<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Rotling Archive - Traubengucker</title>
	<atom:link href="https://traubengucker.de/tag/rotling/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://traubengucker.de/tag/rotling/</link>
	<description>Weinthemen abseits des Mainstreams</description>
	<lastBuildDate>Thu, 12 Mar 2026 13:12:42 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>

<image>
	<url>https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/04/cropped-Original-1-5-32x32.png</url>
	<title>Rotling Archive - Traubengucker</title>
	<link>https://traubengucker.de/tag/rotling/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Rosé &#8211; das Buch zum Wein</title>
		<link>https://traubengucker.de/regionen/rose-das-buch-zum-wein/</link>
					<comments>https://traubengucker.de/regionen/rose-das-buch-zum-wein/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Mar 2026 15:38:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Rosé]]></category>
		<category><![CDATA[Rotling]]></category>
		<category><![CDATA[Vin gris]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://traubengucker.de/?p=1613</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wie wird Rosé hergestellt? Kannten die alten Griechen und Römer schon rosafarbenen Wein und wann wurde der moderne Provence-Rosé erfunden? Welche Pizza passt am besten zu welchem Rosé und was hat das alles mit Ludwig XIV. zu tun? Am 14. März erscheint mein Buch &#8222;Rosé&#8220;. Auf rund 100 Seiten erzähle ich die Geschichte dieser Weinfarbe, welche weltweiten Stilistiken es gibt und welche Food-Pairings sich am besten zu welchem Rosé-Typus eignen. Stilistik, Struktur und Speisen Mit dem Buch haben der mairisch Verlag und ich das erste deutschsprachige Fachbuch zum Thema Rosé auf den Markt gebracht, das &#8211; so zumindest der Gedanke dahinter &#8211; gleichsam erfahrenen Weinfans eine spannende Lektüre bieten, aber auch Neulingen und erst kürzlich Interessierten eine Orientierung im pinken Dschungel geben soll. &#8222;Aromatisch lassen sich Rosés in Provence-Stilistik als knackige Vertreter mit zarten Fruchtaromen (insbesondere Erdbeere), ausgesprochener Kräuternote (typisch sind hier Anklänge von Garrigue) und floralen Attributen einordnen – Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel. Durch ihren zarten Körper und der herausstechenden, stilprägenden Säure sind sie die perfekten Begleiter für leichte wie fischlastige mediterrane Küche.&#8220; Aus &#8222;Rosé&#8220;, Pascal Strehler (mairisch Verlag) So beschreibe ich beispielsweise, welche verschiedenen Herstellungsverfahren es für Rosé gibt und erkläre den Unterschied zwischen Rosé und roséähnlichen Weinen wie Rotling oder Vin gris. Wer kantigere Weine bevorzugt, dem bringe ich mit Tavel oder burgenländischem Rosé aus Blaufränkisch interessante Optionen näher. Für alle leichten Rosé-Fans gibt es selbstverständlich einen Exkurs an die Côte d’Azur, einschließlich eines Stopps bei Brad Pitt. Von Finesse bis Fast Food – Rosé in der Küche Und dann gibt es natürlich den großen Rundumschlag zum Themenkomplex Rosé und Food-Pairing. Kleiner Spoiler: Ich habe nicht alle aufgezählten Speisen auch verzehrt (meine Cholesterin- und Leberwerte sind mir ausgesprochen dankbar dafür), aber zumindest probiert, die wichtigsten und damit gängigsten Gerichte – von Finesse bis Fast-Food – abzubilden. &#8222;Bei Paella mit Schalentieren – jetzt sind wir wieder auf dem alten Kontinent; und vielleicht sogar direkt in Villarriba oder Villabajo – bietet sich ein etwas kräftigerer Rosé an. Bleiben Sie gerne bei den Spaniern oder Portugiesen und stellen Sie eine Flasche trockenen Rosado oder als Gegengewicht einen frischen Rosé aus dem Vinho Verde auf den Tisch, der noch leicht moussiert – Spaniens Gitarren werden nur für Sie spielen.&#8220;&#160; Aus &#8222;Rosé&#8220;, Pascal Strehler (mairisch Verlag) Darf&#8217;s noch ein dritter Schluck sein? Das Buch gibt es regulär im Buchhandel zu kaufen, Ihr könnt es aber auch direkt hier auf der Seite des Verlages bestellen. Ganz besonders würde ich mich natürlich freuen, Euch bei einer der anstehenden Lesungen direkt kennenzulernen: Wir sehen uns!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://traubengucker.de/regionen/rose-das-buch-zum-wein/">Rosé &#8211; das Buch zum Wein</a> erschien zuerst auf <a href="https://traubengucker.de">Traubengucker</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Wie wird Rosé hergestellt? Kannten die alten Griechen und Römer schon rosafarbenen Wein und wann wurde der moderne Provence-Rosé erfunden? Welche Pizza passt am besten zu welchem Rosé und was hat das alles mit Ludwig XIV. zu tun?</p>



<p>Am 14. März erscheint mein Buch &#8222;Rosé&#8220;. Auf rund 100 Seiten erzähle ich die Geschichte dieser Weinfarbe, welche weltweiten Stilistiken es gibt und welche Food-Pairings sich am besten zu welchem Rosé-Typus eignen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Stilistik, Struktur und Speisen</h2>



<p>Mit dem Buch haben der <a href="https://www.mairisch.de" type="link" id="https://www.mairisch.de">mairisch Verlag</a> und ich das erste deutschsprachige Fachbuch zum Thema Rosé auf den Markt gebracht, das &#8211; so zumindest der Gedanke dahinter &#8211; gleichsam erfahrenen Weinfans eine spannende Lektüre bieten, aber auch Neulingen und erst kürzlich Interessierten eine Orientierung im pinken Dschungel geben soll.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>&#8222;Aromatisch lassen sich Rosés in Provence-Stilistik als knackige Vertreter mit zarten Fruchtaromen (insbesondere Erdbeere), ausgesprochener Kräuternote (typisch sind hier Anklänge von Garrigue) und floralen Attributen einordnen – Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel. Durch ihren zarten Körper und der herausstechenden, stilprägenden Säure sind sie die perfekten Begleiter für leichte wie fischlastige mediterrane Küche.&#8220;</p>
<cite>Aus &#8222;Rosé&#8220;, Pascal Strehler (mairisch Verlag)</cite></blockquote>



<p>So beschreibe ich beispielsweise, welche verschiedenen Herstellungsverfahren es für Rosé gibt und erkläre den Unterschied zwischen Rosé und roséähnlichen Weinen wie <a href="https://traubengucker.de/regionen/rotling-alles-andere-als-ein-rohling/" type="link" id="https://traubengucker.de/regionen/rotling-alles-andere-als-ein-rohling/">Rotling</a> oder <a href="https://traubengucker.de/regionen/lothringer-wein-jetzt-wirds-exotisch/" type="link" id="https://traubengucker.de/regionen/lothringer-wein-jetzt-wirds-exotisch/">Vin gris</a>. <br>Wer kantigere Weine bevorzugt, dem bringe ich mit Tavel oder burgenländischem Rosé aus Blaufränkisch interessante Optionen näher. Für alle leichten Rosé-Fans gibt es selbstverständlich einen Exkurs an die Côte d’Azur, einschließlich eines Stopps bei Brad Pitt.  </p>



<h2 class="wp-block-heading">Von Finesse bis Fast Food – Rosé in der Küche</h2>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7949-1024x1024.jpg" alt="Der Gris der Domaine Régina (Côtes de Toul)" class="wp-image-579" srcset="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7949-1024x1024.jpg 1024w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7949-300x300.jpg 300w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7949-150x150.jpg 150w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7949-768x768.jpg 768w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7949-1536x1536.jpg 1536w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7949-2048x2048.jpg 2048w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7949-1140x1140.jpg 1140w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7949-75x75.jpg 75w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Farblich passt dieser Vin gris aus Lothringen perfekt in die Provence &#8211; ein lupenreiner Rosé ist er aber dennoch nicht.</figcaption></figure>



<p>Und dann gibt es natürlich den großen Rundumschlag zum Themenkomplex Rosé und Food-Pairing. Kleiner Spoiler: Ich habe nicht alle aufgezählten Speisen auch verzehrt (meine Cholesterin- und Leberwerte sind mir ausgesprochen dankbar dafür), aber zumindest probiert, die wichtigsten und damit gängigsten Gerichte – von Finesse bis Fast-Food – abzubilden.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>&#8222;Bei Paella mit Schalentieren – jetzt sind wir wieder auf dem alten Kontinent; und vielleicht sogar direkt in Villarriba oder Villabajo – bietet sich ein etwas kräftigerer Rosé an. Bleiben Sie gerne bei den Spaniern oder Portugiesen und stellen Sie eine Flasche trockenen Rosado oder als Gegengewicht einen frischen Rosé aus dem Vinho Verde auf den Tisch, der noch leicht moussiert – Spaniens Gitarren werden nur für Sie spielen.&#8220;&nbsp;</p>
<cite>Aus &#8222;Rosé&#8220;, Pascal Strehler (mairisch Verlag)</cite></blockquote>



<p>Darf&#8217;s noch ein dritter Schluck sein? Das Buch gibt es regulär im Buchhandel zu kaufen, Ihr könnt es aber auch direkt <a href="https://www.mairisch.de/programm/pascal-strehler-rose/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a> auf der Seite des Verlages bestellen.</p>



<p>Ganz besonders würde ich mich natürlich freuen, Euch bei einer der anstehenden Lesungen direkt kennenzulernen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>12. März: &#8222;<a href="https://www.der-bocksbeutel.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bocksbeutel</a>&#8222;, Hamburg (Premieren-Lesung!), Moderation: <a href="https://www.nefelikavouras.de" type="link" id="https://www.nefelikavouras.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Nefeli Kavouras</a> <br>Veranstaltung ist leider ausverkauft</li>



<li>21. Mai: &#8222;<a href="https://www.genialokal.de/buchhandlung/hamburg/blattgold/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Blattgold</a>&#8222;, Hamburg</li>



<li>6. August: Erfurt (Informationen folgen)</li>
</ul>



<p>Wir sehen uns!</p>



<p></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://traubengucker.de/regionen/rose-das-buch-zum-wein/">Rosé &#8211; das Buch zum Wein</a> erschien zuerst auf <a href="https://traubengucker.de">Traubengucker</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://traubengucker.de/regionen/rose-das-buch-zum-wein/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Fränkische Weinreise zu den frrränkischen Weinriesen</title>
		<link>https://traubengucker.de/regionen/fraenkische-weinreise-zu-den-frrraenkischen-weinriesen/</link>
					<comments>https://traubengucker.de/regionen/fraenkische-weinreise-zu-den-frrraenkischen-weinriesen/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 May 2025 12:12:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Regionen]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Franken]]></category>
		<category><![CDATA[Johanniter]]></category>
		<category><![CDATA[Regent]]></category>
		<category><![CDATA[Riesling]]></category>
		<category><![CDATA[Rotling]]></category>
		<category><![CDATA[Silvaner]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://traubengucker.de/?p=1053</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wie kommt man am schnellsten vom Norden aus in ein deutsches Weinanbaugebiet? Auch wenn Saale-Unstrut oder der Mittelrhein per Luftlinie am dichtesten an Hamburg, Kiel oder Hannover dran sind, ist es doch am Ende der ICE, der einen in unter vier Stunden nach Würzburg ins Anbaugebiet Franken führt. Wenn der Zug denn fährt, aber versuchen wir es ab jetzt mal ohne Bahnwitze …&#160; Franken ist mit knapp über 6.100 ha Rebfläche das sechstgrößte deutsche Anbaugebiet für Qualitätswein. Ein Viertel aller Reben geht auf Silvaner zurück. Und das ist marketingmäßig ein wichtiges Pfund der Franken: Sobald einer im Frühjahr „Spargel“ schreit, eilen reflexartig zehn andere mit fränkischem Silvaner als Weinbegleitung herbei. Funktioniert jedes Jahr zuverlässig, ist auch nichts gegen einzuwenden, außer der Tatsache, dass der weitestgehend aus Wasser bestehende Spargel natürlich auch zu vielen anderen Weinen passt – auf die Beilagen und Saucen kommt es eigentlich an. Aber wir wollen uns nicht in vegetabilen Details verlieren … Hauptsache, das Kind isst Gemüse! Der Würzburger Stein: Eine Lage wie ein Gedicht Am Würzburger Hauptbahnhof angekommen, wird man zur Linken auch gleich schon feierlich vom Stein-Berg begrüßt. Diese legendäre VDP.Große Lage wuchtet sich entlang der Gleise in den meist stahlblauen Himmel über der Frankenmetropole hoch.&#160; „Kein anderer Wein will mir schmecken und ich bin verdrießlich, wenn mir mein Lieblingsgetränk abgeht.“ (Goethe über den Steinwein) Ganz ähnlich wie bei Hermann Hesse reichten auch bei mir vor vier Jahren zwei sonnige Tage in Würzburg aus, um mich von der Stadt komplett in den Bann ziehen zu lassen. Hesse hat daraufhin seine Erzählung „Narziß und Goldmund“ teilweise nach Würzburg gelegt, um dem Ort ein würdiges Denkmal zu setzen. Bei mir bleibt es ein überschaubarer Blogartikel. Ob ich dafür irgendwann auch den Literaturnobelpreis erhalte, muss an anderer Stelle entschieden werden. Jedenfalls statte ich dem Main seitdem jährlich einen Besuch ab und nehme mir vor, stets neue Weinberge rund um Würzburg zu erkunden.&#160; Was geht abt? Auf der Abtsleite einiges! Den Würzburger Stein und die Innere Leiste bei der Festung Marienberg hatte ich bei meinen vergangenen Besuchen schon durchgespielt, daher führt mich mein erster Weg dieses Mal in Richtung Abtsleite in den Süden der Stadt. Beeinflusst vom Würzburger Kessel wird es hier auch im Frühjahr schnell muckelig. Hat man es die knapp 300 Meter hochgeschafft, wird man mit einem grandiosen Blick Richtung Süden auf die VDP.Erste Lage Randersackerer Teufelskeller belohnt. Schaut man nach Westen, sticht einem direkt ein klobiger Bunker ins Auge, der sich bei genauerem Hinschauen als XXXLutz-Filiale entpuppt (als Mitarbeiter würde ich mich bei einer Nuklearkatastrophe dort sehr sicher fühlen); der Ort um den Beton-Quader herum ist übrigens Heidingsfeld – für alle Fußball-Interessierten: Hier war Werner Lorant mal zwei Jahre Spielertrainer. &#160;Aber zurück zum Fall: Im Glas setzt beispielsweise das Bürgerspital diese VDP.Erste Lage mit dem Riesling (2023) wunderbar um: Erfrischende zitrische Noten, Mineralik und eine Spur Birne – das Ganze bei 5,3 g/l Restsüße, aber alles andere als „fränkisch trocken“ (unter dem Begriff versteht man einen Restzucker-Wert von bis zu 4 g/l).&#160; Einer, der nach Einersheim fährt Klösterliche Stille wie in der Abtsleite gibt es in Regionalzügen dagegen nur selten. Umso schöner, dass es Noise-Cancelling-Kopfhörer gibt und die Fahrt von Würzburg nach Iphofen mit der RE10 keine halbe Stunde dauert. Am Bahnhof holt mich Winzerin Johanna Gamm vom gleichnamigen Weingut ab und fährt mich in die Weinberge von Markt Einersheim, die zum Teil von der großen Flurbereinigung der 1970er-Jahre nicht betroffen waren. Neben fränkischen Klassikern wie Silvaner, Müller-Thurgau oder Bacchus setzt das super sympathische Weingut Gamm auch auf PiWi-Sorten wie Regent oder Johanniter. Im Glas bringt etwa der Kabinett-Johanniter vom Markt Einersheimer Vogelsang riesig Spaß: Die sportliche Säure ist mit dem Restzucker bestens ausbalanciert, dazu gelbe bis teilweise exotische Primärfruchtaromen, die mich spontan auch an Scheurebe denken lassen. Noch ein Glas, bitte! Fast überflüssig zu erwähnen, dass auch die fränkische Paradedisziplin Rotling hier am Hofe verkauft und ausgeschenkt wird. Ein gemütlicher Begleiter, mit dem man es sich an einem Frühsommerabend auf einer Bank kommod einrichten kann. Escherndorfer Lump: Erste Lage, auch Erste Liga? Am nächsten Morgen karrt mich ein beeindruckend schlecht gelaunter Busfahrer nach Astheim an die Mainschleife. Zu Fuß schlendere ich zunächst die Landstraße entlang zum Escherndorfer Lump, einer Lage, die ob ihres Namens schon früh mein Interesse auf sich zog. Der dort installierte Aussichtspunkt auf die malerische Mainschleife lohnt sich aber erst wieder, wenn Bäume und Büsche zurechtgestutzt wurden (Wasser habe ich zu keiner Zeit gesehen). Der Blick von der Steillage hinunter auf Escherndorf entschädigt aber für alle in Kauf genommenen Unbilden (Büsche und Busfahrer). Die Bocksbeutelstraße ist so etwas wie die Champs-Ély­sées Escherndorfs. Hier reihen sich die wichtigsten Adressen wie Perlen aneinander. Ich bleibe an der Hausnummer 15 beim VDP Weingut von Rainer Sauer kleben.&#160; Der Silvaner &#8211; Escherndorfer Lump, VDP.Erste Lage, trocken aus dem Jahr 2023 &#8211; ist eine Granate: rauchige Mineralik, speziell Feuerstein, Kräuterwürze und dazu ein Schuss Limette und Zitrone. Bei 1 g/l Restzucker ist dieser Wein auch typisch „fränkisch trocken“ und genau das Richtige an einem knallheißen Mai-Tag. Der Riesling aus derselben Lage, aber ein Jahr älter, haut in eine ähnliche Kerbe, ist aber nicht ganz so kantig und angriffslustig. Nach Nordheim auf die Weininsel Am Escherndorfer Ufer fährt mich die seilgeführte und mit Wimpeln und Fähnchen bestückte „Mainfähre“ rüber nach Nordheim auf die Weininsel. Die Überfahrt dauert gefühlte 40 Sekunden und ist durchgehend ruhig, was den Kapitän aber nicht davon abhält, fotografierende Touristen auf der anderen Flussseite lautstark zu maßregeln, die „Sicherheitslinie“ am Anleger doch bitte nicht zu überschreiten – hier herrscht also noch Recht und Ordnung. Hat man das pittoreske Nordheim durchlaufen (die Dorfbäckerei Weinhöfle vertreibt einen vorzüglichen Flammkuchen), öffnen sich die Tore zum Paradies: Der freie Blick auf den 288 Meter hohen Kreuzberg, umrahmt von den VDP.Ersten Lagen Nordheimer Kreuzberg (Nordlage!) und Nordheimer Vögelein ist hinreißend. Oben angekommen, trifft man auf der Terroir f Aussichtsplattform auf die Weinheilige „Frankonia“ (oder wie ich zusätzlich auch auf einen sternhagelvollen Junggesellenabschied … der Busfahrer wäre mir, offen gestanden, lieber gewesen). Hinunter gehts auf der anderen Seite gute drei Kilometer quer durch den Sommeracher Katzenkopf ins gleichnamige Dorf (Sommerach, nicht Katzenkopf).Die hiesige Winzergenossenschaft kobert einen am Ortseingang direkt auf den sommerlich (hier ist der Name Programm) hergerichteten Hof. Im Glas habe ich hier den Sommeracher Katzenkopf, Silvaner, trocken: Und wieder ist er präsent, dieser intensive Kräutergarten, der sich schlagartig die Nase hochschiebt. Dazu gesellt sich eine leichte Zitrusnote bei straffem Säuregerüst.&#160; Voll karacho nach Volkach&#160; Den Busfahrplan im Hinterkopf geht es hurtigen Schenkels nordöstlich in Richtung Volkach, immer schön am Mainkanal entlang. Wer hier mit dem Auto fährt, begeht einen unverzeihlichen Frevel an der Natur, denke ich mir so, wie ich als Stadtmensch versonnen die sorgsam aufgezogenen Obstbäume bestaune.&#160; Apropos: In Volkach selbst steht das „Haus der Quitte“. Neben Seifen, Marmeladen und Nippes, den man vielleicht nicht unbedingt kaufen muss, wird allerdings auch ein Quitten-Secco feilgeboten, der furchtbar gut und erfrischend schmeckt. Da Quitte ein typisches Referenz-Aroma für Weinbeschreibungen ist, sollte der geneigte Weinfreund nicht schnurstracks an diesem spannenden Haus vorbeimarschieren.&#160; Jetzt aber wieder zum seriösen Teil: Ein Besuch beim Weingut Zur Schwane gehört natürlich zum Pflichtprogramm. Gleich mal das Große Gewächs „Am Lumpen 1655“, Silvaner, 2022, bestellt: zunächst recht verschlossen in der Nase, dann entwickelt sich aber eine herbe Kräuternote und dazu eine deutlich gegenwärtige Säure. Es mag die restsüße Quitte zuvor gewesen sein oder meine Nase musste den knapp 20 gewanderten Kilometern Tribut zahlen, leider legt mein sensorischer Kompass am vermeintlichen Höhepunkt eine Pause ein. Passiert. Der Zufall wollte es aber, dass ich Schwane-Inhaber Ralph Düker zwei Tage später in Hamburgs Frankenwein-Institution „Der Bocksbeutel“ treffen und dort seinen Blanc de Noir probieren durfte: Ein dezenter Kupferton funkelt hübsch im Glas, im Mund entfaltet sich augenblicklich ein animierender Säurezug, während am Gaumen ein feines, nobles Erdbeer-Aroma geduldig auf den Nachhall wartet. Kreislauf des Lebens (und Busfahrplans) Der Weinort Volkach hatte mal eine Bahnanbindung, die im Volksmund – aus Gründen – „Säuferbähnle“ genannt wurde. 1968 war aber Schluss mit den lustigen Bahnfahrten: Die Deutsche Bundesbahn hat die Strecke (Achtung, Wortwitz!) trockengelegt. Wie der Bayerische Rundfunk berichtet, soll die Zugstrecke aber in ungewisser Zukunft reaktiviert werden.&#160; Dies ist jedenfalls der Grund, weshalb ich an einem Sonnabend schon um 16.45 Uhr die letzte direkte Reiseverbindung zurück nach Würzburg nehme: die Linie 305. Beim Öffnen der Tür blicke ich in ein bekanntes Gesicht, der unfreundliche Busfahrer bittet um Einsicht in mein Deutschland-Ticket. Vielleicht waren es die wunderbaren Lagen und Weine, die ich bestaunen durfte oder doch der Quitten-Secco, aber für einen kurzen Wimpernschlag hoben sich die Mundwinkel des Busfahrers zu einem flüchtigen Lächeln.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://traubengucker.de/regionen/fraenkische-weinreise-zu-den-frrraenkischen-weinriesen/">Fränkische Weinreise zu den frrränkischen Weinriesen</a> erschien zuerst auf <a href="https://traubengucker.de">Traubengucker</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Wie kommt man am schnellsten vom Norden aus in ein deutsches Weinanbaugebiet? Auch wenn Saale-Unstrut oder der Mittelrhein per Luftlinie am dichtesten an Hamburg, Kiel oder Hannover dran sind, ist es doch am Ende der ICE, der einen in unter vier Stunden nach Würzburg ins Anbaugebiet Franken führt. Wenn der Zug denn fährt, aber versuchen wir es ab jetzt mal ohne Bahnwitze …&nbsp;</p>



<p>Franken ist mit knapp über 6.100 ha Rebfläche das sechstgrößte deutsche Anbaugebiet für Qualitätswein. Ein Viertel aller Reben geht auf Silvaner zurück. Und das ist marketingmäßig ein wichtiges Pfund der Franken: Sobald einer im Frühjahr „Spargel“ schreit, eilen reflexartig zehn andere mit fränkischem Silvaner als Weinbegleitung herbei. Funktioniert jedes Jahr zuverlässig, ist auch nichts gegen einzuwenden, außer der Tatsache, dass der weitestgehend aus Wasser bestehende Spargel natürlich auch zu vielen anderen Weinen passt – auf die Beilagen und Saucen kommt es eigentlich an. Aber wir wollen uns nicht in vegetabilen Details verlieren … Hauptsache, das Kind isst Gemüse!</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0045-1024x1024.jpeg" alt="Gemüsestände auf dem Würzburger Marktplatz" class="wp-image-1069" srcset="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0045-1024x1024.jpeg 1024w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0045-300x300.jpeg 300w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0045-150x150.jpeg 150w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0045-768x768.jpeg 768w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0045-1536x1536.jpeg 1536w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0045-2048x2048.jpeg 2048w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0045-1140x1140.jpeg 1140w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0045-75x75.jpeg 75w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0045-1320x1320.jpeg 1320w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Hier gibt es nicht nur Spargel zum Silvaner zu kaufen: Der Marktplatz in Würzburgs Altstadt ist Dreh- und Angelpunkt für Connoisseure.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Der Würzburger Stein: Eine Lage wie ein Gedicht</strong></h2>



<p>Am Würzburger Hauptbahnhof angekommen, wird man zur Linken auch gleich schon feierlich vom Stein-Berg begrüßt. Diese legendäre <a href="https://www.vdp.de/de/die-weine/weinbergonline/region/franken">VDP.Große Lage</a> wuchtet sich entlang der Gleise in den meist stahlblauen Himmel über der Frankenmetropole hoch.&nbsp;</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>„Kein anderer Wein will mir schmecken und ich bin verdrießlich, wenn mir mein Lieblingsgetränk abgeht.“ (Goethe über den Steinwein)</p>
</blockquote>



<p>Ganz ähnlich wie bei Hermann Hesse reichten auch bei mir vor vier Jahren zwei sonnige Tage in Würzburg aus, um mich von der Stadt komplett in den Bann ziehen zu lassen. Hesse hat daraufhin seine Erzählung „Narziß und Goldmund“ teilweise nach Würzburg gelegt, um dem Ort ein würdiges Denkmal zu setzen. Bei mir bleibt es ein überschaubarer Blogartikel. Ob ich dafür irgendwann auch den Literaturnobelpreis erhalte, muss an anderer Stelle entschieden werden.</p>



<p>Jedenfalls statte ich dem Main seitdem jährlich einen Besuch ab und nehme mir vor, stets neue Weinberge rund um Würzburg zu erkunden.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0057-1024x1024.jpeg" alt="Blick auf den Randersackerer Teufelskeller." class="wp-image-1048" srcset="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0057-1024x1024.jpeg 1024w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0057-300x300.jpeg 300w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0057-150x150.jpeg 150w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0057-768x768.jpeg 768w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0057-1536x1536.jpeg 1536w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0057-2048x2048.jpeg 2048w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0057-1140x1140.jpeg 1140w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0057-75x75.jpeg 75w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0057-1320x1320.jpeg 1320w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Bocksbeutel für den Beelzebub: der Randersackerer Teufelskeller.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Was geht abt? Auf der Abtsleite einiges!</strong></h2>



<p>Den Würzburger Stein und die Innere Leiste bei der Festung Marienberg hatte ich bei meinen vergangenen Besuchen schon durchgespielt, daher führt mich mein erster Weg dieses Mal in Richtung Abtsleite in den Süden der Stadt. Beeinflusst vom Würzburger Kessel wird es hier auch im Frühjahr schnell muckelig. Hat man es die knapp 300 Meter hochgeschafft, wird man mit einem grandiosen Blick Richtung Süden auf die VDP.Erste Lage Randersackerer Teufelskeller belohnt. Schaut man nach Westen, sticht einem direkt ein klobiger Bunker ins Auge, der sich bei genauerem Hinschauen als XXXLutz-Filiale entpuppt (als Mitarbeiter würde ich mich bei einer Nuklearkatastrophe dort sehr sicher fühlen); der Ort um den Beton-Quader herum ist übrigens Heidingsfeld – für alle Fußball-Interessierten: Hier war Werner Lorant mal zwei Jahre Spielertrainer.</p>



<p>&nbsp;<br>Aber zurück zum Fall: Im Glas setzt beispielsweise das <a href="https://www.buergerspital.de/weingut/weinshop/index.html?gad_source=1&amp;gad_campaignid=21141232946&amp;gbraid=0AAAAADqHvPyGUf5OqBA2Yldv9oisTwRLg&amp;gclid=Cj0KCQjwoZbBBhDCARIsAOqMEZXgHq0Rxu5WOJsJxZBgFGWS8jv_PYenTzPerdTnggv6Q4RPLdt535waAsqMEALw_wcB" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bürgerspital</a> diese VDP.Erste Lage mit dem Riesling (2023) wunderbar um: Erfrischende zitrische Noten, Mineralik und eine Spur Birne – das Ganze bei 5,3 g/l Restsüße, aber alles andere als „fränkisch trocken“ (unter dem Begriff versteht man einen Restzucker-Wert von bis zu 4 g/l).&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Einer, der nach Einersheim fährt</strong></h2>



<p>Klösterliche Stille wie in der Abtsleite gibt es in Regionalzügen dagegen nur selten. Umso schöner, dass es Noise-Cancelling-Kopfhörer gibt und die Fahrt von Würzburg nach Iphofen mit der RE10 keine halbe Stunde dauert. Am Bahnhof holt mich Winzerin Johanna Gamm vom gleichnamigen Weingut ab und fährt mich in die Weinberge von Markt Einersheim, die zum Teil von der großen Flurbereinigung der 1970er-Jahre nicht betroffen waren.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0039-1024x1024.jpeg" alt="Weinberg in Markt Einersheim" class="wp-image-1050" srcset="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0039-1024x1024.jpeg 1024w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0039-300x300.jpeg 300w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0039-150x150.jpeg 150w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0039-768x768.jpeg 768w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0039-1536x1536.jpeg 1536w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0039-2048x2048.jpeg 2048w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0039-1140x1140.jpeg 1140w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0039-75x75.jpeg 75w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0039-1320x1320.jpeg 1320w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Am Fuße des Steigerwalds liegen die Weinberge Markt Einersheims auf Gipskeuper-Böden.</figcaption></figure>



<p>Neben fränkischen Klassikern wie Silvaner, Müller-Thurgau oder Bacchus setzt das super sympathische <a href="https://www.weingut-gamm.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Weingut Gamm</a> auch auf PiWi-Sorten wie Regent oder Johanniter. Im Glas bringt etwa der Kabinett-Johanniter vom Markt Einersheimer Vogelsang riesig Spaß: Die sportliche Säure ist mit dem Restzucker bestens ausbalanciert, dazu gelbe bis teilweise exotische Primärfruchtaromen, die mich spontan auch an Scheurebe denken lassen. Noch ein Glas, bitte!</p>



<p>Fast überflüssig zu erwähnen, dass auch die fränkische Paradedisziplin <a href="https://traubengucker.de/regionen/rotling-alles-andere-als-ein-rohling/">Rotling</a> hier am Hofe verkauft und ausgeschenkt wird. Ein gemütlicher Begleiter, mit dem man es sich an einem Frühsommerabend auf einer Bank kommod einrichten kann.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Escherndorfer Lump: Erste Lage, auch Erste Liga</strong>?</h2>



<p>Am nächsten Morgen karrt mich ein beeindruckend schlecht gelaunter Busfahrer nach Astheim an die Mainschleife. Zu Fuß schlendere ich zunächst die Landstraße entlang zum Escherndorfer Lump, einer Lage, die ob ihres Namens schon früh mein Interesse auf sich zog. Der dort installierte Aussichtspunkt auf die malerische Mainschleife lohnt sich aber erst wieder, wenn Bäume und Büsche zurechtgestutzt wurden (Wasser habe ich zu keiner Zeit gesehen).</p>



<p>Der Blick von der Steillage hinunter auf Escherndorf entschädigt aber für alle in Kauf genommenen Unbilden (Büsche und Busfahrer).</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0099-1024x1024.jpeg" alt="Blick auf Escherndorf" class="wp-image-1044" srcset="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0099-1024x1024.jpeg 1024w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0099-300x300.jpeg 300w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0099-150x150.jpeg 150w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0099-768x768.jpeg 768w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0099-1536x1536.jpeg 1536w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0099-2048x2048.jpeg 2048w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0099-1140x1140.jpeg 1140w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0099-75x75.jpeg 75w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0099-1320x1320.jpeg 1320w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der kürzeste Weg ins Dorf ist nicht immer der sicherste. Die VDP.Erste Lage Escherndorfer Lump ist teilweise eine Steillage.</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0101-1024x1024.jpeg" alt="Ein Schild im Weinberg, das zur Mäßigung aufruft." class="wp-image-1046" srcset="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0101-1024x1024.jpeg 1024w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0101-300x300.jpeg 300w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0101-150x150.jpeg 150w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0101-768x768.jpeg 768w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0101-1536x1536.jpeg 1536w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0101-2048x2048.jpeg 2048w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0101-1140x1140.jpeg 1140w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0101-75x75.jpeg 75w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0101-1320x1320.jpeg 1320w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Wenige Schritte später wird man direkt zur Mäßigung aufgerufen.</figcaption></figure>



<p>Die Bocksbeutelstraße ist so etwas wie die Champs-Ély­sées Escherndorfs. Hier reihen sich die wichtigsten Adressen wie Perlen aneinander. Ich bleibe an der Hausnummer 15 beim VDP Weingut von <a href="https://weingut-rainer-sauer.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Rainer Sauer</a> kleben.&nbsp;</p>



<p>Der Silvaner &#8211; Escherndorfer Lump, VDP.Erste Lage, trocken aus dem Jahr 2023 &#8211; ist eine Granate: rauchige Mineralik, speziell Feuerstein, Kräuterwürze und dazu ein Schuss Limette und Zitrone. Bei 1 g/l Restzucker ist dieser Wein auch typisch „fränkisch trocken“ und genau das Richtige an einem knallheißen Mai-Tag.</p>



<p>Der Riesling aus derselben Lage, aber ein Jahr älter, haut in eine ähnliche Kerbe, ist aber nicht ganz so kantig und angriffslustig.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0104-1024x1024.jpeg" alt="Straßenschild &quot;Bocksbeutelstraße&quot;" class="wp-image-1066" srcset="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0104-1024x1024.jpeg 1024w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0104-300x300.jpeg 300w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0104-150x150.jpeg 150w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0104-768x768.jpeg 768w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0104-1536x1536.jpeg 1536w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0104-2048x2048.jpeg 2048w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0104-1140x1140.jpeg 1140w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0104-75x75.jpeg 75w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0104-1320x1320.jpeg 1320w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Bocksbeutelstraße im fränkischen Escherndorf &#8211; Straße der Träume.</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0107-1024x1024.jpeg" alt="Ich trinke ein Glas im Weingut Sauer" class="wp-image-1042" srcset="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0107-1024x1024.jpeg 1024w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0107-300x300.jpeg 300w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0107-150x150.jpeg 150w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0107-768x768.jpeg 768w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0107-1536x1536.jpeg 1536w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0107-2048x2048.jpeg 2048w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0107-1140x1140.jpeg 1140w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0107-75x75.jpeg 75w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0107-1320x1320.jpeg 1320w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">(Bitte stören Sie den Künstler nicht bei der Arbeit.)</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Nach Nordheim auf die Weininsel</strong></h2>



<p>Am Escherndorfer Ufer fährt mich die seilgeführte und mit Wimpeln und Fähnchen bestückte „Mainfähre“ rüber nach Nordheim auf die Weininsel. Die Überfahrt dauert gefühlte 40 Sekunden und ist durchgehend ruhig, was den Kapitän aber nicht davon abhält, fotografierende Touristen auf der anderen Flussseite lautstark zu maßregeln, die „Sicherheitslinie“ am Anleger doch bitte nicht zu überschreiten – hier herrscht also noch Recht und Ordnung.</p>



<p>Hat man das pittoreske Nordheim durchlaufen (die <a href="https://www.weinschleifencafe.de/dorfbaeckerei.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Dorfbäckerei Weinhöfle</a> vertreibt einen vorzüglichen Flammkuchen), öffnen sich die Tore zum Paradies: Der freie Blick auf den 288 Meter hohen Kreuzberg, umrahmt von den VDP.Ersten Lagen Nordheimer Kreuzberg (Nordlage!) und Nordheimer Vögelein ist hinreißend. Oben angekommen, trifft man auf der <a href="https://www.fraenkisches-weinland.de/poi/terroir_f-ein_magischer_ort_am-40703/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Terroir f Aussichtsplattform</a> auf die Weinheilige „Frankonia“ (oder wie ich zusätzlich auch auf einen sternhagelvollen Junggesellenabschied … der Busfahrer wäre mir, offen gestanden, lieber gewesen).</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0115-1024x1024.jpeg" alt="Die &quot;Frankonia&quot; auf dem Kreuzberg auf der Maininsel" class="wp-image-1041" srcset="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0115-1024x1024.jpeg 1024w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0115-300x300.jpeg 300w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0115-150x150.jpeg 150w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0115-768x768.jpeg 768w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0115-1536x1536.jpeg 1536w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0115-2048x2048.jpeg 2048w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0115-1140x1140.jpeg 1140w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0115-75x75.jpeg 75w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0115-1320x1320.jpeg 1320w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die fränkische Interpretation vom Sturm auf die Bastille: Statt &#8222;Marianne&#8220; thront &#8222;Frankonia&#8220; über dem Kreuzberg auf der Maininsel – mit Bocksbeutel statt Bajonett, logisch.</figcaption></figure>



<p>Hinunter gehts auf der anderen Seite gute drei Kilometer quer durch den Sommeracher Katzenkopf ins gleichnamige Dorf (Sommerach, nicht Katzenkopf).<br>Die hiesige <a href="https://www.winzer-sommerach.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Winzergenossenschaft</a> kobert einen am Ortseingang direkt auf den sommerlich (hier ist der Name Programm) hergerichteten Hof. Im Glas habe ich hier den Sommeracher Katzenkopf, Silvaner, trocken: Und wieder ist er präsent, dieser intensive Kräutergarten, der sich schlagartig die Nase hochschiebt. Dazu gesellt sich eine leichte Zitrusnote bei straffem Säuregerüst.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0127-1024x1024.jpeg" alt="Straßenschild &quot;Zum Katzenkopf&quot;" class="wp-image-1065" srcset="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0127-1024x1024.jpeg 1024w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0127-300x300.jpeg 300w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0127-150x150.jpeg 150w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0127-768x768.jpeg 768w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0127-1536x1536.jpeg 1536w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0127-2048x2048.jpeg 2048w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0127-1140x1140.jpeg 1140w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0127-75x75.jpeg 75w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0127-1320x1320.jpeg 1320w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Wäre in der fränkischen Monopoly-Ausgabe so eine Art Schlossallee.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Voll karacho nach Volkach&nbsp;</strong></h2>



<p>Den Busfahrplan im Hinterkopf geht es hurtigen Schenkels nordöstlich in Richtung Volkach, immer schön am Mainkanal entlang. Wer hier mit dem Auto fährt, begeht einen unverzeihlichen Frevel an der Natur, denke ich mir so, wie ich als Stadtmensch versonnen die sorgsam aufgezogenen Obstbäume bestaune.&nbsp;</p>



<p>Apropos: In Volkach selbst steht das „<a href="https://www.haus-der-quitte.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Haus der Quitte</a>“. Neben Seifen, Marmeladen und Nippes, den man vielleicht nicht unbedingt kaufen muss, wird allerdings auch ein Quitten-Secco feilgeboten, der furchtbar gut und erfrischend schmeckt.</p>



<p>Da Quitte ein typisches Referenz-Aroma für Weinbeschreibungen ist, sollte der geneigte Weinfreund nicht schnurstracks an diesem spannenden Haus vorbeimarschieren.&nbsp;</p>



<p>Jetzt aber wieder zum seriösen Teil: Ein Besuch beim <a href="https://www.schwane-weingut.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Weingut Zur Schwane</a> gehört natürlich zum Pflichtprogramm. Gleich mal das Große Gewächs „Am Lumpen 1655“, Silvaner, 2022, bestellt: zunächst recht verschlossen in der Nase, dann entwickelt sich aber eine herbe Kräuternote und dazu eine deutlich gegenwärtige Säure. Es mag die restsüße Quitte zuvor gewesen sein oder meine Nase musste den knapp 20 gewanderten Kilometern Tribut zahlen, leider legt mein sensorischer Kompass am vermeintlichen Höhepunkt eine Pause ein. Passiert.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0139-1024x1024.jpeg" alt="Das GG &quot;Am Lumpen 1655&quot; von Schwane" class="wp-image-1064" srcset="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0139-1024x1024.jpeg 1024w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0139-300x300.jpeg 300w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0139-150x150.jpeg 150w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0139-768x768.jpeg 768w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0139-1536x1536.jpeg 1536w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0139-2048x2048.jpeg 2048w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0139-1140x1140.jpeg 1140w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0139-75x75.jpeg 75w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0139-1320x1320.jpeg 1320w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das GG &#8222;Am Lumpen 1655&#8220; von Schwane (die massive Speisekarte wiegt ähnlich viel wie die volle Flasche)</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0137-1024x1024.jpeg" alt="Der Marktplatz in Volkach" class="wp-image-1040" srcset="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0137-1024x1024.jpeg 1024w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0137-300x300.jpeg 300w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0137-150x150.jpeg 150w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0137-768x768.jpeg 768w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0137-1536x1536.jpeg 1536w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0137-2048x2048.jpeg 2048w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0137-1140x1140.jpeg 1140w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0137-75x75.jpeg 75w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0137-1320x1320.jpeg 1320w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Zwischen Aperol, Stachelbeertorte und Rentnern auf E-Bikes: der Marktplatz in Volkach</figcaption></figure>



<p>Der Zufall wollte es aber, dass ich Schwane-Inhaber Ralph Düker zwei Tage später in Hamburgs Frankenwein-Institution „<a href="https://www.der-bocksbeutel.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Der Bocksbeutel</a>“ treffen und dort seinen Blanc de Noir probieren durfte: Ein dezenter Kupferton funkelt hübsch im Glas, im Mund entfaltet sich augenblicklich ein animierender Säurezug, während am Gaumen ein feines, nobles Erdbeer-Aroma geduldig auf den Nachhall wartet. </p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Kreislauf des Lebens (und Busfahrplans)</strong></h2>



<p>Der Weinort Volkach hatte mal eine Bahnanbindung, die im Volksmund – aus Gründen – „Säuferbähnle“ genannt wurde. 1968 war aber Schluss mit den lustigen Bahnfahrten: Die Deutsche Bundesbahn hat die Strecke (Achtung, Wortwitz!) trockengelegt. Wie der <a href="https://www.br.de/nachrichten/bayern/mainschleifenbahn-wird-reaktiviert-strecke-volkach-wuerzburg,USUhjwk" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bayerische Rundfunk</a> berichtet, soll die Zugstrecke aber in ungewisser Zukunft reaktiviert werden.&nbsp;</p>



<p>Dies ist jedenfalls der Grund, weshalb ich an einem Sonnabend schon um 16.45 Uhr die letzte direkte Reiseverbindung zurück nach Würzburg nehme: die Linie 305. Beim Öffnen der Tür blicke ich in ein bekanntes Gesicht, der unfreundliche Busfahrer bittet um Einsicht in mein Deutschland-Ticket. Vielleicht waren es die wunderbaren Lagen und Weine, die ich bestaunen durfte oder doch der Quitten-Secco, aber für einen kurzen Wimpernschlag hoben sich die Mundwinkel des Busfahrers zu einem flüchtigen Lächeln.</p>



<p></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://traubengucker.de/regionen/fraenkische-weinreise-zu-den-frrraenkischen-weinriesen/">Fränkische Weinreise zu den frrränkischen Weinriesen</a> erschien zuerst auf <a href="https://traubengucker.de">Traubengucker</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://traubengucker.de/regionen/fraenkische-weinreise-zu-den-frrraenkischen-weinriesen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>3</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Rotling &#8211; alles andere als ein Rohling</title>
		<link>https://traubengucker.de/regionen/rotling-alles-andere-als-ein-rohling/</link>
					<comments>https://traubengucker.de/regionen/rotling-alles-andere-als-ein-rohling/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 May 2024 10:55:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Regionen]]></category>
		<category><![CDATA[Franken]]></category>
		<category><![CDATA[Rotling]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://traubengucker.de/?p=369</guid>

					<description><![CDATA[<p>Vielleicht habt ihr auf manchen Etiketten von roséfarbenen Weinen schon einmal das Wort &#8222;Rotling&#8220; gelesen. Und vielleicht hat es euch auch gar nicht groß interessiert, was es mit dem Begriff auf sich hat. Macht nichts, ich erzähle es euch trotzdem. Jetzt, wo es wieder warm wird und man selbst in Norddeutschland an zwei aufeinanderfolgenden Tagen mit offener Jacke zum Bäcker laufen kann, sehen&#160; Supermärkte und Weinfachgeschäfte wieder rosa beziehungsweise stellen ihre Roséweine ansprechend in ihre Auslage. EU setzt klare Vorgaben in Sachen Rosé-Zubereitung&#160; Und dort überwiegen in der Regel Rosés aus Südfrankreich (Languedoc, Provence!), Spanien und immer mehr auch aus deutschen Anbaugebieten wie der Pfalz, Rheinhessen oder Baden. Fast immer sind europäische Roséweine Erzeugnisse aus ausschließlich roten Trauben. Ausnahmen bilden hier etwa die Côtes du Rhône, wo auch weiße Trauben beigemischt werden dürfen. Oder aber die Champagne, wo sogar fertiger weißer und roter Wein miteinander verschnitten werden darf, was ausschließlich und nur bei Rosé-Champagner EU-weit erlaubt ist.&#160; Und hier tritt der Rotling aufs Parkett. Bei ihm verhält es sich nämlich so, dass er ebenso aus weißen und roten Trauben besteht, die aber erst &#8211; und das ist der springende Punkt &#8211; gemeinsam vergoren werden müssen. Die alkoholische Gärung beginnt also erst, wenn weiße und rote Trauben beieinanderliegen. Der Rotling als eigene Weinart Im Ergebnis verfügen Rotlinge über eine nicht geringe Restsüße (und jetzt ergibt der schlechte Wortwitz in der Überschrift auch Sinn) &#8211; anders als ihre Rosé-Kollegen, die gerne auch trocken ausgebaut werden. &#8222;Rotling als eine eigene Weinart, gleichzeitig gepresst aus roten und weißen Trauben, ist&#160;an sich schon etwas Besonderes … und eben kein etwas dunkler Rosé&#8220;, beschreibt Astrid Müllers vom Juliusspital in Würzburg im Gespräch mit Traubengucker den Rotling und ergänzt: &#8222;Auf der einen Seite hat man die frischen und fruchtigen Anteile der weißen Trauben und darüber hinaus die Struktur des Tannins der roten Sorten.&#8220; &#8222;Unkonventionell trifft es vielleicht. Etwas, was man geschmacklich nicht erwartet.&#8220; Astrid Müllers vom Juliusspital über den Rotling Genießen sollte man das Glas Rotling natürlich am besten stilecht bei einem träumerischen Blick auf den Main (Elbe, Yukon oder Jangtse gehen natürlich ebenso). Aber auch als Essensbegleiter weiß Astrid Müllers ihn zu schätzen und hat für Traubengucker sogar einen exklusiven Tipp: &#8222;Gerade die Kombi mit scharfen, würzigen oder auch ,smoky&#8216; Speisen ist ein Aha-Erlebnis.&#8220; Und wer bei Aha-Erlebnis auch gleich &#8222;Take On Me&#8220; im Ohr hat, der gieße sich bitte beim Lesen noch ein weiteres Glas hinterher. Bis der Ohrwurm wieder weggeht. Rotling &#8211; die Tante Inge unter den Weinen Mit am geläufigsten ist die Bezeichnung Rotling im Anbaugebiet Franken. Und hier kennt sich Anna-Maria Gamm vorzüglich aus. In ihrer Vinothek in Iphofen bei Würzburg hat sie nicht nur von Berufswegen mit fränkischen Weinen und im Speziellen mit Rotling zu tun. Letzteren würde sie in drei Worten mit &#8222;Allrounder, sommerlich und gesellig&#8220; beschreiben und fügt im Gespräch mit uns hinzu: &#8222;Mein drittes Wort wäre eigentlich &#8218;Tante Inge&#8216;, weil meine Tante Inge immer Rotling trinkt und sie für mich eigentlich genau den Charakter vom Wein widerspiegelt. Sie sorgt für Harmonie in der Familie, ist gesellig und feiert gerne Feste.&#8220;So eine Tante Inge hätte jeder gerne in der eigenen Familie &#8211; alternativ stellt man sich bei Festen dann halt eine Flasche Rotling hin. Das macht ihn gleich noch sympathischer. &#8222;Oft wird der Rotling auch einfach mit dem Rosé verwechselt oder gleichgestellt, dann klären wir natürlich den Unterschied.&#8220; Anna-Maria Gamm Von Rotgold bis Schieler Weiter südwestlich in Baden schätzt man das Getränk unter dem Begriff Rotgold (auch schön!), in Württemberg als Schillerwein. Auch im Anbaugebiet Sachsen wird diese Art von Wein traditionell hergestellt und nennt sich dort übrigens Schieler. Also am besten nur so viel trinken, wie man auch verträgt &#8211; nomen est omen. Und wer tatsächlich mal in Unterfranken zugegen ist, dem empfehle ich unbedingt einen Besuch sowohl in der Vinothek Iphofen (zum Beispiel als Belohnung nach dem Besteigen des Julius-Echter-Bergs direkt nebenan) als auch im Juliusspital mit seinem tollen Gartenpavillon mitten in der Würzburger Altstadt. Wer dann eine Cola bestellt, ist allerdings selbst schuld.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://traubengucker.de/regionen/rotling-alles-andere-als-ein-rohling/">Rotling &#8211; alles andere als ein Rohling</a> erschien zuerst auf <a href="https://traubengucker.de">Traubengucker</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Vielleicht habt ihr auf manchen Etiketten von roséfarbenen Weinen schon einmal das Wort &#8222;Rotling&#8220; gelesen. Und vielleicht hat es euch auch gar nicht groß interessiert, was es mit dem Begriff auf sich hat. Macht nichts, ich erzähle es euch trotzdem.</p>



<p>Jetzt, wo es wieder warm wird und man selbst in Norddeutschland an zwei aufeinanderfolgenden Tagen mit offener Jacke zum Bäcker laufen kann, sehen&nbsp; Supermärkte und Weinfachgeschäfte wieder rosa beziehungsweise stellen ihre Roséweine ansprechend in ihre Auslage.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>EU setzt klare Vorgaben in Sachen Rosé-Zubereitung&nbsp;</strong></h2>



<p>Und dort überwiegen in der Regel Rosés aus Südfrankreich (Languedoc, Provence!), Spanien und immer mehr auch aus deutschen Anbaugebieten wie der Pfalz, Rheinhessen oder Baden. Fast immer sind europäische Roséweine Erzeugnisse aus ausschließlich roten Trauben. Ausnahmen bilden hier etwa die Côtes du Rhône, wo auch weiße Trauben beigemischt werden dürfen. Oder aber die Champagne, wo sogar fertiger weißer und roter Wein miteinander verschnitten werden darf, was ausschließlich und nur bei Rosé-Champagner EU-weit erlaubt ist.&nbsp;</p>



<p>Und hier tritt der Rotling aufs Parkett. Bei ihm verhält es sich nämlich so, dass er ebenso aus weißen und roten Trauben besteht, die aber erst &#8211; und das ist der springende Punkt &#8211; <em>gemeinsam</em> vergoren werden müssen. Die alkoholische Gärung beginnt also erst, wenn weiße und rote Trauben beieinanderliegen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong><strong>Der Rotling als eigene Weinart</strong></strong></h2>



<p>Im Ergebnis verfügen Rotlinge über eine nicht geringe Restsüße (und jetzt ergibt der schlechte Wortwitz in der Überschrift auch Sinn) &#8211; anders als ihre Rosé-Kollegen, die gerne auch trocken ausgebaut werden.</p>



<p>&#8222;Rotling als eine eigene Weinart, gleichzeitig gepresst aus roten und weißen Trauben, ist&nbsp;an sich schon etwas Besonderes … und eben kein etwas dunkler Rosé&#8220;, beschreibt Astrid Müllers vom <a href="https://www.juliusspital-weingut.de/das-weingut/index.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Juliusspital</a> in Würzburg im Gespräch mit Traubengucker den Rotling und ergänzt: &#8222;Auf der einen Seite hat man die frischen und fruchtigen Anteile der weißen Trauben und darüber hinaus die Struktur des Tannins der roten Sorten.&#8220;</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_7054-1024x1024.jpeg" alt="Zwei Rotlinge: Links vom Juliusspital, rechts von Lidl." class="wp-image-403" style="width:840px;height:auto" srcset="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_7054-1024x1024.jpeg 1024w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_7054-300x300.jpeg 300w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_7054-150x150.jpeg 150w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_7054-768x768.jpeg 768w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_7054-1536x1536.jpeg 1536w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_7054-2048x2048.jpeg 2048w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_7054-1140x1140.jpeg 1140w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_7054-75x75.jpeg 75w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Rot-rote Koalition auf dem Küchentisch: Links der Rotling vom Juliuspital, rechts ein Rotling von Lidl (abgefüllt von Divino).</figcaption></figure>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>&#8222;Unkonventionell trifft es vielleicht. Etwas, was man geschmacklich nicht erwartet.&#8220;</p>
<cite>Astrid Müllers vom Juliusspital über den Rotling</cite></blockquote>



<p>Genießen sollte man das Glas Rotling natürlich am besten stilecht bei einem träumerischen Blick auf den Main (Elbe, Yukon oder Jangtse gehen natürlich ebenso). Aber auch als Essensbegleiter weiß Astrid Müllers ihn zu schätzen und hat für Traubengucker sogar einen exklusiven Tipp: &#8222;Gerade die Kombi mit scharfen, würzigen oder auch ,smoky&#8216; Speisen ist ein Aha-Erlebnis.&#8220;<br></p>



<p>Und wer bei Aha-Erlebnis auch gleich <a href="https://www.youtube.com/watch?v=djV11Xbc914" target="_blank" rel="noreferrer noopener">&#8222;Take On Me</a>&#8220; im Ohr hat, der gieße sich bitte beim Lesen noch ein weiteres Glas hinterher. Bis der Ohrwurm wieder weggeht.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Rotling &#8211; die Tante Inge unter den Weinen</strong></h2>



<p>Mit am geläufigsten ist die Bezeichnung Rotling im Anbaugebiet Franken. Und hier kennt sich Anna-Maria Gamm vorzüglich aus. In ihrer <a href="https://vinothekiphofen.de/de/">Vinothek</a> in Iphofen bei Würzburg hat sie nicht nur von Berufswegen mit fränkischen Weinen und im Speziellen mit Rotling zu tun. Letzteren würde sie in drei Worten mit &#8222;Allrounder, sommerlich und gesellig&#8220; beschreiben und fügt im Gespräch mit uns hinzu: &#8222;Mein drittes Wort wäre eigentlich &#8218;Tante Inge&#8216;, weil meine Tante Inge immer Rotling trinkt und sie für mich eigentlich genau den Charakter vom Wein widerspiegelt. Sie sorgt für Harmonie in der Familie, ist gesellig und feiert gerne Feste.&#8220;<br>So eine Tante Inge hätte jeder gerne in der eigenen Familie &#8211; alternativ stellt man sich bei Festen dann halt eine Flasche Rotling hin. Das macht ihn gleich noch sympathischer.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>&#8222;Oft wird der Rotling auch einfach mit dem Rosé verwechselt oder gleichgestellt, dann klären wir natürlich den Unterschied.&#8220;</p>
<cite>Anna-Maria Gamm</cite></blockquote>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Von Rotgold bis Schieler</strong></h2>



<p>Weiter südwestlich in Baden schätzt man das Getränk unter dem Begriff Rotgold (auch schön!), in Württemberg als Schillerwein.</p>



<p>Auch im Anbaugebiet Sachsen wird diese Art von Wein traditionell hergestellt und nennt sich dort übrigens <em>Schieler</em>. Also am besten nur so viel trinken, wie man auch verträgt &#8211; nomen est omen.</p>



<p>Und wer tatsächlich mal in Unterfranken zugegen ist, dem empfehle ich unbedingt einen Besuch sowohl in der Vinothek Iphofen (zum Beispiel als Belohnung nach dem Besteigen des Julius-Echter-Bergs direkt nebenan) als auch im Juliusspital mit seinem tollen Gartenpavillon mitten in der Würzburger Altstadt. Wer dann eine Cola bestellt, ist allerdings selbst schuld.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_3848-1024x1024.jpeg" alt="Die Terrasse der Vinothek in Iphofen." class="wp-image-372" srcset="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_3848-1024x1024.jpeg 1024w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_3848-300x300.jpeg 300w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_3848-150x150.jpeg 150w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_3848-768x768.jpeg 768w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_3848-1536x1536.jpeg 1536w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_3848-2048x2048.jpeg 2048w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_3848-1140x1140.jpeg 1140w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_3848-75x75.jpeg 75w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">In der Vinothek in Iphofen bei Anna-Maria Gamm geht natürlich auch ein Glas Silvaner klar.</figcaption></figure>
<p>Der Beitrag <a href="https://traubengucker.de/regionen/rotling-alles-andere-als-ein-rohling/">Rotling &#8211; alles andere als ein Rohling</a> erschien zuerst auf <a href="https://traubengucker.de">Traubengucker</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://traubengucker.de/regionen/rotling-alles-andere-als-ein-rohling/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>5</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
