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	<title>Noch ganz trocken? Weinbau im Norden Archive - Traubengucker</title>
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	<title>Noch ganz trocken? Weinbau im Norden Archive - Traubengucker</title>
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		<title>Ingenhof &#8211; der Geist von Malente</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Jan 2025 16:06:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Noch ganz trocken? Weinbau im Norden]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sylt statt Sancerre, Mecklenburg statt Medoc und Lüneburger Heide statt Langhe? Was zunächst wie ein aberwitziger Affront klingt (zumindest für Weinfreunde), ist eine zumindest halbwegs ernstgemeinte Fragestellung. Denn klassischer Weinanbau orientiert sich aufgrund des Klimawandels und immer mehr abenteuerorientierten Winzerinnen und Winzern stetig weiter gen Norden.&#160; Nun sind Weingüter in Schleswig-Holstein, Niedersachsen oder Mecklenburg-Vorpommern schon längst keine Nachricht mehr, die Scharen hinterm Ofen hervorlockt. Trotzdem bleibt es ein mehr als interessantes Thema, zumal witterungsbedingt (denn Sylt ist noch lange nicht Sancerre!) hauptsächlich PiWi-Sorten eingesetzt werden. Also widerstandsfähige Kreuzungen, die in Zukunft weltweit immer mehr Weinberge bevölkern werden. Ein weiterer Vorteil: Sie sind durch ihre Widerstandsfähigkeit auch automatisch nachhaltiger, da zu ihrem Schutz weniger gespritzt werden muss &#8211; quasi zwei Rebläuse mit einer Klappe. Das ist der Gipfel: Ein Weinberg in der Holsteinischen Schweiz Legen wir los mit einem Weinberg mitten in der Holsteinischen Schweiz. Die höchste Erhebung ist hier der Bungsberg und ist gerade mal so hoch wie zwei aufeinandergestapelte Alphörner. Auch Käsefondue sucht man hier vergebens. Nichtsdestotrotz bietet die hügelige Landschaft Potential für Weinbau. Das haben sich auch Melanie Engel und Karsten Wulf vom Weingut Ingenhof, knapp sechs Kilometer nördlich von Malente entfernt, gedacht. Auf einer Fläche von mittlerweile acht Hektar betreiben sie eines der nördlichsten Weingüter der Bundesrepublik. Dabei vertrauen sie ausnahmslos auf robuste, pilzwiderstandsfähige PiWis. Einer der aufgehenden Sterne unter den PiWi-Sorten ist zweifelsohne die weiße Souvignier Gris (Kreuzung aus Seyval Blanc und Zähringer). Sie bevölkert rund 205 Hektar Anbaufläche in Deutschland. Der Engel mit dem Eisbonbon Oft wird Souvignier Gris geschmacklich mit dem nicht nur hierzulande immer beliebter werdenden Grauburgunder verglichen. Auch der Souvignier Gris &#8222;Engel No.1&#8220; vom Weingut Ingenhof hat einen mindestens mittelvollen Körper und geizt nicht mit gelber Frucht. Leider gesellt sich auch Eisbonbon-Aroma dazu, was eventuell ein Hinweis darauf sein könnte, dass der Wein recht kühl vergoren wurde – bei Wein nicht so mein Ding (werde ich mir aber für die nächste Erkältungswelle merken und ans Bett stellen). Hart im Nehmen: Regen ist Regent egal Aber am Ingenhof sieht man auch rot: Hier sind die robusten Sorten Regent und Cabernet Cantor die Aushängeschilder. Ersterer steht halbtrocken ausgebaut aus dem Jahr 2020 vor mir auf dem Tisch. In der Nase drängen sich zunächst Gewürz-Aromen auf: etwas Pfeffer, Nelke und tatsächlich auch die auf der Ingerhof-Homepage erwähnte Minze. Dazu ein entfernter Klang Erdbeermarmelade. Im Abgang gibt’s noch einen Korb Waldbeeren dazu. Ein gut produzierter Wein, der sicherlich seine Fan-Base innerhalb der Primitivo-Gemeinde findet. Für fortgeschrittene Pinot-Anhänger dagegen eher weniger verlockend. Im Norden maximal Landwein Übrigens: Auch wenn Wein aus dem hohen Norden hie und da qualitativ überzeugt, darf er sich nicht Qualitätswein nennen. Dies ist nur Weinen aus den 13 zugelassenen deutschen Anbaugebieten (Rheingau, Rheinhessen, Baden etc.) vorbehalten. Bei Einhaltung gewisser Bestimmungen ist aber die Kategorie Landwein gültig. Eine Liga drunter turnt nur noch der Deutsche Wein rum, der die ehemalige Bezeichnung Tafelwein ersetzt. Ein Verzeichnis aller PiWi-Sorten sowie weiterführende Infos, findet Ihr auf der umfangreichen Seite PiWi International.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://traubengucker.de/rubrik/ingenhof-der-geist-von-malente/">Ingenhof &#8211; der Geist von Malente</a> erschien zuerst auf <a href="https://traubengucker.de">Traubengucker</a>.</p>
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<p>Sylt statt Sancerre, Mecklenburg statt Medoc und Lüneburger Heide statt Langhe? Was zunächst wie ein aberwitziger Affront klingt (zumindest für Weinfreunde), ist eine zumindest halbwegs ernstgemeinte Fragestellung. Denn klassischer Weinanbau orientiert sich aufgrund des Klimawandels und immer mehr abenteuerorientierten Winzerinnen und Winzern stetig weiter gen Norden.&nbsp;</p>



<p>Nun sind Weingüter in Schleswig-Holstein, Niedersachsen oder Mecklenburg-Vorpommern schon längst keine Nachricht mehr, die Scharen hinterm Ofen hervorlockt. Trotzdem bleibt es ein mehr als interessantes Thema, zumal witterungsbedingt (denn Sylt ist noch lange nicht Sancerre!) hauptsächlich PiWi-Sorten eingesetzt werden. Also widerstandsfähige Kreuzungen, die in Zukunft weltweit immer mehr Weinberge bevölkern werden. Ein weiterer Vorteil: Sie sind durch ihre Widerstandsfähigkeit auch automatisch nachhaltiger, da zu ihrem Schutz weniger gespritzt werden muss &#8211; quasi zwei Rebläuse mit einer Klappe.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/05/IMG_6854-1024x1024.jpeg" alt="Ein LKW mit Plane des Weinguts Ingenhof." class="wp-image-503" style="width:840px;height:auto" srcset="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/05/IMG_6854-1024x1024.jpeg 1024w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/05/IMG_6854-300x300.jpeg 300w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/05/IMG_6854-150x150.jpeg 150w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/05/IMG_6854-768x768.jpeg 768w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/05/IMG_6854-1536x1536.jpeg 1536w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/05/IMG_6854-2048x2048.jpeg 2048w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/05/IMG_6854-1140x1140.jpeg 1140w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/05/IMG_6854-75x75.jpeg 75w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Zwei Fragen, die sich aufdrängen: Wann fängt es an zu regnen? Und: Bewegt sich der Kompass, wenn der LKW wendet?</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Das ist der Gipfel: Ein Weinberg in der Holsteinischen Schweiz</h2>



<p>Legen wir los mit einem Weinberg mitten in der Holsteinischen Schweiz. Die höchste Erhebung ist hier der Bungsberg und ist gerade mal so hoch wie zwei aufeinandergestapelte Alphörner. Auch Käsefondue sucht man hier vergebens. Nichtsdestotrotz bietet die hügelige Landschaft Potential für Weinbau. Das haben sich auch Melanie Engel und Karsten Wulf vom <a href="https://www.ingenhof.de">Weingut Ingenho</a><a href="https://www.ingenhof.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">f</a>, knapp sechs Kilometer nördlich von Malente entfernt, gedacht. Auf einer Fläche von mittlerweile acht Hektar betreiben sie eines der nördlichsten Weingüter der Bundesrepublik.</p>



<p>Dabei vertrauen sie ausnahmslos auf robuste, pilzwiderstandsfähige <a href="https://traubengucker.de/regionen/rote-wuerste-weisser-wein-zu-besuch-in-europas-noerdlichstem-qualitaets-weinanbaugebiet/">PiWis</a>. Einer der aufgehenden Sterne unter den PiWi-Sorten ist zweifelsohne die weiße Souvignier Gris (Kreuzung aus Seyval Blanc und Zähringer). Sie bevölkert rund <a href="https://www.deutscheweine.de/weinbau/387/piwi-pilzwiderstandsfähige-reben" target="_blank" rel="noreferrer noopener">205 Hektar Anbaufläche in Deutschland</a>.</p>





<h2 class="wp-block-heading">Der Engel mit dem Eisbonbon</h2>



<p>Oft wird Souvignier Gris geschmacklich mit dem nicht nur hierzulande immer beliebter werdenden Grauburgunder verglichen. Auch der Souvignier Gris &#8222;Engel No.1&#8220; vom Weingut Ingenhof hat einen mindestens mittelvollen Körper und geizt nicht mit gelber Frucht. Leider gesellt sich auch Eisbonbon-Aroma dazu, was eventuell ein Hinweis darauf sein könnte, dass der Wein recht kühl vergoren wurde – bei Wein nicht so mein Ding (werde ich mir aber für die nächste Erkältungswelle merken und ans Bett stellen).</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/05/IMG_7142-1024x1024.jpeg" alt="Zwei Weine vom Weingut Ingenhof: der Souvignier Gris (links) und der Regent." class="wp-image-504" srcset="https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/05/IMG_7142-1024x1024.jpeg 1024w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/05/IMG_7142-300x300.jpeg 300w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/05/IMG_7142-150x150.jpeg 150w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/05/IMG_7142-768x768.jpeg 768w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/05/IMG_7142-1536x1536.jpeg 1536w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/05/IMG_7142-2048x2048.jpeg 2048w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/05/IMG_7142-1140x1140.jpeg 1140w, https://traubengucker.de/wp-content/uploads/2024/05/IMG_7142-75x75.jpeg 75w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Links der Souvenir Gris, rechts der Regent vom Weingut Ingenhof. Auf jeder Flasche prangt auf dem Rückenetikett der Umriss des Landes Schleswig-Holstein.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Hart im Nehmen: Regen ist Regent egal</h2>



<p>Aber am Ingenhof sieht man auch rot: Hier sind die robusten Sorten Regent und Cabernet Cantor die Aushängeschilder. Ersterer steht halbtrocken ausgebaut aus dem Jahr 2020 vor mir auf dem Tisch. In der Nase drängen sich zunächst Gewürz-Aromen auf: etwas Pfeffer, Nelke und tatsächlich auch die auf der Ingerhof-Homepage erwähnte Minze. Dazu ein entfernter Klang Erdbeermarmelade. Im Abgang gibt’s noch einen Korb Waldbeeren dazu.</p>



<p>Ein gut produzierter Wein, der sicherlich seine Fan-Base innerhalb der Primitivo-Gemeinde findet. Für fortgeschrittene Pinot-Anhänger dagegen eher weniger verlockend.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Im Norden maximal Landwein</h2>



<p>Übrigens: Auch wenn Wein aus dem hohen Norden hie und da qualitativ überzeugt, darf er sich nicht Qualitätswein nennen. Dies ist nur Weinen aus den 13 zugelassenen deutschen Anbaugebieten (Rheingau, Rheinhessen, Baden etc.) vorbehalten. Bei Einhaltung gewisser <a href="https://www.ble.de/SharedDocs/Downloads/DE/Ernaehrung-Lebensmittel/EU-Qualitaetskennzeichen/Antraege/Landweine/Landwein_Schleswig-Holsteinischer.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=3" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bestimmungen</a> ist aber die Kategorie Landwein gültig. Eine Liga drunter turnt nur noch der Deutsche Wein rum, der die ehemalige Bezeichnung Tafelwein ersetzt.</p>



<p>Ein Verzeichnis aller PiWi-Sorten sowie weiterführende Infos, findet Ihr auf der umfangreichen Seite <a href="https://piwi-international.org/?">PiWi </a><a href="https://piwi-international.org/?" target="_blank" rel="noreferrer noopener">International</a>.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://traubengucker.de/rubrik/ingenhof-der-geist-von-malente/">Ingenhof &#8211; der Geist von Malente</a> erschien zuerst auf <a href="https://traubengucker.de">Traubengucker</a>.</p>
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