht, sich den Kopf abzuschlagen.</p>



<p>Heute ist im grünen Frosch ein brasilianisches Restaurant ansässig – Caipirinha statt Cabernet. Aber auch dieses Getränk sollte man nur in Maßen genießen. Nicht, dass man abends noch aus einem Prager Fenster stürzt &#8230;</p>



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<p>Der Beitrag <a href="https://traubengucker.de/regionen/einfach-mal-ausczechen-weine-aus-tschechien/">Einfach mal ausczechen: Weine aus Tschechien</a> erschien zuerst auf <a href="https://traubengucker.de">Traubengucker</a>.</p>
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