<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Agiorgitiko Archive - Traubengucker</title>
	<atom:link href="https://traubengucker.de/tag/agiorgitiko/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://traubengucker.de/tag/agiorgitiko/</link>
	<description>Weinthemen abseits des Mainstreams</description>
	<lastBuildDate>Wed, 05 Nov 2025 15:45:07 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.0.1</generator>

<image>
	<url>https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/04/cropped-Original-1-5-32x32.png</url>
	<title>Agiorgitiko Archive - Traubengucker</title>
	<link>https://traubengucker.de/tag/agiorgitiko/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Agiorgitiko – mehr als eine Herkulesaufgabe</title>
		<link>https://traubengucker.de/rubrik/wat-wer-bist-du-denn-seltene-rebsorten/agiorgitiko-mehr-als-eine-herkulesaufgabe/</link>
					<comments>https://traubengucker.de/rubrik/wat-wer-bist-du-denn-seltene-rebsorten/agiorgitiko-mehr-als-eine-herkulesaufgabe/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 Aug 2025 13:05:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rubrik]]></category>
		<category><![CDATA[Wat, wer bist Du denn?! Seltene Rebsorten]]></category>
		<category><![CDATA[Agiorgitiko]]></category>
		<category><![CDATA[Griechenland]]></category>
		<category><![CDATA[Nemea]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://traubengucker.de/?p=1225</guid>

					<description><![CDATA[<p>Athen gilt als Wiege der Demokratie, Vorderasien als Wiege des Weins. Dass die Helenen in der Antike in Sachen Wein aber ein gehöriges Wort mitzureden hatten, ist unbestritten. Ihr Gestaltungseifer hallt gewissermaßen bis heute nach: So drückt die EU bei griechischem Retsina-Wein ein dickes Auge zu – hier und nur hier ist es ausdrücklich erlaubt, dem Wein einen fremden Zusatzstoff, in diesem Fall Kiefernharz, hinzuzufügen. Das Ganze ist natürlich historisch gewachsen: Die alten Griechen hatten ihre Amphoren, in denen der Wein produziert und gelagert wurde, mit Harz abgedichtet. Bis heute ist dieser leicht ätherische Geschmack als Stilmittel erhalten geblieben. Harz, aber fair. Beim Zeus! Warum erzähle ich das? Heute geht es um eine der ältesten Rebsorten überhaupt, die man erst nach dem dritten Glas flüssig aussprechen kann: Agiorgitiko (A-ji-or-ji-ti-ko!). Die hierzulande noch recht unbekannte Sorte wird in Griechenland auf gut 3.000 Hektar angebaut, also in etwa so viel wie Chardonnay heutzutage in Deutschland – das ist durchaus eine Hausnummer. Eine blutige Angelegenheit Ursprünglich – und hier kommt der entscheidende Hinweis, dass es sich um eine Rotweinsorte handelt – wurde die Sorte auch „Blut des Herkules“ genannt. Der Legende nach kämpfte Herkules gegen den Löwen von Nemea.&#160; Natürlich ging der Halbgott aus diesem Battle als Sieger hervor. Ob Unachtsamkeit oder Arroganz: In jedem Fall gelang dem Löwen auch ein Treffer. Er verletzte den griechischen Helden mit seiner Pranke und dessen Blut benetzte ein paar nahe stehende Trauben. Sie färbten sich tiefrot. Am Ende zog Herkules dem Löwen gar das Fell ab und zog damit von dannen. Wäre es hingegen sein Vater Zeus gewesen, der gegen den Löwen kämpfte, hätte dieser – quasi als erste Amtshandlung – zunächst eine Löwin aus ihm gemacht und mit ihr zahlreiche Kinder gezeugt.&#160;Und mit den Kindern dann dasselbe, aber ich schweife ab … Eine Sandale beziehungsweise ein Schuh wird draus, wenn man bedenkt, dass der Ort des Geschehens, nämlich Nemea, heute eine der prestigeträchtigsten Weinregionen Griechenlands ist. Und dreimal darf geraten werden, für welche eine Sorte sie bekannt ist. Und wie schmeckt Agiorgitiko jetzt? In jedem Fall stürzen wir uns heldenhaft in den Praxistest. Im Gegensatz zum deutschen Schlager mangelt es vielen noch so gut sortierten Weinhändlern an griechischem Wein. Für einen ersten Eindruck muss also eine Flasche reichen, in diesem Fall ist es der Nemea von Zacharias aus dem Jahr 2022. Zunächst fällt auf, dass Herkules&#8216; Blut doch etwas dünner erscheint als angenommen – litt der Halbgott am Ende etwa unter Anämie? In der Nase: dunkle Früchte, etwas Rauch, Veilchen und ein deutlich vernehmbarer Holzeinsatz. Für einen Alkoholgehalt von 14,5 Prozent erscheint dieser Nemea aber erstaunlich beweglich, definitiv eher ein mittelschweres Körpergewicht. Und für sein Alter von drei Jahren arbeitet sich mein Gaumen noch vehement an Säure und Tanninen ab, was allerdings eher untypisch für die Rebsorte ist. Wer seinen Rotwein-Horizont also erweitern möchte, der sollte hier unbedingt mal zugreifen. Eine blutige Alternative bieten die Ungarn mit ihrem Eger Stierblut. Und wer gar kein Blut sehen mag, bleibt einfach am linken oder rechten Bordeaux-Ufer. Yamas!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://traubengucker.de/rubrik/wat-wer-bist-du-denn-seltene-rebsorten/agiorgitiko-mehr-als-eine-herkulesaufgabe/">Agiorgitiko – mehr als eine Herkulesaufgabe</a> erschien zuerst auf <a href="https://traubengucker.de">Traubengucker</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Athen gilt als Wiege der Demokratie, Vorderasien als Wiege des Weins. Dass die Helenen in der Antike in Sachen Wein aber ein gehöriges Wort mitzureden hatten, ist unbestritten. Ihr Gestaltungseifer hallt gewissermaßen bis heute nach: So drückt die EU bei griechischem Retsina-Wein ein dickes Auge zu – hier und nur hier ist es ausdrücklich erlaubt, dem Wein einen fremden Zusatzstoff, in diesem Fall Kiefernharz, hinzuzufügen. Das Ganze ist natürlich historisch gewachsen: Die alten Griechen hatten ihre Amphoren, in denen der Wein produziert und gelagert wurde, mit Harz abgedichtet. Bis heute ist dieser leicht ätherische Geschmack als Stilmittel erhalten geblieben. Harz, aber fair.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Zeus! Warum erzähle ich das? Heute geht es um eine der ältesten Rebsorten überhaupt, die man erst nach dem dritten Glas flüssig aussprechen kann: Agiorgitiko <a href="https://www.youtube.com/watch?v=iYAqnozxx5Y" target="_blank" rel="noreferrer noopener">(A-ji-or-ji-ti-ko!)</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die hierzulande noch recht unbekannte Sorte wird in Griechenland auf gut 3.000 Hektar angebaut, also in etwa so viel wie <a href="https://traubengucker.de/regionen/belgischer-wein-muss-das-sein/">Chardonnay</a> heutzutage in Deutschland – das ist durchaus eine Hausnummer.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1558-1024x1024.jpeg" alt="Eine Banderole auf den Korken, aber unter der Kapsel." class="wp-image-1249" srcset="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1558-1024x1024.jpeg 1024w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1558-300x300.jpeg 300w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1558-150x150.jpeg 150w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1558-768x768.jpeg 768w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1558-1536x1536.jpeg 1536w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1558-2048x2048.jpeg 2048w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1558-1140x1140.jpeg 1140w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1558-75x75.jpeg 75w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1558-1320x1320.jpeg 1320w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">In der Tat Ouzus: Die zwischen Kapsel und Korken angebrachte Banderole mit dem Hekunftsnachweis.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Eine blutige Angelegenheit</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ursprünglich – und hier kommt der entscheidende Hinweis, dass es sich um eine Rotweinsorte handelt – wurde die Sorte auch „Blut des Herkules“ genannt. Der Legende nach kämpfte Herkules gegen den Löwen von Nemea.&nbsp; Natürlich ging der Halbgott aus diesem Battle als Sieger hervor. Ob Unachtsamkeit oder Arroganz: In jedem Fall gelang dem Löwen auch ein Treffer. Er verletzte den griechischen Helden mit seiner Pranke und dessen Blut benetzte ein paar nahe stehende Trauben. Sie färbten sich tiefrot.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Ende zog Herkules dem Löwen gar das Fell ab und zog damit von dannen. Wäre es hingegen sein Vater Zeus gewesen, der gegen den Löwen kämpfte, hätte dieser – quasi als erste Amtshandlung – zunächst eine Löwin aus ihm gemacht und mit ihr zahlreiche Kinder gezeugt.&nbsp;Und mit den Kindern dann dasselbe, aber ich schweife ab …</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Sandale beziehungsweise ein Schuh wird draus, wenn man bedenkt, dass der Ort des Geschehens, nämlich Nemea, heute eine der prestigeträchtigsten Weinregionen Griechenlands ist. Und dreimal darf geraten werden, für welche eine Sorte sie bekannt ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Und wie schmeckt Agiorgitiko jetzt?</h2>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1567-1024x1024.jpeg" alt="Eine Flasche Nemea vom Weingut Zacharias auf einem Tisch neben einem gefüllten Glas." class="wp-image-1248" srcset="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1567-1024x1024.jpeg 1024w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1567-300x300.jpeg 300w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1567-150x150.jpeg 150w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1567-768x768.jpeg 768w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1567-1536x1536.jpeg 1536w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1567-2048x2048.jpeg 2048w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1567-1140x1140.jpeg 1140w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1567-75x75.jpeg 75w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1567-1320x1320.jpeg 1320w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Nemea (frei übersetzt: nimm mehr!) vom Weingut Zacharias</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">In jedem Fall stürzen wir uns heldenhaft in den Praxistest. Im Gegensatz zum deutschen Schlager mangelt es vielen noch so gut sortierten Weinhändlern an griechischem Wein. Für einen ersten Eindruck muss also eine Flasche reichen, in diesem Fall ist es der Nemea von <a href="https://zacharias.gr" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Zacharias</a> aus dem Jahr 2022. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zunächst fällt auf, dass Herkules&#8216; Blut doch etwas dünner erscheint als angenommen – litt der Halbgott am Ende etwa unter Anämie?</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1568-1024x1024.jpeg" alt="Ein Glas Agiorgitiko aus der Vogelperspektive." class="wp-image-1247" srcset="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1568-1024x1024.jpeg 1024w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1568-300x300.jpeg 300w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1568-150x150.jpeg 150w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1568-768x768.jpeg 768w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1568-1536x1536.jpeg 1536w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1568-2048x2048.jpeg 2048w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1568-1140x1140.jpeg 1140w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1568-75x75.jpeg 75w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1568-1320x1320.jpeg 1320w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Agiorgitiko aus der Vogelperspektive, Gattung Schluckspecht.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">In der Nase: dunkle Früchte, etwas Rauch, Veilchen und ein deutlich vernehmbarer Holzeinsatz. Für einen Alkoholgehalt von 14,5 Prozent erscheint dieser Nemea aber erstaunlich beweglich, definitiv eher ein mittelschweres Körpergewicht. Und für sein Alter von drei Jahren arbeitet sich mein Gaumen noch vehement an Säure und Tanninen ab, was allerdings eher untypisch für die Rebsorte ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer seinen Rotwein-Horizont also erweitern möchte, der sollte hier unbedingt mal zugreifen. Eine blutige Alternative bieten die Ungarn mit ihrem <a href="https://traubengucker.de/regionen/stierblut-saufen-bis-die-bullen-kommen/">Eger Stierblut</a>. Und wer gar kein Blut sehen mag, bleibt einfach am linken oder rechten Bordeaux-Ufer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Yamas!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://traubengucker.de/rubrik/wat-wer-bist-du-denn-seltene-rebsorten/agiorgitiko-mehr-als-eine-herkulesaufgabe/">Agiorgitiko – mehr als eine Herkulesaufgabe</a> erschien zuerst auf <a href="https://traubengucker.de">Traubengucker</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://traubengucker.de/rubrik/wat-wer-bist-du-denn-seltene-rebsorten/agiorgitiko-mehr-als-eine-herkulesaufgabe/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>3</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
