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	<title>Österreich Archive - Traubengucker</title>
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	<title>Österreich Archive - Traubengucker</title>
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		<title>Mittelburgenland: Blaufränkisch als Lebenskonzept</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Sep 2025 12:56:38 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Blickt man von Norddeutschland aus hinunter ins Weinbauland Österreich, bleibt das Auge oft im Weinviertel hängen: ein Schlaraffenland, in dem die Donau nicht aus Wasser, sondern Grünem Veltliner zu bestehen scheint. Hie und da, zwischen Wiesen aus Wachauer Marillenknödeln, fließt vielleicht noch ein Bächlein mit Riesling oder Pinot durch die Landschaft. Dabei lohnt es sich durchaus, über die Bundeshauptstadt Wien und die hiesigen Gemischten Sätze hinweg bis ins Burgenland an die ungarische Grenze zu gucken. Denn diese Ecke des Landes ist – um mich eines Hamburger Idioms zu bemühen – ein ganz anderer Schnack. Durch das pannonische Klima sind die Sommer hier deutlich heißer als im Rest der Republik. Insofern geben im äußersten Südosten die roten Sorten Blaufränkisch und Zweigelt den Ton an, während der Grüne Veltliner im Rebsortenspiegel mit einem Anteil von unter zehn Prozent nur auf Platz drei kommt (in Niederösterreich stellt er dagegen jede zweite Rebe). Rund um den Neusiedler See kommen Süßwein-Fans natürlich auch auf ihre Kosten: Neblig-kühle Morgen sind ideale Edelfäule-Bedingungen – ein Pilz (Botrytis), den sich die Winzer auf der ungarischen Seite unter anderem für ihren Tokaji Aszú zunutze machen. Hier regiert Blaufränkisch – die &#8222;Queen of Rosé&#8220; macht den Hofstaat komplett Alles andere als edelfaul springe ich jedenfalls am Wiener Hauptbahnhof in den Zug Richtung Mittelburgenland. Das Mittelburgenland ist eine von sechs DACs (Districtus Austria Controllatus, die Herkunftsbezeichnung für Qualitätswein) im Burgenland. Und überraschenderweise sind alle sechs Appellationen doch recht unterschiedlich: Während beispielsweise in Rosalia versucht wird, den Winzern in der Provence in Sachen Rosé Konkurrenz zu machen, steht Ruster Ausbruch für Süßweine und Leithaberg wiederum für Weißweine aus Chardonnay oder Grünem Veltliner. Das Mittelburgenland jedenfalls trägt den Spitznamen „Blaufränkischland“ – und spätestens jetzt weiß man auch, was einen für gewöhnlich hier erwartet: kräftige, rote Weine aus ebendieser Sorte. Ich schreibe für gewöhnlich, denn ich habe mich hier mit Pia Strehn verabredet, die zwar für Blaufränkisch-Weine steht, vor allem aber mit ihren Rosés für Furore sorgt, was ihr nicht zu Unrecht den Beinamen „Queen of Rosé“ eingebracht hat. Und, offen gestanden, stimmt mich die Aussicht auf gekühlten Rosé auch milde, als ich den Bahnsteig in Deutschkreutz an diesem Augusttag bei 35 Grad im Schatten betrete (den Zusatz kann man sich hier übrigens sparen, hier ist kein Schatten, nirgendwo). Erinnerungen an ein Amarone-Tasting im Valpolicella-Gebiet vor acht Jahren werden wach, wo ich bei ähnlichen Temperaturen meine erste E-Bike-Erfahrung gemacht habe … nicht zu empfehlen.Sehr zu empfehlen ist dagegen, sich in ländlichen Gegenden vor Reiseantritt mit der Route zu beschäftigen. Die Netzabdeckung ist manchmal eine Lotterie, aber ein gut aufgelegter Schutzmann weist mir sicher den Weg durch das gleißende Licht zum Weingut Strehn, das am Ende der Ortsstraße einen deutlich mondänen Ton ins beschauliche Deutschkreutz bringt. Von rosa Elefanten und der Magie des Mittelburgenlandes Verschiedene Weine Pia Strehns wurden bereits mehrfach als „Bester Rosé Österreichs“ ausgezeichnet, unter anderem von Falstaff oder Meininger. Und auch ich finde, dass ihr Premium-Rosé „Der Elefant im Porzellanladen“ mit zu dem Besten gehört, was ich an rosafarbenen Weinen bislang probieren durfte. Sechs Monate reift dieser aus 100 Prozent Blaufränkisch bestehende Wein im Holzfass und bringt nicht nur ordentlich Grip an den Gaumen, sondern auch ein feines Vanille-Aroma in die Nase. Schon das leuchtende Orange im Glas zeigt an, dass uns hier kein gewöhnlicher Rosé erwartet, sondern wir eine ernst zu nehmende Richtung einschlagen. Am Tisch mit Pia Strehn erwähne ich jedenfalls, dass mich die Farbe spontan an einen echten Rosé-Klassiker erinnert: den Cru Classé Rosé von Clos Cibonne aus der Rebsorte Tibouren. Prompt fällt mir die Winzerin ins Wort und berichtet von ihrem Erweckungserlebnis als junge Frau in der Provence,&#160;als sie genau diesen Wein dort erstmals erleben durfte – und fortan die Vision hatte, aus dem elterlichen, Blaufränkisch-treuen Winzerbetrieb einen ähnlichen Zauber zu erzeugen. Hat geklappt. Apropos Zauber und damit zurück zur Region, frage ich Pia Strehn, was genau die DAC Mittelburgenland hier ausmache. „Das Mittelburgenland liegt einfach magisch“, erklärt sie mir: „Im Norden, Süden und Westen sind wir durch drei Hügelketten geschützt, die kalte Winde und Unwetter abhalten. Und vom Osten her fließt die warme Luft vom Neusiedler See ein.“ Hinzu kämen sehr unterschiedliche Böden wie Sand, Lehm, Schotter, aber auch Kalk, die viele Möglichkeiten zum Ausprobieren böten. Blaufränkisch: Schönling mit Substanz Nun ist „Der Elefant im Porzellanladen“ mit gut 30 Euro kein Dienstagabend-Wein, dafür aber ein Tropfen, mit dem man essenstechnisch auch schwerere Geschütze aus rotem Fleisch, etwa ein Steak oder gar Wild, flankieren kann. Die Einstiegsvariante „Blaufränkisch Rosé“ (kein Holzausbau) aus ebenso 100 Prozent Blaufränkisch gibt es schon für einen Zehner zu haben und bietet einen guten Einstieg in die Rebsorte der Region mit einem Fruchtspektrum von Erdbeere bis Blutorange. Bleiben wir aber noch kurz beim Blaufränkisch, der hier in der Region, aber auch im Weingut Strehn, eine so gewichtige Rolle spielt. Warum ist Blaufränkisch hier einfach die ideale Sorte? „Weil Blaufränkisch jeden Beauty-Contest im Weingarten gewinnt“, antwortet die Winzerin und führt aus: „Er ist immer der Schönste, wächst komplett gerade und hat dunkle, große Blätter, die die Trauben vor der Sonne schützen.“ Und das erfahre ich an diesem August-Tag ja am eigenen Leib: Sind die Sommer im Burgenland schon jetzt knallheiß und sonnenintensiv, wird der Klimawandel künftig noch weiter an der Kurbel drehen. Zudem sei der Blaufränkisch als mittel- und spätreifende Traube nicht so krankheitsanfällig, also insgesamt pflegeleicht. Und im Ergebnis bringt er Körper ins Glas, Druck an den Gaumen, gleichzeitig aber – und das betont Pia Strehn wiederholt – besäße er „keine plakative Frucht“.  Insofern verbindet diese Würze das südliche Burgenland dann doch auf eine schöne Weise mit dem Norden, wo der Grüne Veltliner im Weinviertel das typische „Pfefferl“ in die Nase zaubert. Magie oder Maggi? Purple Rain im Glas Etwas weiter zurück in Richtung Ortskern liegt das Weingut Ernst. Seit 2005 hat sich Bernhard Ernst hier ernsthaften Weinen verschrieben, wie er auf seiner Homepage betont. Und natürlich findet sich hier auf den 12 Hektar auch der Blaufränkisch wieder. &#8222;Die Blaufränkisch-Traube kann – angefangen von Rosé über klassische Ortsweine bis hin zu vollkommenen Premium-Weinen – alles abdecken&#8220;, gerät der Winzer ins Schwärmen und setzt sein Loblied fort: &#8222;Es ist für mich eindeutig die beste Rotweinsorte, um das Terroir perfekt zu transportieren.&#8220; Die DAC Mittelburgenland stehe für ihn generell für &#8222;qualitativ sehr hochwertigen Wein in allen Segmenten.&#8220; Ein Paradebeispiel dafür ist sicherlich sein „Blaufränkisch Alte Reben“. Für rund 15 Euro bekommt man eine Menge geboten: Zunächst färbt ein fast undurchdringliches Purpur mein Glas dunkel. Und dann ist es auch sofort präsent, das typische Blaufränkisch-Aroma: Veilchen, Brombeere, etwas Cassis. Am Gaumen dann die bleibenden Erinnerungen an den Ausbau im Eichenfass, vielleicht auch ein Hauch Vanille. Womöglich hätte ich den 2023er Jahrgang auch noch das eine oder andere Jahr im Keller lagern können, kommt er zugleich doch auch noch etwas ungestüm daher. Zu einem Hüftsteak vom Rind aber die absolut richtige Begleitung. Blaufränkisch und Karl der Große: Eine historische Rebsortenreise In Deutschland ist Blaufränkisch übrigens unter dem Namen Lemberger bekannt. Der Begriff geht zurück auf die slowenische Stadt Lemberg in der Untersteiermark, aus der Ende des 19. Jahrhunderts rauhe Mengen an Wein dieser Sorte nach Deutschland exportiert wurden. Nach aktuellem Stand der Forschung stammt der Blaufränkisch wohl aber aus der Thermenregion, südlich von Wien. Ins Burgenland kam die Rebe aber schon gute neun bis zehn Jahrhunderte zuvor. Eine maßgebliche Rolle spielte dabei Karl der Große. Der Herrscher war großer Bewunderer des Weines im Allgemeinen. Dabei trank er, anders als beispielsweise Ludwig XIV., stets maßvoll und verabscheute Trunkenheit. Jedenfalls geht auf Karl den Großen eine grundsätzliche Trennung von Rebsorten zurück: die Minderwertigen, meist aus dem Osten stammend, wurden als „heunisch“/„hunnisch“, die (aus seiner Sicht) qualitativ hochwertigen als „fränkisch“ bezeichnet. Aus dieser Kategorisierung dürfte der Blaufränkisch hervorgegangen sein. Sopron statt Sopran – ein Lobgesang auf die pannonische Perle Und weil wir gerade so schön mit den Bezeichnungen jonglieren und auch langsam zum Ende kommen wollen, erzähle ich nun noch, dass man auf der Rückfahrt aus dem Mittelburgenland nach Wien ganz hervorragend im wirklich anmutigen Sopron (deutsch: Ödenburg) aussteigen kann. Das gleichnamige Weinanbaugebiet Ungarns streckt sich wie eine Zunge ins Burgenland hinein. Auch hier ist die Leitsorte Blaufränkisch, die diesseitig aber auf den Namen Kekfrankos hört. Renommierte Weingüter sind Pfneiszl Birtok oder Bónis-Reitter. Überflüssig zu erwähnen, dass das Preisniveau aus Geldbörsen-Sicht hier zu spontanen Lustkäufen anregt (zum Beispiel eine Flasche Tokajer bei Spar, her damit!). Zurück am Wiener Hauptbahnhof zeige ich mich dankbar für die klimatisierte Haupthalle und begebe mich direkt auf die Suche nach einer Magnumflasche Cola Zero – selbst als hitzeerprobter Jogger steckt mir der Glutofen der vergangenen Stunden noch etwas in den Knochen. Auch eine Erfahrung. Aber der Herbst kommt schneller, als man denkt, und das Ende der Sommerzeit ist ja quasi synonym mit dem Beginn der Rotweinzeit. Und spätestens dann werde ich mir, bevor ich abends mit Wärmflasche und Wollsocken vor dem Fernseher darbe, den mittelburgenländischen Sommer mit einem Glas Blaufränkisch zurückholen. Zum Woi!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://traubengucker.de/regionen-2/mittelburgenland-blaufraenkisch-als-lebenskonzept/">Mittelburgenland: Blaufränkisch als Lebenskonzept</a> erschien zuerst auf <a href="https://traubengucker.de">Traubengucker</a>.</p>
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<p>Blickt man von Norddeutschland aus hinunter ins Weinbauland Österreich, bleibt das Auge oft im Weinviertel hängen: ein Schlaraffenland, in dem die Donau nicht aus Wasser, sondern Grünem Veltliner zu bestehen scheint. Hie und da, zwischen Wiesen aus Wachauer Marillenknödeln, fließt vielleicht noch ein Bächlein mit Riesling oder Pinot durch die Landschaft.</p>



<p>Dabei lohnt es sich durchaus, über die Bundeshauptstadt Wien und die hiesigen Gemischten Sätze hinweg bis ins Burgenland an die ungarische Grenze zu gucken. Denn diese Ecke des Landes ist – um mich eines Hamburger Idioms zu bemühen – ein <em>ganz anderer Schnack</em>. Durch das pannonische Klima sind die Sommer hier deutlich heißer als im Rest der Republik. Insofern geben im äußersten Südosten die roten Sorten Blaufränkisch und Zweigelt den Ton an, während der Grüne Veltliner im Rebsortenspiegel mit einem Anteil von unter zehn Prozent nur auf Platz drei kommt (in Niederösterreich stellt er dagegen jede zweite Rebe). Rund um den Neusiedler See kommen Süßwein-Fans natürlich auch auf ihre Kosten: Neblig-kühle Morgen sind ideale Edelfäule-Bedingungen – ein Pilz (Botrytis), den sich die Winzer auf der ungarischen Seite unter anderem für ihren Tokaji Aszú zunutze machen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_1309-1024x1024.jpeg" alt="Blaufränkischreben in der DAC Mittelburgenland" class="wp-image-1268" srcset="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_1309-1024x1024.jpeg 1024w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_1309-300x300.jpeg 300w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_1309-150x150.jpeg 150w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_1309-768x768.jpeg 768w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_1309-1536x1536.jpeg 1536w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_1309-2048x2048.jpeg 2048w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_1309-1140x1140.jpeg 1140w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_1309-75x75.jpeg 75w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_1309-1320x1320.jpeg 1320w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Tapfer trotzen diese Blaufränkisch-Reben der unerbittlichen Sonne.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Hier regiert Blaufränkisch – die &#8222;Queen of Rosé&#8220; macht den Hofstaat komplett</h2>



<p>Alles andere als <em>edelfaul</em> springe ich jedenfalls am Wiener Hauptbahnhof in den Zug Richtung Mittelburgenland. Das Mittelburgenland ist eine von sechs DACs (Districtus Austria Controllatus, die Herkunftsbezeichnung für Qualitätswein) im Burgenland. Und überraschenderweise sind alle sechs Appellationen doch recht unterschiedlich: Während beispielsweise in Rosalia versucht wird, den Winzern in der Provence in Sachen Rosé Konkurrenz zu machen, steht Ruster Ausbruch für Süßweine und Leithaberg wiederum für Weißweine aus Chardonnay oder Grünem Veltliner. Das Mittelburgenland jedenfalls trägt den Spitznamen „Blaufränkischland“ – und spätestens jetzt weiß man auch, was einen für gewöhnlich hier erwartet: kräftige, rote Weine aus ebendieser Sorte. Ich schreibe <em>für gewöhnlich</em>, denn ich habe mich hier mit Pia Strehn verabredet, die zwar für Blaufränkisch-Weine steht, vor allem aber mit ihren Rosés für Furore sorgt, was ihr nicht zu Unrecht den Beinamen „Queen of Rosé“ eingebracht hat.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_1311-1024x1024.jpeg" alt="Das Ortsschild von Deutschkreutz" class="wp-image-1267" srcset="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_1311-1024x1024.jpeg 1024w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_1311-300x300.jpeg 300w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_1311-150x150.jpeg 150w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_1311-768x768.jpeg 768w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_1311-1536x1536.jpeg 1536w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_1311-2048x2048.jpeg 2048w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_1311-1140x1140.jpeg 1140w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_1311-75x75.jpeg 75w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_1311-1320x1320.jpeg 1320w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Deutschkreutz: Drehkreuz für Blaufränkisch</figcaption></figure>



<p>Und, offen gestanden, stimmt mich die Aussicht auf gekühlten Rosé auch milde, als ich den Bahnsteig in Deutschkreutz an diesem Augusttag bei 35 Grad im Schatten betrete (den Zusatz kann man sich hier übrigens sparen, hier ist kein Schatten, nirgendwo). Erinnerungen an ein Amarone-Tasting im Valpolicella-Gebiet vor acht Jahren werden wach, wo ich bei ähnlichen Temperaturen meine erste E-Bike-Erfahrung gemacht habe … nicht zu empfehlen.<br>Sehr zu empfehlen ist dagegen, sich in ländlichen Gegenden <em>vor</em> Reiseantritt mit der Route zu beschäftigen. Die Netzabdeckung ist manchmal eine Lotterie, aber ein gut aufgelegter Schutzmann weist mir sicher den Weg durch das gleißende Licht zum Weingut Strehn, das am Ende der Ortsstraße einen deutlich mondänen Ton ins beschauliche Deutschkreutz bringt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_1314-1024x1024.jpeg" alt="Traubengucker-Redakteur Pascal Strehler und Winzerin Pia Strehn" class="wp-image-1266" srcset="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_1314-1024x1024.jpeg 1024w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_1314-300x300.jpeg 300w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_1314-150x150.jpeg 150w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_1314-768x768.jpeg 768w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_1314-1536x1536.jpeg 1536w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_1314-2048x2048.jpeg 2048w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_1314-1140x1140.jpeg 1140w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_1314-75x75.jpeg 75w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_1314-1320x1320.jpeg 1320w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Elefant im Raum (unten, mittig) mit Pia Strehn und mir.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Von rosa Elefanten und der Magie des Mittelburgenlandes</h2>



<p>Verschiedene Weine <a href="https://www.strehn.at">Pia Strehns</a> wurden bereits mehrfach als „Bester Rosé Österreichs“ ausgezeichnet, unter anderem von <a href="https://www.falstaff.com/de">Fa</a><a href="https://www.falstaff.com/de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">l</a><a href="https://www.falstaff.com/de">staff</a> oder <a href="https://www.meininger.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Meininger</a>. Und auch ich finde, dass ihr Premium-Rosé „Der Elefant im Porzellanladen“ mit zu dem Besten gehört, was ich an rosafarbenen Weinen bislang probieren durfte. Sechs Monate reift dieser aus 100 Prozent Blaufränkisch bestehende Wein im Holzfass und bringt nicht nur ordentlich Grip an den Gaumen, sondern auch ein feines Vanille-Aroma in die Nase. Schon das leuchtende Orange im Glas zeigt an, dass uns hier kein gewöhnlicher Rosé erwartet, sondern wir eine ernst zu nehmende Richtung einschlagen. Am Tisch mit Pia Strehn erwähne ich jedenfalls, dass mich die Farbe spontan an einen echten Rosé-Klassiker erinnert: den Cru Classé Rosé von <a href="https://www.clos-cibonne.com/gb/accueil.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Clos Cibonne</a> aus der Rebsorte Tibouren. Prompt fällt mir die Winzerin ins Wort und berichtet von ihrem Erweckungserlebnis als junge Frau in der Provence,&nbsp;als sie genau diesen Wein dort erstmals erleben durfte – und fortan die Vision hatte, aus dem elterlichen, Blaufränkisch-treuen Winzerbetrieb einen ähnlichen Zauber zu erzeugen. Hat geklappt.</p>



<p>Apropos Zauber und damit zurück zur Region, frage ich Pia Strehn, was genau die DAC Mittelburgenland hier ausmache. „Das Mittelburgenland liegt einfach magisch“, erklärt sie mir: „Im Norden, Süden und Westen sind wir durch drei Hügelketten geschützt, die kalte Winde und Unwetter abhalten. Und vom Osten her fließt die warme Luft vom Neusiedler See ein.“ Hinzu kämen sehr unterschiedliche Böden wie Sand, Lehm, Schotter, aber auch Kalk, die viele Möglichkeiten zum Ausprobieren böten.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_1329-1024x1024.jpeg" alt="Ein Schild mit dem Aufdruck &quot;Blaufränkisch im Blut und die Sonne im Herzen&quot;" class="wp-image-1265" srcset="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_1329-1024x1024.jpeg 1024w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_1329-300x300.jpeg 300w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_1329-150x150.jpeg 150w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_1329-768x768.jpeg 768w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_1329-1536x1536.jpeg 1536w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_1329-2048x2048.jpeg 2048w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_1329-1140x1140.jpeg 1140w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_1329-75x75.jpeg 75w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_1329-1320x1320.jpeg 1320w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Blaufränkisch als Lebenskonzept – im Mittelburgenland geht nichts ohne die Rebe. Auch der örtliche Fußballverein hat den Zusatz <a href="https://vereine.oefb.at/FcDeutschkreutz/Strategie-des-FC-Blaufraenkisch-Deutschkreutz-2025.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">FC <em>Blaufränkisch</em> Deutschkreutz</a> mit in seinen Namen aufgenommen – Trauben zieren das Wappen seit ehedem.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Blaufränkisch: Schönling mit Substanz</h2>



<p>Nun ist „Der Elefant im Porzellanladen“ mit gut 30 Euro kein Dienstagabend-Wein, dafür aber ein Tropfen, mit dem man essenstechnisch auch schwerere Geschütze aus rotem Fleisch, etwa ein Steak oder gar Wild, flankieren kann. Die Einstiegsvariante „Blaufränkisch Rosé“ (kein Holzausbau) aus ebenso 100 Prozent Blaufränkisch gibt es schon für einen Zehner zu haben und bietet einen guten Einstieg in die Rebsorte der Region mit einem Fruchtspektrum von Erdbeere bis Blutorange.</p>



<p>Bleiben wir aber noch kurz beim Blaufränkisch, der hier in der Region, aber auch im Weingut Strehn, eine so gewichtige Rolle spielt. Warum ist Blaufränkisch hier einfach die ideale Sorte? „Weil Blaufränkisch jeden Beauty-Contest im Weingarten gewinnt“, antwortet die Winzerin und führt aus: „Er ist immer der Schönste, wächst komplett gerade und hat dunkle, große Blätter, die die Trauben vor der Sonne schützen.“<br><br>Und das erfahre ich an diesem August-Tag ja am eigenen Leib: Sind die Sommer im Burgenland schon jetzt knallheiß und sonnenintensiv, wird der Klimawandel künftig noch weiter an der Kurbel drehen. Zudem sei der Blaufränkisch als mittel- und spätreifende Traube nicht so krankheitsanfällig, also insgesamt pflegeleicht. Und im Ergebnis bringt er Körper ins Glas, Druck an den Gaumen, gleichzeitig aber – und das betont Pia Strehn wiederholt – besäße er „keine plakative Frucht“.  Insofern verbindet diese Würze das südliche Burgenland dann doch auf eine schöne Weise mit dem Norden, wo der Grüne Veltliner im Weinviertel das typische „Pfefferl“ in die Nase zaubert. Magie oder Maggi?</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_1305-1024x1024.jpeg" alt="Das Rathaus von Deutschkreutz" class="wp-image-1269" srcset="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_1305-1024x1024.jpeg 1024w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_1305-300x300.jpeg 300w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_1305-150x150.jpeg 150w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_1305-768x768.jpeg 768w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_1305-1536x1536.jpeg 1536w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_1305-2048x2048.jpeg 2048w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_1305-1140x1140.jpeg 1140w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_1305-75x75.jpeg 75w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_1305-1320x1320.jpeg 1320w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Touristen aus Gelsenkirchen dürften beim Anblick des Deutschkreutzer Rathauses Heimatgefühle bekommen.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Purple Rain im Glas</h2>



<p>Etwas weiter zurück in Richtung Ortskern liegt das <a href="https://www.weinguternst.at">Weingut Ernst</a>. Seit 2005 hat sich Bernhard Ernst hier <em>ernst</em>haften Weinen verschrieben, wie er auf seiner Homepage betont. Und natürlich findet sich hier auf den 12 Hektar auch der Blaufränkisch wieder. &#8222;Die Blaufränkisch-Traube kann – angefangen von Rosé über klassische Ortsweine bis hin zu vollkommenen Premium-Weinen – alles abdecken&#8220;, gerät der Winzer ins Schwärmen und setzt sein Loblied fort: &#8222;Es ist für mich eindeutig die beste Rotweinsorte, um das Terroir perfekt zu transportieren.&#8220; Die DAC Mittelburgenland stehe für ihn generell für &#8222;qualitativ sehr hochwertigen Wein in allen Segmenten.&#8220;<br><br>Ein Paradebeispiel dafür ist sicherlich sein „Blaufränkisch Alte Reben“. Für rund 15 Euro bekommt man eine Menge geboten: Zunächst färbt ein fast undurchdringliches Purpur mein Glas dunkel. Und dann ist es auch sofort präsent, das typische Blaufränkisch-Aroma: Veilchen, Brombeere, etwas Cassis. Am Gaumen dann die bleibenden Erinnerungen an den Ausbau im Eichenfass, vielleicht auch ein Hauch Vanille. Womöglich hätte ich den 2023er Jahrgang auch noch das eine oder andere Jahr im Keller lagern können, kommt er zugleich doch auch noch etwas ungestüm daher. Zu einem Hüftsteak vom Rind aber die absolut richtige Begleitung.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/09/D0D949CD-0CEA-4A74-95C1-9C0F101B5265-1024x1024.jpeg" alt="Eine Flasche &quot;Blaufränkisch Alte Reben&quot; vom Weingut Ernst aus Deutschkreutz steht auf einem Küchentisch." class="wp-image-1263" srcset="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/09/D0D949CD-0CEA-4A74-95C1-9C0F101B5265-1024x1024.jpeg 1024w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/09/D0D949CD-0CEA-4A74-95C1-9C0F101B5265-300x300.jpeg 300w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/09/D0D949CD-0CEA-4A74-95C1-9C0F101B5265-150x150.jpeg 150w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/09/D0D949CD-0CEA-4A74-95C1-9C0F101B5265-768x768.jpeg 768w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/09/D0D949CD-0CEA-4A74-95C1-9C0F101B5265-1536x1536.jpeg 1536w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/09/D0D949CD-0CEA-4A74-95C1-9C0F101B5265-2048x2048.jpeg 2048w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/09/D0D949CD-0CEA-4A74-95C1-9C0F101B5265-1140x1140.jpeg 1140w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/09/D0D949CD-0CEA-4A74-95C1-9C0F101B5265-75x75.jpeg 75w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/09/D0D949CD-0CEA-4A74-95C1-9C0F101B5265-1320x1320.jpeg 1320w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Jetzt wird’s Ernst: der Blaufränkisch Alte Reben aus Deutschkreutzer Lagen.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Blaufränkisch und Karl der Große: Eine historische Rebsortenreise</h2>



<p>In Deutschland ist Blaufränkisch übrigens unter dem Namen Lemberger bekannt. Der Begriff geht zurück auf die slowenische Stadt Lemberg in der Untersteiermark, aus der Ende des 19. Jahrhunderts rauhe Mengen an Wein dieser Sorte nach Deutschland exportiert wurden. Nach aktuellem Stand der Forschung stammt der Blaufränkisch wohl aber aus der <a href="https://traubengucker.de/regionen/einfach-mal-runterkommen-weine-aus-der-thermenregion/">Thermenregion</a>, südlich von Wien.<br><br>Ins Burgenland kam die Rebe aber schon gute neun bis zehn Jahrhunderte zuvor. Eine maßgebliche Rolle spielte dabei Karl der Große. Der Herrscher war großer Bewunderer des Weines im Allgemeinen. Dabei trank er, anders als beispielsweise Ludwig XIV., stets maßvoll und verabscheute Trunkenheit. Jedenfalls geht auf Karl den Großen eine grundsätzliche Trennung von Rebsorten zurück: die Minderwertigen, meist aus dem Osten stammend, wurden als „heunisch“/„hunnisch“, die (aus seiner Sicht) qualitativ hochwertigen als „fränkisch“ bezeichnet. Aus dieser Kategorisierung dürfte der Blaufränkisch hervorgegangen sein.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Sopron statt Sopran – ein Lobgesang auf die pannonische Perle</h2>



<p>Und weil wir gerade so schön mit den Bezeichnungen jonglieren und auch langsam zum Ende kommen wollen, erzähle ich nun noch, dass man auf der Rückfahrt aus dem Mittelburgenland nach Wien ganz hervorragend im wirklich anmutigen Sopron (deutsch: Ödenburg) aussteigen kann. Das gleichnamige Weinanbaugebiet Ungarns streckt sich wie eine Zunge ins Burgenland hinein. Auch hier ist die Leitsorte Blaufränkisch, die diesseitig aber auf den Namen Kekfrankos hört. Renommierte Weingüter sind <a href="https://pfneiszl.hu" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Pfneiszl Birtok</a> oder <a href="https://bonis-reitter.com" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bónis-Reitter</a>. Überflüssig zu erwähnen, dass das Preisniveau aus Geldbörsen-Sicht hier zu spontanen Lustkäufen anregt (zum Beispiel eine Flasche Tokajer bei Spar, her damit!).</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_1337-1024x1024.jpeg" alt="Altstadt von Sopron" class="wp-image-1264" srcset="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_1337-1024x1024.jpeg 1024w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_1337-300x300.jpeg 300w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_1337-150x150.jpeg 150w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_1337-768x768.jpeg 768w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_1337-1536x1536.jpeg 1536w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_1337-2048x2048.jpeg 2048w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_1337-1140x1140.jpeg 1140w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_1337-75x75.jpeg 75w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_1337-1320x1320.jpeg 1320w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Pizza, Cola und ein Glas Kekfrankos, inklusive Trinkgeld, für 16 Euro. Ich komme wieder.</figcaption></figure>



<p>Zurück am Wiener Hauptbahnhof zeige ich mich dankbar für die klimatisierte Haupthalle und begebe mich direkt auf die Suche nach einer Magnumflasche Cola Zero – selbst als hitzeerprobter Jogger steckt mir der Glutofen der vergangenen Stunden noch etwas in den Knochen. Auch eine Erfahrung. </p>



<p>Aber der Herbst kommt schneller, als man denkt, und das Ende der Sommerzeit ist ja quasi synonym mit dem Beginn der Rotweinzeit. Und spätestens dann werde ich mir, bevor ich abends mit Wärmflasche und Wollsocken vor dem Fernseher darbe, den mittelburgenländischen Sommer mit einem Glas Blaufränkisch zurückholen. Zum Woi!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://traubengucker.de/regionen-2/mittelburgenland-blaufraenkisch-als-lebenskonzept/">Mittelburgenland: Blaufränkisch als Lebenskonzept</a> erschien zuerst auf <a href="https://traubengucker.de">Traubengucker</a>.</p>
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		<title>Uhudler &#8211; der (fast) verbotene Wein </title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Mar 2024 13:01:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Regionen]]></category>
		<category><![CDATA[Burgenland]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Aus dem Südosten Österreichs kommt mit dem Uhudler ein Wein, dessen Bauern es seit Jahrzehnten mit Staat und EU aufnehmen. Ausgang ungewiss.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://traubengucker.de/regionen/uhudler-der-fast-verbotene-wein/">Uhudler &#8211; der (fast) verbotene Wein </a> erschien zuerst auf <a href="https://traubengucker.de">Traubengucker</a>.</p>
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<p>Wir befinden uns im Jahre 2024 n. Chr. Ganz Europa ist von europäischen Rebsorten besetzt … Ganz Europa? Nein! Ein von unbeugsamen Weinbauern bevölkertes Bundesland hört nicht auf, der EU Widerstand zu leisten.&nbsp;</p>



<p>… mit diesem abgewandelten Asterix-Zitat könnte man den Status quo des Uhudlers und die besondere Beziehung zwischen dem österreichischen Bundesland <a href="https://www.oesterreichwein.at/unser-wein/weinbaugebiete/burgenland" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Burgenland</a> und der Europäischen Union zusammenfassen. Trotzdem werden die wenigsten von euch jetzt schlauer sein. Deshalb nun die ganze Geschichte nochmal in Kürze.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Reblaus und der Rollschuh</h2>



<p>Zwei beachtliche Dinge kamen 1863 aus Amerika. Zum einen der Rollschuh &#8211; zumindest meldete der Erfinder James L. Plimpton seinen Schuh mit vier Rollen beim Patentamt an. Zum anderen &#8211; und das war deutlich unschöner &#8211; die Reblaus.</p>



<p>1863 wurde sie erstmals in französischen Weinbergen nachgewiesen. In atemberaubendem Tempo (und ganz ohne Rollschuhe) fraß sie sich durch die Weinregionen Europas und zerstörte auf viele Jahrzehnte ganze Rebbestände.</p>



<p>Als gut vier Jahrzehnte später endlich ein Kraut gegen sie gewachsen war, war es vielerorts aber zu spät: Zig Rebsorten waren für immer unwiederbringlich verschwunden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Uhudler &#8211; renitent und resistent</h2>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/03/IMG_5951-1024x1024.jpeg" alt="Eine Karte an verschiedensten Uhudler-Variationen auf dem Wiener Prater." class="wp-image-344" srcset="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/03/IMG_5951-1024x1024.jpeg 1024w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/03/IMG_5951-300x300.jpeg 300w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/03/IMG_5951-150x150.jpeg 150w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/03/IMG_5951-768x768.jpeg 768w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/03/IMG_5951-1536x1536.jpeg 1536w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/03/IMG_5951-2048x2048.jpeg 2048w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/03/IMG_5951-1140x1140.jpeg 1140w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/03/IMG_5951-75x75.jpeg 75w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Variantenreich: Die Uhudler-Karte auf den Kaiser Wiesn des Wiener Praters. Mutige entscheiden sich für &#8222;Eros&#8220;.</figcaption></figure>



<p>Als resistent gegen die aus Amerika eingeschleppte Reblaus zeigte sich die amerikanische Urrebe (vitis labrusca), die sich genetisch und leider auch geschmacklich sehr von ihrem europäischen Pendant (vitis vinifera) unterscheidet. Mit folgendem Kniff konnte man rasch wieder die geliebten europäischen Sorten auf heimischem Boden anpflanzen: Man pfropfte sie einfach auf die Unterlage einer reblausresistenten amerikanischen Rebe. Und das macht man übrigens bis heute so (wobei es auch noch wenige Regionen gibt, in denen die Reblaus sich noch nicht blicken ließ &#8211; zum Beispiel auf Zypern oder in Chile).</p>



<p>Okay, und wann kommt endlich der Uhudler ins Spiel? Jetzt! Da das Kreuzen und Aufpfropfen von Reben kostspielig war und immer noch ist, hat man sich in Regionen, in denen der Weinbau eher Nebenerwerb war, mit den Originalreben aus der neuen Welt, sogenannten Direktträgern, eingerichtet.&nbsp;</p>



<p>Der Wein schmeckte zwar überschaubar, nach dem dritten Glas ging es aber. Das Burgenland im Südosten des heutigen <a href="https://traubengucker.de/regionen/einfach-mal-runterkommen-weine-aus-der-thermenregion/">Österreichs</a> war eine solche Region. Und der Wein aus amerikanischen Direktträgern heißt dort Uhudler.</p>



<h2 class="wp-block-heading">&#8222;Machen uns große Sorgen!&#8220;</h2>



<p>In den folgenden Jahrzehnten des ausklingenden 20. Jahrhunderts wurde es dem Uhudler rechtlich immer wieder schwer gemacht. Er wurde stark eingeschränkt, zwischenzeitlich sogar strikt verboten und nur für den Hausgebrauch zugelassen (unter anderem nahm man fälschlicherweise an, er sei stark gesundheitsschädlich &#8211; also abgesehen vom Alkohol, versteht sich).</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>&#8222;Die spezifischen Giftwirkungen sind: Zornexzesse bei Männer, Hysterie bei Frauen, Neigung zu Halluzinationen, geistige und körperliche Degenerationserscheinungen bei Kindern (…)&#8220;</p>
<cite>aus &#8222;Die Direktträger&nbsp;(Hybrides producteurs directs)&#8220;, Fritz Zweigelt &amp; Albert Stummer (1929).</cite></blockquote>



<p>1995 trat Österreich schließlich der EU bei, was nochmals einen langen Rattenschwanz an Regularien nach sich zog. Aktuell muss der Uhudler jedenfalls wieder darum bangen, vom Wein zum Obstwein degradiert oder gar verboten zu werden. Angebaut werden darf er nur im Burgenland und auf 40 ha in der Steiermark.</p>



<p>&#8222;Natürlich machen wir uns Sorgen!&#8220;, sagt Uhudler-Produzent <a href="https://www.weinbau-lorenz.at" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Walter Lorenz</a> aus Jennersdorf eindringlich im Gespräch mit Traubengucker und macht deutlich, dass bei den leidgeprüften Burgenländischen Winzerinnen und Winzern die Beunruhigung groß ist: &#8222;Unser Betrieb basiert auf Uhudler in Bio-Qualität. Ein Verbot wäre für uns aber auch für das Südburgenland ruinös. Wir würden ein Lebenselixier und auch einen USP für unsere Region verlieren.&#8220;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Nachhaltigkeit bei Uhudler ein großes Plus</h2>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/03/IMG_6809-1024x1024.jpeg" alt="Der stille Uhudler und die Perlwein-Version von Walter Lorenz stehen nebeneinander auf dem Tisch." class="wp-image-347" style="width:840px;height:auto" srcset="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/03/IMG_6809-1024x1024.jpeg 1024w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/03/IMG_6809-300x300.jpeg 300w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/03/IMG_6809-150x150.jpeg 150w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/03/IMG_6809-768x768.jpeg 768w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/03/IMG_6809-1536x1536.jpeg 1536w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/03/IMG_6809-2048x2048.jpeg 2048w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/03/IMG_6809-1140x1140.jpeg 1140w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/03/IMG_6809-75x75.jpeg 75w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Zwei buchstäblich dufte Typen: der Uhudler-Stillwein (links) und sein schäumender Bruder.</figcaption></figure>



<p>Und in der Tat ist ein großer Vorteil der Uhudler-Rebsorten mit amerikanischer und damit resistenter Vergangenheit, dass sie in der Regel nicht gespritzt werden müssen und damit nachhaltiger als ihre alteingesessenen europäischen Vettern sind.</p>



<p>Lorenz stellt Uhudler aus der Sorte Ripotella (auch Concord oder Ripatella genannt) her, eine Kreuzung, die auch Gene der europäischen vitis vinifera enthält: &#8222;Sie eignet sich sowohl für die Wein- und Schaumweinproduktion als auch als Speisetraube.&#8220;</p>



<p>&#8222;Frisch, fruchtig, einzigartig&#8220;, so beschreibt Walter Lorenz den Uhudler. Und zumindest letzteres Attribut möchte man sofort unterschreiben. Oder anders: Wer einmal einen Uhudler im Glas hatte, vergisst das Aroma nie wieder. Ein fast schon artifiziell wirkender Erdbeer-, Himbeer-/Kirschgeruch in Verbindung mit Eisbonbon springt einem direkt und vehement ins Gesicht. In diesem Zusammenhang spricht man auch vom typischen Fox-Ton, den amerikanische Urreben allesamt gemein haben: ein herber Duft, der sowohl Assoziationen an wilde Waldbeeren als auch an nasses Fuchsfell weckt.</p>



<p>Wer sich an die Materie erst einmal vorsichtig herantrauen und nicht gleich komplett in den Fuchsbau steigen möchte, für den ist die Frizzante-Variante eventuell etwas. Der <a href="https://www.weinbau-lorenz.at/weineshop/detail/wein/uhudler-frizzante/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Perlwein von Walter Lorenz</a> etwa wäre ein durchaus überraschender Aperitif auf der Terrasse.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Burgenländer Zukunft entscheidet sich in Brüssel</h2>



<p>Als kuriose Stilblüte, die durch dramatische Umstände vor etwas mehr als 100 Jahren entstand, hat dieser besondere Wein doch seinen Namen auf die Karte gesetzt. Das sollte in Ehren gehalten, seine Nachhaltigkeit unterstrichen werden. Und da Diversität auch dem Weinbau gut steht, wäre es mehr als schade, sollte der Uhudler in naher bis ferner Zukunft von der Brüsseler Bürokratie verboten werden.</p>



<p>Ihr bekommt den Uhudler natürlich am einfachsten direkt im Burgenland beziehungsweise in größeren Weinläden der Alpenrepublik. Wer nicht soweit kommt, für den bietet der Münchner Weinshop <a href="https://www.oesiwein.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ösiwein</a> eine gute Möglichkeit mit einem Versand innerhalb Deutschlands. Auch die hier verkosteten Weine habe ich dort käuflich erworben.&nbsp;</p>



<p>Wer sich tiefer in die rechtliche Materie hineinlesen möchte, dem empfehle ich <a href="https://www.bvz.at/guessing/suedburgenland-erneut-sorge-um-uhudler-suedburgenland-uhudler-diskussion-print-237150710" target="_blank" rel="noreferrer noopener">diesen Artikel</a> der Burgenländischen Volkszeitung oder <a href="https://info.bml.gv.at/themen/lebensmittel/trad-lebensmittel/getraenke/uhudler.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">diese Darstellung</a> des österreichischen Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Regionen und Wasserwirtschaft mit weiterführender Materialsammlung.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://traubengucker.de/regionen/uhudler-der-fast-verbotene-wein/">Uhudler &#8211; der (fast) verbotene Wein </a> erschien zuerst auf <a href="https://traubengucker.de">Traubengucker</a>.</p>
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		<title>Einfach mal runterkommen: Weine aus der Thermenregion</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Jan 2024 12:41:08 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Mit dem Zierfandler und dem Rotgipfler weist das südlichste Anbaugebiet Niederösterreichs zwei autochthone Stars auf.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://traubengucker.de/regionen/einfach-mal-runterkommen-weine-aus-der-thermenregion/">Einfach mal runterkommen: Weine aus der Thermenregion</a> erschien zuerst auf <a href="https://traubengucker.de">Traubengucker</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Keine halbe Stunde mit der Bahn von Wien entfernt, liegt eine der aufregendsten, aber wahrscheinlich auch unbekanntesten Weinregionen Österreichs: die Thermenregion. Ihr Name geht auf die schwefelhaltigen Quellen im Kurort Baden zurück (nachgeschwefelt werden müssen die Weine trotzdem …), die schon bei den Römern bekannt wie beliebt waren.&nbsp;</p>



<p>Es ist zugleich das südlichste und heißeste Anbaugebiet Niederösterreichs. Im Norden schirmen die Höhen des Wienerwalds das Gebiet ab, zum Süden hin öffnet sich die Thermenregion dem pannonischen Klima.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2023/12/IMG_5935-1024x1024.jpeg" alt="Schild: Weinstraße Thermenregion." class="wp-image-223" srcset="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2023/12/IMG_5935-1024x1024.jpeg 1024w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2023/12/IMG_5935-300x300.jpeg 300w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2023/12/IMG_5935-150x150.jpeg 150w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2023/12/IMG_5935-768x768.jpeg 768w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2023/12/IMG_5935-1536x1536.jpeg 1536w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2023/12/IMG_5935-2048x2048.jpeg 2048w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2023/12/IMG_5935-1140x1140.jpeg 1140w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2023/12/IMG_5935-75x75.jpeg 75w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Schön auf dem rechten Pfad der Tugend bleiben!</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Zierfandler und Rotgipfler &#8211; Batman und Robin aus Gumpoldskirchen</h2>



<p>Dort, also im wärmeren Süden, wird vor allem Rotwein (<a href="https://traubengucker.de/rubrik/sy-sy-sympathische-synonyme/moehrchen/">Pinot Noir</a> und St. Laurent) angebaut. Im Norden &#8211; rund um den Ort Gumpoldskirchen &#8211; macht man sich vor allem mit den autochthonen Sorten Zierfandler und Rotgipfler einen Namen. Beide Rebsorten besitzen übrigens erst seit 2023 den DAC-Status und dürfen sich somit gebietstypischer Qualitätswein nennen. Außerdem ergänzen sich beide Sorten hervorragend miteinander, sodass sie häufig miteinander assembliert werden. </p>



<h2 class="wp-block-heading">&#8222;Ergänzen sich als Cuvée vollinhaltlich&#8220;</h2>



<p>Einer, der sich bestens damit auskennt, ist Florian Alphart vom gleichnamigen <a href="https://www.alphart.com" data-type="link" data-id="https://www.alphart.com" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Weingut Alphart</a>. Sein Betrieb sitzt in Traiskirchen, unweit von Baden entfernt, und hat neben dem österreichischen Rebsortenadel auch eine Cuvée aus Zierfandler und Rotgipfler im Portfolio. Doch was macht den Reiz des Zusammenlegens dieser beiden Sorten eigentlich aus?<br>&#8222;Die Sorteneigenschaften der beiden Rebsorten sind sehr unterschiedlich: Rotgipfler &#8211; die etwas früher reifende Sorte, vom Habitus eher breitschultrig und zumindest zurückhaltend aromatisch&#8220;, erklärt Alphart und fährt fort: &#8222;Zierfandler wird deutlich später reif und stets mit höheren Säurewerten geerntet &#8211; aromatisch eher ein Purist. Gerade diese beiden ergänzen sich als Cuvée vollinhaltlich!&#8220;</p>



<p>Das Ganze hat zudem den Vorteil, dass jahrgangsübergreifend stets ein ähnliches Geschmacksprofil erzielt werden kann &#8211; selbst wenn ein Jahr mal aus der Art schlägt, positiv wie negativ.</p>



<h2 class="wp-block-heading">&#8222;Gumboldskirchener Tradition&#8220; &#8211; mal Reinisch Wein einschenken</h2>



<p>Ein weiterer Vorteil: Als Essensbegleiter ist das gemischte Doppel vielseitig einsetzbar &#8211; gerade beziehungsweise unbedingt zu Fischgerichten. Direkt vor mir im Glas habe ich die Zierfandler-Rotgipler-Cuvée von Alphart sowie auch das Pendant vom Johanneshof Reinisch aus Tattendorf &#8211; die &#8222;Gumboldskirchener Tradition&#8220;.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2023/12/IMG_6377-1024x1024.jpeg" alt="Die Zierfandler-Rotgipfler-Cuvée vom Weingut Alphart und die &quot;Gumpoldskirchener Tradition&quot; vom Johanneshof Reinisch." class="wp-image-237" style="width:840px;height:auto" srcset="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2023/12/IMG_6377-1024x1024.jpeg 1024w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2023/12/IMG_6377-300x300.jpeg 300w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2023/12/IMG_6377-150x150.jpeg 150w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2023/12/IMG_6377-768x768.jpeg 768w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2023/12/IMG_6377-1536x1536.jpeg 1536w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2023/12/IMG_6377-2048x2048.jpeg 2048w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2023/12/IMG_6377-1140x1140.jpeg 1140w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2023/12/IMG_6377-75x75.jpeg 75w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Thermalwässerchen zur inneren Einreibung.</figcaption></figure>



<p>Beim Alphart fällt einem direkt ein Hauch von Exotik ins Auge beziehungsweise die Nase. Maracuja lässt hier leise Erinnerungen ans letzte &#8222;Split&#8220;-Eis zurück ins Gedächtnis rücken. Die fruchtige Säure bringt großen Spaß &#8211; hier scheint vor allem der Zierfandler gut durchzukommen. Nachhall!</p>



<p>Die &#8222;Gumpoldskirchener Tradition&#8220; ist dagegen deutlich verhaltener in der Nase &#8211; von Maracuja und Co. keine Spur, eher Orangenzeste und Mitbringsel aus dem Kräutergarten. Dafür wird hier mehr die mineralische Karte (Salz) ausgespielt. Dieser Wein tritt insgesamt etwas kraftvoller auf, tatsächlich aber &#8211; im direkten Vergleich &#8211; weniger durchsetzungsfähig im Abgang.</p>



<p>Schon diese beiden Kostproben zeigen, welch unterschiedliche Wege eine Zierfandler-Rotgipferl-Cuvée aus der Thermenregion einschlagen kann.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Klassischer Tapetenwechsel: Auch Beethoven war gern hier&nbsp;</h2>



<p>Ob zu Hause im Weinglas oder direkt vor Ort und dann am besten in einem der zahlreichen Heurigen &#8211; die Thermenregion ist zweifelsfrei einen Exkurs wert. Als Einheimischer hält sich Florian Alphart aber lieber zwischen den einzelnen Ortschaften auf als mittendrin: &#8222;Hier gibt es viel Natur, Weinkultur und Landschaft zu genießen. Gemütliche Spazierwege führen an geschichtsträchtigen Lagen vorbei und durchaus familientaugliche Wanderrouten durchziehen die gesamte Wienerwaldregion.&#8220;</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2023/12/IMG_5921-1024x1024.jpeg" alt="Urbanuskapelle" class="wp-image-222" srcset="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2023/12/IMG_5921-1024x1024.jpeg 1024w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2023/12/IMG_5921-300x300.jpeg 300w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2023/12/IMG_5921-150x150.jpeg 150w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2023/12/IMG_5921-768x768.jpeg 768w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2023/12/IMG_5921-1536x1536.jpeg 1536w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2023/12/IMG_5921-2048x2048.jpeg 2048w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2023/12/IMG_5921-1140x1140.jpeg 1140w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2023/12/IMG_5921-75x75.jpeg 75w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Urbanuskapelle &#8211; im Dreieck zwischen Baden, Traiskirchen und Gumpoldskirchen.</figcaption></figure>



<p>Das wusste übrigens auch schon Ludwig van Beethoven zu schätzen, zu dessen langjähriger Sommerfrische der Kurort Baden zählte (und was den Wein betrifft, war der Komponist nachgewiesenermaßen auch alles andere als ein Kostverächter).</p>



<p>Und da in Baden der Name durchaus Programm ist, empfiehlt es sich &#8211; neben dem Lieblingsweinglas &#8211; auch die Speedo-Badehose oder den Badeanzug mit einzupacken. Aber nicht vergessen: Don&#8217;t drink and dive.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://traubengucker.de/regionen/einfach-mal-runterkommen-weine-aus-der-thermenregion/">Einfach mal runterkommen: Weine aus der Thermenregion</a> erschien zuerst auf <a href="https://traubengucker.de">Traubengucker</a>.</p>
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